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... ... @@ -33,53 +33,48 @@
33 33  \\Tempolimit
34 34  Die NAJU fordert ein generelles Tempolimit auf Autobahnen von 120 km/h sowie die
35 35  Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts.
36 -schluss: Resolution für eine umweltverträgliche Mobilitätswende
37 -41 Ein generelles Tempolimit von 120 km/h würde zum einen das Klima entlasten, da
38 -42 jährlich allein durch diese Maßnahme rund 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente
39 -43 eingespart würden. Zum Anderen würde die Anzahl und Schwere der Unfälle durch
40 -44 ein Tempolimit sinken. Ein Tempolimit kann zudem eine effektive Push-Maßnahme
41 -45 hin zu mehr ÖPNV darstellen.
42 -46
43 -47 Die Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts führt zu einem
44 -48 besseren, homogeneren Verkehrsfluss bei gleichzeitig nahezu zu
45 -49 vernachlässigenden Zeitverlusten. Dies führt zu einem geringeren
46 -50 Kraftstoffverbrauch des motorisierten Verkehrs. Darüber hinaus steigert diese
47 -51 die Verkehrssicherheit und damit die Attraktivität für Fahrradfahrer*innen und
48 -52 Fußgänger*innen.
49 -53
50 -54 Kein Straßenneubau
51 -55 Die NAJU fordert einen sofortigen Stopp aller Straßenneubauplanungen und ein
52 -56 Ende des Ausbaus von überörtlichen Straßenverbindungen.
53 -57
54 -58 Zu einer Mobilitätswende gehört die Stärkung des Umweltverbundes, vor allem auch
55 -59 in seiner finanziellen Unterstützung. Durch den Straßenbau werden in Deutschland
56 -60 viele finanzielle Mittel gebunden. Der Bau von Straßen schafft zudem eine
57 -61 Stärkung des motorisierten Individualverkehrs, die im Sinne einer
58 -62 Mobilitätswende nicht sinnvoll ist. Insbesondere der Straßenneubau zerstört
59 -63 Natur, zerschneidet Ökosysteme und führt zu einer fortwährenden
60 -64 Flächenversiegelung, die vor dem Hintergrund des 30-ha-Ziels der Bundesregierung
61 -65 und einer anzustrebenden Flächenneutralität auch abzulehnen ist.
62 -66
63 -67 Ausbau Schiene
64 -68 Die NAJU fordert einen massiven Ausbau und die Stärkung des Verkehrssystems
65 -69 Schiene sowohl für den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr als auch den
66 -70 Güterverkehr.
67 -71
68 -72 Verkehr, der über die Schiene abgewickelt wird, ist in vielerlei Hinsicht
69 -73 umweltverträglicher als Straßenverkehr. So verursachen Straßen-, S- und U-Bahnen
70 -74 je Person mit 55g/km CO2-Äquivalenten nur etwa 1/3 der durchschnittlichen
71 -75 Emissionen des PKW-Verkehrs von 154g/km CO2-Äquivalenten je Person. Würde der
72 -76 ÖPNV ausschließlich mit grünem Strom betrieben, würden die CO2-Emmissionen noch
73 -77 weiter sinken. Für den Transport einer Gütertonne werden je Kilometer mittels
74 -78 Güterbahn 16g CO2-Äquivalente freigesetzt, beim Transport via Binnenschiff
75 -79 werden mit 31g/tkm CO2-Äquivalenten fast doppelt so viel, beim Transport via LKW
76 -80 mit 111g/tkm CO2-Äquivalent fast siebenmal so viele Treibhausgase freigesetzt.
77 -81 Zur Steigerung bedarf es massiver Investitionen in die Digitalisierung, den
78 -82 Erhalt und den Ausbau der Schieneninfrastruktur.
79 -83
80 -84 Der ländliche Raum muss durch Streckenreaktivierungen und Streckenneubauten
81 -85 wieder stärker an den Schienenverkehr angeschlossen und durch intelligente
82 -86 Lösungen wie Schnellbusse oder On-Demand-Dienste muss ein attraktives ÖPNV 87 Angebot geschaffen werden. Gleichzeitig muss auch die ÖPNV-Infrastruktur und die
36 +Beschluss: Resolution für eine umweltverträgliche Mobilitätswende
37 +Ein generelles Tempolimit von 120 km/h würde zum einen das Klima entlasten, da
38 +jährlich allein durch diese Maßnahme rund 2,6 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente
39 +eingespart würden. Zum Anderen würde die Anzahl und Schwere der Unfälle durch
40 +ein Tempolimit sinken. Ein Tempolimit kann zudem eine effektive Push-Maßnahme
41 +hin zu mehr ÖPNV darstellen.
42 +\\Die Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts führt zu einem
43 +besseren, homogeneren Verkehrsfluss bei gleichzeitig nahezu zu
44 +vernachlässigenden Zeitverlusten. Dies führt zu einem geringeren
45 +Kraftstoffverbrauch des motorisierten Verkehrs. Darüber hinaus steigert diese
46 +die Verkehrssicherheit und damit die Attraktivität für Fahrradfahrer*innen und
47 +Fußgänger*innen.
48 +\\Kein Straßenneubau
49 +Die NAJU fordert einen sofortigen Stopp aller Straßenneubauplanungen und ein
50 +Ende des Ausbaus von überörtlichen Straßenverbindungen.
51 +\\Zu einer Mobilitätswende gehört die Stärkung des Umweltverbundes, vor allem auch
52 +in seiner finanziellen Unterstützung. Durch den Straßenbau werden in Deutschland
53 +viele finanzielle Mittel gebunden. Der Bau von Straßen schafft zudem eine
54 +Stärkung des motorisierten Individualverkehrs, die im Sinne einer
55 +Mobilitätswende nicht sinnvoll ist. Insbesondere der Straßenneubau zerstört
56 +Natur, zerschneidet Ökosysteme und führt zu einer fortwährenden
57 +Flächenversiegelung, die vor dem Hintergrund des 30-ha-Ziels der Bundesregierung
58 +und einer anzustrebenden Flächenneutralität auch abzulehnen ist.
59 +\\Ausbau Schiene
60 +Die NAJU fordert einen massiven Ausbau und die Stärkung des Verkehrssystems
61 +Schiene sowohl für den öffentlichen Personennah- und Fernverkehr als auch den
62 +Güterverkehr.
63 +\\Verkehr, der über die Schiene abgewickelt wird, ist in vielerlei Hinsicht
64 +umweltverträglicher als Straßenverkehr. So verursachen Straßen-, S- und U-Bahnen
65 +je Person mit 55g/km CO2-Äquivalenten nur etwa 1/3 der durchschnittlichen
66 +Emissionen des PKW-Verkehrs von 154g/km CO2-Äquivalenten je Person. Würde der
67 +ÖPNV ausschließlich mit grünem Strom betrieben, würden die CO2-Emmissionen noch
68 +weiter sinken. Für den Transport einer Gütertonne werden je Kilometer mittels
69 +Güterbahn 16g CO2-Äquivalente freigesetzt, beim Transport via Binnenschiff
70 +werden mit 31g/tkm CO2-Äquivalenten fast doppelt so viel, beim Transport via LKW
71 +mit 111g/tkm CO2-Äquivalent fast siebenmal so viele Treibhausgase freigesetzt.
72 +Zur Steigerung bedarf es massiver Investitionen in die Digitalisierung, den
73 +Erhalt und den Ausbau der Schieneninfrastruktur.
74 +\\Der ländliche Raum muss durch Streckenreaktivierungen und Streckenneubauten
75 +wieder stärker an den Schienenverkehr angeschlossen und durch intelligente
76 +Lösungen wie Schnellbusse oder On-Demand-Dienste muss ein attraktives ÖPNV - Angebot
77 +geschaffen werden. Gleichzeitig muss auch die ÖPNV-Infrastruktur und die
83 83  88 Anbindung an lokale Zentren in Ballungsräumen verstärkt werden. Um den ÖPNV
84 84  89 nachhaltig zu gestalten, müssen alle Strecken zeitnah elektrifiziert werden und
85 85  90 bis 2030 ausschließlich durch Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.