Changes for page [2022] Resolution für eine umweltverträgliche Mobilitätswende
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... ... @@ -33,64 +33,72 @@ 33 33 \\Tempolimit 34 34 Die NAJU fordert ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 120 km/h sowie die 35 35 Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts. 36 +schluss: Resolution für eine umweltverträgliche Mobilitätswende 37 +41 Ein generelles Tempolimit von 120 km/h würde zum einen das Klima entlasten, da 38 +42 jährlich allein durch diese Maßnahme rund 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente 39 +43 eingespart würden. Zum Anderen würde die Anzahl und Schwere der Unfälle durch 40 +44 ein Tempolimit sinken. Ein Tempolimit kann zudem eine effektive Push-Maßnahme 41 +45 hin zu mehr ÖPNV darstellen. 42 +46 43 +47 Die Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts führt zu einem 44 +48 besseren, homogeneren Verkehrsfluss bei gleichzeitig nahezu zu 45 +49 vernachlässigenden Zeitverlusten. Dies führt zu einem geringeren 46 +50 Kraftstoffverbrauch des motorisierten Verkehrs. Darüber hinaus steigert diese 47 +51 die Verkehrssicherheit und damit die Attraktivität für Fahrradfahrer*innen und 48 +52 Fußgänger*innen. 49 +53 50 +54 Kein Straßenneubau 51 +55 Die NAJU fordert einen sofortigen Stopp aller Straßenneubauplanungen und ein 52 +56 Ende des Ausbaus von überörtlichen Straßenverbindungen. 53 +57 54 +58 Zu einer Mobilitätswende gehört die Stärkung des Umweltverbundes, vor allem auch 55 +59 in seiner finanziellen Unterstützung. Durch den Straßenbau werden in Deutschland 56 +60 viele finanzielle Mittel gebunden. Der Bau von Straßen schafft zudem eine 57 +61 Stärkung des motorisierten Individualverkehrs, die im Sinne einer 58 +62 Mobilitätswende nicht sinnvoll ist. Insbesondere der Straßenneubau zerstört 59 +63 Natur, zerschneidet Ökosysteme und führt zu einer fortwährenden 60 +64 Flächenversiegelung, die vor dem Hintergrund des 30-ha-Ziels der Bundesregierung 61 +65 und einer anzustrebenden Flächenneutralität auch abzulehnen ist. 62 +66 63 +67 Ausbau Schiene 64 +68 Die NAJU fordert einen massiven Ausbau und die Stärkung des Verkehrssystems 65 +69 Schiene sowohl für den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr als auch den 66 +70 Güterverkehr. 67 +71 68 +72 Verkehr, der über die Schiene abgewickelt wird, ist in vielerlei Hinsicht 69 +73 umweltverträglicher als Straßenverkehr. So verursachen Straßen-, S- und U-Bahnen 70 +74 je Person mit 55g/km CO2-Äquivalenten nur etwa 1/3 der durchschnittlichen 71 +75 Emissionen des PKW-Verkehrs von 154g/km CO2-Äquivalenten je Person. Würde der 72 +76 ÖPNV ausschließlich mit grünem Strom betrieben, würden die CO2-Emmissionen noch 73 +77 weiter sinken. Für den Transport einer Gütertonne werden je Kilometer mittels 74 +78 Güterbahn 16g CO2-Äquivalente freigesetzt, beim Transport via Binnenschiff 75 +79 werden mit 31g/tkm CO2-Äquivalenten fast doppelt so viel, beim Transport via LKW 76 +80 mit 111g/tkm CO2-Äquivalent fast siebenmal so viele Treibhausgase freigesetzt. 77 +81 Zur Steigerung bedarf es massiver Investitionen in die Digitalisierung, den 78 +82 Erhalt und den Ausbau der Schieneninfrastruktur. 79 +83 80 +84 Der ländliche Raum muss durch Streckenreaktivierungen und Streckenneubauten 81 +85 wieder stärker an den Schienenverkehr angeschlossen und durch intelligente 82 +86 Lösungen wie Schnellbusse oder On-Demand-Dienste muss ein attraktives ÖPNV 87 Angebot geschaffen werden. Gleichzeitig muss auch die ÖPNV-Infrastruktur und die 83 +88 Anbindung an lokale Zentren in Ballungsräumen verstärkt werden. Um den ÖPNV 84 +89 nachhaltig zu gestalten, müssen alle Strecken zeitnah elektrifiziert werden und 85 +90 bis 2030 ausschließlich durch Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. 86 +91 In Ballungszentren müssen lokale wie regionale Knoten ausgebaut und deutlich 87 +92 mehr Kapazität geschaffen werden. Eine Stärkung muss zudem insbesondere dem 88 +Seite 2 36 36 Beschluss: Resolution für eine umweltverträgliche Mobilitätswende 37 -Ein generelles Tempolimit von 120 km/h würde zum einen das Klima entlasten, da 38 -jährlich allein durch diese Maßnahme rund 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente 39 -eingespart würden. Zum Anderen würde die Anzahl und Schwere der Unfälle durch 40 -ein Tempolimit sinken. Ein Tempolimit kann zudem eine effektive Push-Maßnahme 41 -hin zu mehr ÖPNV darstellen. 42 -\\Die Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts führt zu einem 43 -besseren, homogeneren Verkehrsfluss bei gleichzeitig nahezu zu 44 -vernachlässigenden Zeitverlusten. Dies führt zu einem geringeren 45 -Kraftstoffverbrauch des motorisierten Verkehrs. Darüber hinaus steigert diese 46 -die Verkehrssicherheit und damit die Attraktivität für Fahrradfahrer*innen und 47 -Fußgänger*innen. 48 -\\Kein Straßenneubau 49 -Die NAJU fordert einen sofortigen Stopp aller Straßenneubauplanungen und ein 50 -Ende des Ausbaus von überörtlichen Straßenverbindungen. 51 -\\Zu einer Mobilitätswende gehört die Stärkung des Umweltverbundes, vor allem auch 52 -in seiner finanziellen Unterstützung. Durch den Straßenbau werden in Deutschland 53 -viele finanzielle Mittel gebunden. Der Bau von Straßen schafft zudem eine 54 -Stärkung des motorisierten Individualverkehrs, die im Sinne einer 55 -Mobilitätswende nicht sinnvoll ist. Insbesondere der Straßenneubau zerstört 56 -Natur, zerschneidet Ökosysteme und führt zu einer fortwährenden 57 -Flächenversiegelung, die vor dem Hintergrund des 30-ha-Ziels der Bundesregierung 58 -und einer anzustrebenden Flächenneutralität auch abzulehnen ist. 59 -\\Ausbau Schiene 60 -Die NAJU fordert einen massiven Ausbau und die Stärkung des Verkehrssystems 61 -Schiene sowohl für den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr als auch den 62 -Güterverkehr. 63 -\\Verkehr, der über die Schiene abgewickelt wird, ist in vielerlei Hinsicht 64 -umweltverträglicher als Straßenverkehr. So verursachen Straßen-, S- und U-Bahnen 65 -je Person mit 55g/km CO2-Äquivalenten nur etwa 1/3 der durchschnittlichen 66 -Emissionen des PKW-Verkehrs von 154g/km CO2-Äquivalenten je Person. Würde der 67 -ÖPNV ausschließlich mit grünem Strom betrieben, würden die CO2-Emmissionen noch 68 -weiter sinken. Für den Transport einer Gütertonne werden je Kilometer mittels 69 -Güterbahn 16g CO2-Äquivalente freigesetzt, beim Transport via Binnenschiff 70 -werden mit 31g/tkm CO2-Äquivalenten fast doppelt so viel, beim Transport via LKW 71 -mit 111g/tkm CO2-Äquivalent fast siebenmal so viele Treibhausgase freigesetzt. 72 -Zur Steigerung bedarf es massiver Investitionen in die Digitalisierung, den 73 -Erhalt und den Ausbau der Schieneninfrastruktur. 74 -\\Der ländliche Raum muss durch Streckenreaktivierungen und Streckenneubauten 75 -wieder stärker an den Schienenverkehr angeschlossen und durch intelligente 76 -Lösungen wie Schnellbusse oder On-Demand-Dienste muss ein attraktives ÖPNV - Angebot 77 -geschaffen werden. Gleichzeitig müssen auch die ÖPNV-Infrastruktur und die 78 -Anbindung an lokale Zentren in Ballungsräumen verstärkt werden. Um den ÖPNV 79 -nachhaltig zu gestalten, müssen alle Strecken zeitnah elektrifiziert werden und 80 -bis 2030 ausschließlich durch Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. 81 -In Ballungszentren müssen lokale wie regionale Knoten ausgebaut und deutlich 82 -mehr Kapazität geschaffen werden. Eine Stärkung muss zudem insbesondere dem 83 -Güterverkehr auf der Schiene zukommen. 84 -\\Verkehrsflächengestaltung 85 -Die NAJU fordert eine umweltverträgliche Umverteilung von Verkehrsflächen. Die 86 -bisherige Privilegierung des motorisierten Individualverkehrs muss überwunden 87 -werden. Daher braucht es künftig eine Bevorzugung von Fuß- und Radverkehr sowie 88 -des ÖPNV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr (MIV). Fahrradwege müssen 89 -dabei so ausgebaut werden, das sie ausreichend vor Kraftverkehr geschützt sind. 90 -Es reicht dabei nicht Linien für sogenannte Schutzstreifen und Angstweichen auf 91 -die Straße zu malen, sondern erfordert auf viel befahrenen Verkehrswegen eine 92 -echte bauliche Trennung. 93 -Gleichzeitig muss der Verkehrsbereich mit seiner intensiven Flächennutzung seiner Verantwortung 90 +93 Güterverkehr auf der Schiene zukommen. 91 +94 92 +95 Verkehrsflächengestaltung 93 +96 Die NAJU fordert eine umweltverträgliche Umverteilung von Verkehrsflächen. Die 94 +97 bisherige Privilegierung des motorisierten Individualverkehrs muss überwunden 95 +98 werden. Daher braucht es künftig eine Bevorzugung von Fuß- und Radverkehr sowie 96 +99 des ÖPNV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr (MIV). Fahrradwege müssen 97 +100 dabei so ausgebaut werden, das sie ausreichend vor Kraftverkehr geschützt sind. 98 +101 Es reicht dabei nicht Linien für sogenannte Schutzstreifen und Angstweichen auf 99 +102 die Straße zu malen, sondern erfordert auf viel befahrenen Verkehrswegen eine 100 +103 echte bauliche Trennung. Gleichzeitig muss 101 +104 der Verkehrsbereich mit seiner intensiven Flächennutzung seiner Verantwortung 94 94 105 einer sozialgerechten und nachhaltigen Gestaltung seiner Flächen nachkommen. 95 95 106 Dies bedeutet insbesondere die verstärkte Einbettung und den Ausbau grüner und 96 96 107 blauer Infrastruktur im Rahmen der Verkehrsflächenplanung. Verkehrsbegleitgrün