Changes for page [2023] Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie
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... ... @@ -1,87 +1,131 @@ 1 -**Antragstext** 1 +Antragstext 2 +Verpflegungs- und Einkaufsrichtlinie 2 2 3 3 ~1. Richtlinien für die Verpflegung 4 4 5 5 1.1 Grundlegendes 6 - 7 - 8 8 Bei jeder Veranstaltung, bei der die NAJU Bayern Verpflegung stellt, besteht diese aus vegetarischem / veganem Essen und alkoholfreien Getränken. 9 9 Privat bezahlte oder mitgebrachte Lebensmittel sind nicht Gegenstand dieser Richtlinie. 10 - 11 11 1.2 Essgewohnheiten und Allergien / Unverträglichkeiten 12 12 13 -Essgewohnheiten und Allergien / Unverträglichkeiten müssen bei der Anmeldung zu Veranstaltungen abgefragt werden, um diesen im Rahmen der Veranstaltung 14 -entsprechend Rechnung tragen zu können. Sollte es in Ausnahmefällen am jeweiligen Veranstaltungsort zu Schwierigkeiten kommen, diesen gerecht zu werden, ist im Vorfeld mit der betroffenen Person Rücksprache zu halten, um eine den Umständen entsprechende Lösung zu finden. 15 - 16 -1.3 Selbstversorgung 17 - 18 -Falls wir selbst kochen oder einkaufen, wird ausschließlich vegetarische und vegane Ernährung angeboten. Werden tierische Produkte angeboten, sollten dazu 19 -auch vegane Alternativen bereitgestellt werden. Die Verpflegung sollte also so gestaltet sein, dass auch für Veganer*innen eine ausgewogene Ernährung gegeben 20 -ist. Beispiel: Falls Kaffee und Kuchen angeboten werden, bietet es sich an, dabei auch vegane Milchalternativen und Kuchen bereitzustellen. Auch für diejenigen, 21 -die sich nicht vegan ernähren, bietet das eine gute Möglichkeit, Alternativen zu tierischen Produkten einmal zu probieren. 22 -Die Bevorzugung von regionalen und saisonalen Bio- bzw. Fairtrade-Produkten ist für uns ein Selbstverständnis. Damit wollen wir regionale und nachhaltige Anbieter*innen und nachhaltige Landwirtschaftsformen unterstützen. 23 - 24 -1.4 Gebuchte Verpflegung (im Rahmen von Unterbringung, Catering, Bewirtung etc.) 25 - 26 -Die Verfügbarkeit von vegetarischer und veganer Verpflegung ist ein notwendiges Kriterium für die Auswahl der Unterkunft / des Caterings / des Gastronomiebetriebs. Entsprechend ist bereits bei der Wahl des Veranstaltungsorts (Unterkunft, Gastronomiebetrieb etc.) frühzeitig abzuklären, dass eine ausgewogene vegane und vegetarische Ernährung möglich ist. 27 -Falls die Verpflegung in einer Unterkunft zu einem Pauschalpreis ohne Unterscheidung zwischen vegetarischer und fleischhaltiger Kost angeboten wird, ist dies kein Ausschlusskriterium. 28 - 29 -Beispiel: Frühstücksbuffet, auf dem neben dem vegetarischen Angebot auch Fleisch verfügbar ist. 30 - 31 -1.5 Bewirtungsbeleg 32 - 33 -Bei Bewirtung in einem Gastronomiebetrieb ist von der bewirtenden Person stets ein Bewirtungsbeleg anzufordern, in dem folgende Angaben enthalten sind: Tag und Ort der Bewirtung, die bewirtende Person, alle bewirteten Personen mit Namen, der genaue Anlass der Bewirtung, die Kosten der Bewirtung, das Trinkgeld sowie 34 -die Summe dieser beiden Posten. Nicht fehlen darf die Unterschrift der bewirtenden Person. 35 - 36 -2. Richtlinien für den Lebensmitteleinkauf 37 - 38 -2.1 Einkauf in Bioqualität 50 Lebensmittel müssen in Bioqualität gekauft werden, da Bio die nachhaltigste Erzeugungsform darstellt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die 39 -Lebensmittel in regionaler und saisonaler Form gekauft werden um kurze Transportwege der Lebensmittel sicherzustellen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten nimmt die NAJU gerne in Kauf. Falls ein Produkt nicht in Bio verfügbar ist, soll die nachhaltigste Alternative gewählt werden (z. B. regional, saisonal, Fairtrade, etc.). Bei Uneindeutigkeit von diesem Punkt der Richtlinie in der praktischen Umsetzung muss persönlich abgewogen werden, welche Entscheidung im Sinne der Nachhaltigkeit vorzuziehen ist. 40 - 41 -2.2 Vermeidung von Plastikabfällen 42 - 43 -Dabei sind unverpackte Produkte oder Großgebinde zu bevorzugen, um Plastik- und Verpackungsmüll so gut es geht zu vermeiden. 44 - 45 -2.3 Vermeidung von Lebensmittelverschwendung 46 - 47 -Unser Ziel ist es Lebensmittelabfälle zu vermeiden. 48 - 49 -2.4 Getränke 50 - 51 -Alkoholische Getränke müssen privat bezahlt werden und dürfen nur mit Einverständnis der Veranstaltungsleitung in verantwortungsvollem Maße konsumiert werden. Unbedingt müssen dabei die Jugendschutzgesetze beachtet werden. 52 - 53 -3. Richtlinien für die Beschaffung von Non-Food- Artikeln 54 - 55 -3.1 Vermeidung von Verpackungsmüll 56 - 57 -Auch beim Kauf von Non-Food-Artikeln ist Plastik und Verpackungsmüll möglichst zu vermeiden. 58 - 59 -3.2 Onlineshopping 60 - 61 -Die NAJU Bayern ist sich neben ihrer ökologischen auch der sozialen und ethischen Verantwortung bei Einkäufen bewusst. Gewisse Onlineshops fallen durch 62 -besonders unethische Geschäftspraktiken auf. Bei diesen darf für die NAJU Bayern nicht bestellt werden, und es können keine über diese Shops erworbene Artikel 63 -abgerechnet werden. Hierzu zählen beispielsweise: Amazon, Wish, Alibaba, Shein und Temu. 64 -Bei Unklarheiten zu alternativen Onlineshops sind Beispiele im NAJU-Wiki (https:~/~/wiki.naju-bayern.de/pages/viewpage.action?pageId=107347969) zu finden. 65 -Gerne hilft auch das Jugendbüro weiter. 66 - 67 -3.3 Gebrauchte Artikel 68 - 69 -Die Anschaffung von Gebrauchtwaren wird bevorzugt. Insbesondere bei elektronischen Geräten, die in der Herstellung stets viele Ressourcen 70 -verbrauchen, lässt sich durch den Kauf gebrauchter Elektronik der NAJU - Fußabdruck erheblich reduzieren. Werden gebrauchte Artikel von Privatpersonen abgekauft (bspw. über 71 -Kleinanzeigenportale wie kleinanzeigen.de oder willhaben.at), können diese gegen Vorlage einer vom Verkäufer unterschriebenen Quittung für Privatverkauf abgerechnet werden 72 - 73 -4. Ausnahmen 74 - 75 -Ausnahmen von dieser Richtlinie sind vorab mit dem Jugendbüro oder mit der Landesjugendleitung abzustimmen. 76 - 77 - 78 -**Begründung** 79 -Besonders wir, die jungen Menschen, die wir selbst sind und die wir hier vertreten, sind von den jetzigen und kommenden Folgen des Klimawandels betroffen. Wir merken selbst, dass die Sommer immer heißer werden, die Winter wärmer und das Wetter extremer. Darunter leiden neben den Menschen auch Natur und Tiere. Wir sind überzeugt, dass sich die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam lösen lassen, wir aber mit jeder einzelnen Maßnahme einen entscheidenden Anteil dazu beitragen können. 80 -Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass zwischen 21 % bis 37 % der gesamten globalen Treibhausgasemissionen auf unsere Ernährung zurückgehen. Eine Studie des World Wide Fund for Nature zeigt, dass 69 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland 81 -auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zurückzuführen ist, wovon wiederum 44% auf Fleisch und 25 % auf Lebensmittel wie Butter, Milch, Eier und Käse entfallen. Pflanzliche Lebensmittel sind demzufolge für lediglich 1/3 der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden in etwa 14,3 Kilogramm CO2 freigesetzt (genau genommen CO2 Äquivalente), für ein Kilogramm Schweinefleisch 3,2 kg CO2 (Bundesumweltministerium). Ein Kilogramm Mischbrot benötigt 0,75 kg CO2 und ein Kilogramm 82 -Tomaten 0,2 kg CO2. Neben CO2 entstehen in der tierischen Landwirtschaft auch die treibhauswirksamen Gase Methan und Lachgas Diese Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung wie wir uns ernähren einen großen Einfluss auf die globale Erwärmung hat. 83 -Neben den Treibhausgasen ist zudem festzustellen, dass durch die Haltung von Tieren für die Produktion von tierischen Lebensmitteln erhebliche Ressourcen an Wasser und Futteranbaufläche benötigt werden. Beispielsweise braucht es zur Gewinnung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser, 4 bis 9 Kilogramm Getreide und somit eine Nutzfläche von 30 bis 50 m², welche teilweise durch das Abholzen von Regenwäldern generiert wird. Die Flächen, welche derzeit für den Tierfutteranbau benutzt werden, könnten 84 -größtenteils für den Anbau menschlicher Ernährung verwendet werden und dadurch deren Effizienz vervielfacht werden. Derzeit hungern schätzungsweise 800 Millionen Menschen weltweit. Dieser Beschluss trägt einen kleinen Teil zur gerechten Ernährungsverteilung der Weltbevölkerung bei. Wir sehen in der Veränderung der Ernährungsweise auf den NAJU-Veranstaltungen einen simplen Weg, um effektiv klimafreundlicher zu werden. Da es bereits viele Menschen gibt, welche sich vegetarisch oder 85 -vegan ernähren, bieten alle Gastronomien bereits jetzt fleischlose Alternativen an, auf die zurückgegriffen werden kann. Durch den Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln stärken wir die lokalen Wertschöpfungsketten und verhindern lange Transportwege, so wie ganzjährlich beheizte und bewässerte 86 -Gewächshäuser. In Deutschland werden rund 761 Millionen Tiere jährlich geschlachtet. Dies sind 2 Millionen getötete Lebewesen täglich. Diese Zahl vermindern wir durch unsere Reduktion des Konsums von tierischen Lebensmitteln. Wir als NAJU Bayern sehen unser Handeln nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet. Daher 87 -nehmen wir die Idee der verantwortungsbewussten Ernährung ernst. Wir freuen uns, durch unser eigens verantwortetes Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 11 +Essgewohnheiten und Allergien / Unverträglichkeiten müssen bei der Anmeldung zu 12 +11 Veranstaltungen abgefragt werden, um diesen im Rahmen der Veranstaltung 13 +12 entsprechend Rechnung tragen zu können. 14 +13 Sollte es in Ausnahmefällen am jeweiligen Veranstaltungsort zu Schwierigkeiten 15 +14 kommen, diesen gerecht zu werden, ist im Vorfeld mit der betroffenen Person 16 +15 Rücksprache zu halten, um eine den Umständen entsprechende Lösung zu finden. 17 +16 1.3 Selbstversorgung 17 Falls wir selbst kochen oder einkaufen, wird ausschließlich vegetarische und 18 +18 vegane Ernährung angeboten. Werden tierische Produkte angeboten, sollten dazu 19 +19 auch vegane Alternativen bereitgestellt werden. Die Verpflegung sollte also so 20 +20 gestaltet sein, dass auch für Veganer*innen eine ausgewogene Ernährung gegeben 21 +21 ist. 22 +22 Beispiel: Falls Kaffee und Kuchen angeboten werden, bietet es sich an, dabei 23 +23 auch vegane Milchalternativen und Kuchen bereitzustellen. Auch für diejenigen, 24 +24 die sich nicht vegan ernähren, bietet das eine gute Möglichkeit, Alternativen zu 25 +25 tierischen Produkten einmal zu probieren. 26 +26 Die Bevorzugung von regionalen und saisonalen Bio- bzw. Fairtrade-Produkten ist 27 +27 für uns ein Selbstverständnis. Damit wollen wir regionale und nachhaltige 28 +28 Anbieter*innen und nachhaltige Landwirtschaftsformen unterstützen. 29 +29 1.4 Gebuchte Verpflegung (im Rahmen von 30 Unterbringung, Catering, Bewirtung etc.) 31 Die Verfügbarkeit von vegetarischer und veganer Verpflegung ist ein notwendiges 30 +32 Kriterium für die Auswahl der Unterkunft / des Caterings / des 31 +33 Gastronomiebetriebs. Entsprechend ist bereits bei der Wahl des 32 +34 Veranstaltungsorts (Unterkunft, Gastronomiebetrieb etc.) frühzeitig abzuklären, 33 +35 dass eine ausgewogene vegane und vegetarische Ernährung möglich ist. 34 +Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie 35 +36 Falls die Verpflegung in einer Unterkunft zu einem Pauschalpreis ohne 36 +37 Unterscheidung zwischen vegetarischer und fleischhaltiger Kost angeboten wird, 37 +38 ist dies kein Ausschlusskriterium. 38 +39 Beispiel: Frühstücksbuffet, auf dem neben dem vegetarischen Angebot auch Fleisch 39 +40 verfügbar ist. 40 +41 1.5 Bewirtungsbeleg 42 Bei Bewirtung in einem Gastronomiebetrieb ist von der bewirtenden Person stets 41 +43 ein Bewirtungsbeleg anzufordern, in dem folgende Angaben enthalten sind: Tag und 42 +44 Ort der Bewirtung, die bewirtende Person, alle bewirteten Personen mit Namen, 43 +45 der genaue Anlass der Bewirtung, die Kosten der Bewirtung, das Trinkgeld sowie 44 +46 die Summe dieser beiden Posten. Nicht fehlen darf die Unterschrift der 45 +47 bewirtenden Person. 46 +48 2. Richtlinien für den Lebensmitteleinkauf 49 2.1 Einkauf in Bioqualität 50 Lebensmittel müssen in Bioqualität gekauft werden, da Bio die nachhaltigste 47 +51 Erzeugungsform darstellt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die 48 +52 Lebensmittel in regionaler und saisonaler Form gekauft werden um kurze 49 +53 Transportwege der Lebensmittel sicherzustellen. Die dadurch entstehenden 50 +54 Mehrkosten nimmt die NAJU gerne in Kauf. 51 +55 Falls ein Produkt nicht in Bio verfügbar ist, soll die nachhaltigste Alternative 52 +56 gewählt werden (z. B. regional, saisonal, Fairtrade, etc.). 53 +57 Bei Uneindeutigkeit von diesem Punkt der Richtlinie in der praktischen Umsetzung 54 +58 muss persönlich abgewogen werden, welche Entscheidung im Sinne der 55 +59 Nachhaltigkeit vorzuziehen ist. 56 +60 2.2 Vermeidung von Plastikabfällen 61 Dabei sind unverpackte Produkte oder Großgebinde zu bevorzugen, um Plastik- und 57 +62 Verpackungsmüll so gut es geht zu vermeiden. 58 +63 2.3 Vermeidung von Lebensmittelverschwendung 64 Unser Ziel ist es Lebensmittelabfälle zu vermeiden. 59 +65 2.4 Getränke 66 Alkoholische Getränke müssen privat bezahlt werden und dürfen nur mit 60 +67 Einverständnis der Veranstaltungsleitung in verantwortungsvollem Maße konsumiert 61 +68 werden. Unbedingt müssen dabei die Jugendschutzgesetze beachtet werden. 62 +69 3. Richtlinien für die Beschaffung von Non-Food- 70 Artikeln 71 3.1 Vermeidung von Verpackungsmüll 72 Auch beim Kauf von Non-Food-Artikeln ist Plastik und Verpackungsmüll möglichst 63 +73 zu vermeiden. 64 +74 3.2 Onlineshopping 75 Die NAJU Bayern ist sich neben ihrer ökologischen auch der sozialen und 65 +76 ethischen Verantwortung bei Einkäufen bewusst. Gewisse Onlineshops fallen durch 66 +77 besonders unethische Geschäftspraktiken auf. Bei diesen darf für die NAJU Bayern 67 +78 nicht bestellt werden, und es können keine über diese Shops erworbene Artikel 68 +79 abgerechnet werden. Hierzu zählen beispielsweise: Amazon, Wish, Alibaba, Shein 69 +80 und Temu. 70 +Seite 2 71 +Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie 72 +81 Bei Unklarheiten zu alternativen Onlineshops sind Beispiele im NAJU-Wiki 73 +82 (https:~/~/wiki.naju-bayern.de/pages/viewpage.action?pageId=107347969) zu finden. 74 +83 Gerne hilft auch das Jugendbüro weiter. 75 +84 3.3 Gebrauchte Artikel 85 Die Anschaffung von Gebrauchtwaren wird bevorzugt. Insbesondere bei 76 +86 elektronischen Geräten, die in der Herstellung stets viele Ressourcen 77 +87 verbrauchen, lässt sich durch den Kauf gebrauchter Elektronik der NAJU 88 Fußabdruck erheblich reduzieren. 78 +89 Werden gebrauchte Artikel von Privatpersonen abgekauft (bspw. über 79 +90 Kleinanzeigenportale wie kleinanzeigen.de oder willhaben.at), können diese gegen 80 +91 Vorlage einer vom Verkäufer unterschriebenen Quittung für Privatverkauf 81 +92 abgerechnet werden (siehe Anhang). 82 +93 4. Ausnahmen 94 Ausnahmen von dieser Richtlinie sind vorab mit dem Jugendbüro oder mit der 83 +95 Landesjugendleitung abzustimmen. 84 +96 6. Anhang: Vorlage für eine Quittung für einen 97 Kauf aus privater Hand 98 Datum: 85 +99 Käufer (Name und Adresse): 86 +100 Verkäufer (Name und Adresse): 87 +101 Kaufgegenstand: 88 +102 Betrag: 89 +103 Betrag dankend erhalten am: 90 +104 ~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_ 91 +105 Unterschrift des Verkäufers 92 +Begründung 93 +Besonders wir, die jungen Menschen, die wir selbst sind und die wir hier vertreten, sind von den jetzigen 94 +und kommenden Folgen des Klimawandels betroffen. Wir merken selbst, dass die Sommer immer heißer 95 +werden, die Winter wärmer und das Wetter extremer. Darunter leiden neben den Menschen auch Natur und 96 +Tiere. Wir sind überzeugt, dass sich die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam lösen lassen, 97 +wir aber mit jeder einzelnen Maßnahme einen entscheidenden Anteil dazu beitragen können. 98 +Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass zwischen 21 % bis 37 % der 99 +gesamten globalen Treibhausgasemissionen auf unsere Ernährung zurückgehen. Eine Studie des World 100 +Wide Fund for Nature zeigt, dass 69 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland 101 +auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zurückzuführen ist, wovon wiederum 44% auf Fleisch und 25 102 +% auf Lebensmittel wie Butter, Milch, Eier und Käse entfallen. Pflanzliche Lebensmittel sind demzufolge für 103 +lediglich 1/3 der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden in etwa 104 +14,3 Kilogramm CO2 freigesetzt (genau genommen CO2 Äquivalente), für ein Kilogramm Schweinefleisch 105 +3,2 kg CO2 (Bundesumweltministerium). Ein Kilogramm Mischbrot benötigt 0,75 kg CO2 und ein Kilogramm 106 +Tomaten 0,2 kg CO2. Neben CO2 entstehen in der tierischen Landwirtschaft auch die treibhauswirksamen 107 +Gase Methan und Lachgas Diese Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung wie wir uns ernähren einen 108 +großen Einfluss auf die globale Erwärmung hat. 109 +Seite 3 110 +Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie 111 +Neben den Treibhausgasen ist zudem festzustellen, dass durch die Haltung von Tieren für die Produktion 112 +von tierischen Lebensmitteln erhebliche Ressourcen an Wasser und Futteranbaufläche benötigt werden. 113 +Beispielsweise braucht es zur Gewinnung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser, 4 bis 9 114 +Kilogramm Getreide und somit eine Nutzfläche von 30 bis 50 m², welche teilweise durch das Abholzen von 115 +Regenwäldern generiert wird. Die Flächen, welche derzeit für den Tierfutteranbau benutzt werden, könnten 116 +größtenteils für den Anbau menschlicher Ernährung verwendet werden und dadurch deren Effizienz 117 +vervielfacht werden. Derzeit hungern schätzungsweise 800 Millionen Menschen weltweit. Dieser Beschluss 118 +trägt einen kleinen Teil zur gerechten Ernährungsverteilung der Weltbevölkerung bei. 119 +Wir sehen in der Veränderung der Ernährungsweise auf den NAJU-Veranstaltungen einen simplen Weg, um 120 +effektiv klimafreundlicher zu werden. Da es bereits viele Menschen gibt, welche sich vegetarisch oder 121 +vegan ernähren, bieten alle Gastronomien bereits jetzt fleischlose Alternativen an, auf die zurückgegriffen 122 +werden kann. 123 +Durch den Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln stärken wir die lokalen 124 +Wertschöpfungsketten und verhindern lange Transportwege, so wie ganzjährlich beheizte und bewässerte 125 +Gewächshäuser. 126 +In Deutschland werden rund 761 Millionen Tiere jährlich geschlachtet. Dies sind 2 Millionen getötete 127 +Lebewesen täglich. Diese Zahl vermindern wir durch unsere Reduktion des Konsums von tierischen 128 +Lebensmitteln. 129 +Wir als NAJU Bayern sehen unser Handeln nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet. Daher 130 +nehmen wir die Idee der verantwortungsbewussten Ernährung ernst. Wir freuen uns, durch unser eigens 131 +verantwortetes Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten