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Title
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1 -Resolution ”Ausbau Erneuerbarer Energien - Zeit für einen Perspektivenwechsel zur Bewältigung von Klima- und Artenkrise!
1 +Resolution ”Ausbau Erneuerbarer Energien - Zeit für einen Perspektivenwechsel zur Bewältigung von Klima- und Artenkrise! (2022)
Content
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26 26  sich aus dem von Wissenschaftler*innen berechneten, global gerechten CO2-
27 27  Restbudget ergibt. Damit einher geht die Notwendigkeit, den jährlichen Zubau von
28 28  erneuerbaren Energien in Deutschland zu verdrei- bis zu verfünffachen.[1]Damit
29 -32 dies gelingt, ist eine deutliche Steigerung der Anzahl an On- und Offshore 33 Windenergieanlagen sowie die Förderung weiterer regenerativer Energiequellen in
30 -34 ganz Deutschland unabdingbar.[2]
31 -35 Längst ist wissenschaftlich belegt: Klimawandel und Artensterben sind keine
32 -36 getrennten Krisen sondern zusammenhängende Zwillingskrisen. Beide Krisen können
33 -37 und dürfen nicht singulär betrachtet werden. Erst recht können wir beide Krisen
34 -38 nicht singulär – ohne die andere zu betrachten – lösen. Die bereits spürbaren
35 -Beschluss: Resolution ”Ausbau Erneuerbarer Energien - Zeit für einen Perspektivenwechsel zur Bewältigung von
36 -Klima- und Artenkrise!”
37 -39 und noch prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels stellen eine der größten
38 -40 Bedrohungen der Biodiversität und somit unserer Lebensgrundlage dar.[3]
39 -41
40 -42 Auch im Sinne des Naturschutzes fordern wir daher einen schnellen, konsequenten
41 -43 und gesteuerten EE-Ausbau inklusive Windenergieanlagen.
42 -44
43 -45 Dem Ausbau von Winkraftanlagen ist nichts entgegenzusetzen, solange keine
44 -46 dringlichen Naturschutzgründe dagegen sprechen:
45 -47 Es geht nicht darum, den Ausbau von Windkraft kategorisch abzulehnen, jedoch
46 -48 sich situativ stets die Option offen zu halten, gegen Vorhaben zu klagen.
47 -49 Klimakrise und Biodiversitätskrise schließen sich nicht aus sondern gehen Hand
48 -50 in Hand. Eine Ablehnung des Ausbaus der erneuerbaren Energien ist daher auch
49 -51 eine Ablehnung des Artenschutzes selbst. Klagen aufgrund persönlicher Vorbehalte
50 -52 unter dem Deckmantel des Artenschutzes lehnen wir strikt ab, denn sie schwächen
51 -53 die Legitimität naturschutzfachlich fundierter Klagen, die in einzelnen Fällen
52 -54 unumgänglich sind.
53 -55
54 -56
55 -57
56 -58
57 -59
58 -60
59 -61 Um den erforderlichen Ausbau erneuerbarer Energien zu schaffen, ist es
60 -62 notwendig, sich primär an dem übergeordneten Ziel, der Bekämpfung der
61 -63 Zwillingskrisen Klimakrise
62 -64 und Artensterben zu orientieren.
63 -65
64 -66 Die Ausweisung der
65 -67 bundesgesetzlich vorgeschriebenen 2% der Bundesflächen für die Windenergie muss
66 -68 schnellstmöglich, koordiniert und naturverträglich von den Ländern erfolgen. Die
67 -69 Ausweisung weiterer Flächen für den Bau von weiteren EE-Anlagen wird von derNAJU
68 -70 gefordert.
69 -71
70 -72
71 -73 [1] Vgl. Wuppertal Institut (2020). CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines
72 -74 deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze. Bericht. Wuppertal. S. 10,
73 -75 73 14
74 -76
75 -77 [2] IPCC, 2022: Summary for Policymakers. In: Climate Change 2022: Mitigation of
76 -78 75 Climate Change. Contribution of Working Group III to the Sixth Assessment
77 -79 Report 76 of the Intergovernmental Panel on Climate Change. S. 42 (Figure SPM.7)
78 -80
79 -81 [3] IPBES (2019): Summary for policymakers of the global assessment report on 78
80 -82 biodiversity and ecosystem services of the Intergovernmental Science-Policy 79
81 -83 Platform on Biodiversity and Ecosystem Services. IPBES secretariat, Bonn,
82 -84 Germany.S 13
29 +dies gelingt, ist eine deutliche Steigerung der Anzahl an On- und Offshore 33
30 +Windenergieanlagen sowie die Förderung weiterer regenerativer Energiequellen in
31 +ganz Deutschland unabdingbar.[2]
32 +Längst ist wissenschaftlich belegt: Klimawandel und Artensterben sind keine
33 +getrennten Krisen sondern zusammenhängende Zwillingskrisen. Beide Krisen können
34 +und dürfen nicht singulär betrachtet werden. Erst recht können wir beide Krisen
35 +nicht singulär – ohne die andere zu betrachten – lösen. Die bereits spürbaren
36 +und noch prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels stellen eine der größten
37 +Bedrohungen der Biodiversität und somit unserer Lebensgrundlage dar.[3]
38 +\\Auch im Sinne des Naturschutzes fordern wir daher einen schnellen, konsequenten
39 +und gesteuerten EE-Ausbau inklusive Windenergieanlagen.
40 +\\Dem Ausbau von Winkraftanlagen ist nichts entgegenzusetzen, solange keine
41 +dringlichen Naturschutzgründe dagegen sprechen:
42 +Es geht nicht darum, den Ausbau von Windkraft kategorisch abzulehnen, jedoch
43 +sich situativ stets die Option offen zu halten, gegen Vorhaben zu klagen.
44 +Klimakrise und Biodiversitätskrise schließen sich nicht aus sondern gehen Hand
45 +in Hand. Eine Ablehnung des Ausbaus der erneuerbaren Energien ist daher auch
46 +eine Ablehnung des Artenschutzes selbst. Klagen aufgrund persönlicher Vorbehalte
47 +unter dem Deckmantel des Artenschutzes lehnen wir strikt ab, denn sie schwächen
48 +die Legitimität naturschutzfachlich fundierter Klagen, die in einzelnen Fällen
49 +unumgänglich sind.
50 +\\\\Um den erforderlichen Ausbau erneuerbarer Energien zu schaffen, ist es
51 +notwendig, sich primär an dem übergeordneten Ziel, der Bekämpfung der
52 +Zwillingskrisen Klimakrise
53 +und Artensterben zu orientieren.
54 +Die Ausweisung der
55 +bundesgesetzlich vorgeschriebenen 2% der Bundesflächen für die Windenergie muss
56 +schnellstmöglich, koordiniert und naturverträglich von den Ländern erfolgen. Die
57 +Ausweisung weiterer Flächen für den Bau von weiteren EE-Anlagen wird von derNAJU
58 +gefordert.
59 +\\\\[1] Vgl. Wuppertal Institut (2020). CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines
60 +deutschen Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze. Bericht. Wuppertal. S. 10,14
61 +[2] IPCC, 2022: Summary for Policymakers. In: Climate Change 2022: Mitigation of
62 +Climate Change. Contribution of Working Group III to the Sixth Assessment
63 +Report 76 of the Intergovernmental Panel on Climate Change. S. 42 (Figure SPM.7)
64 +[3] IPBES (2019): Summary for policymakers of the global assessment report on 78
65 +biodiversity and ecosystem services of the Intergovernmental Science-Policy 79
66 +Platform on Biodiversity and Ecosystem Services. IPBES secretariat, Bonn,
67 +Germany.S 13
83 83  
84 84