Wiki source code of Positionspapier Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
Version 1.2 by Theresa König on 2026/02/21 15:13
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| author | version | line-number | content |
|---|---|---|---|
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1.1 | 1 | Antragstext |
| 2 | Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst mess- und sichtbar. Die | ||
| 3 | gesellschaftlichen und historischen Ursachen sind vielfach wissenschaftlich | ||
| 4 | belegt. Neben erheblichen sozialen und ökonomischen Problemen drohen durch eine | ||
| 5 | weitere Erhitzung des globalen Klimas irreversible Schäden für Natur und Umwelt. | ||
| 6 | Wir leben im Zeitalter des Kapitalozäns: Der Ursprung der Klimakrise liegt in | ||
| 7 | kapitalistischen und kolonialen Strukturen.[i] Daher sind Länder und Menschen | ||
| 8 | des Globalen Nordens1 in besonderem Maße für die Klimakrise verantwortlich. | ||
| 9 | Historisch gesehen haben sie den Großteil der Treibhausgasemissionen | ||
| 10 | ausgestoßen.[ii] Trotzdem sind Länder und Menschen des Globalen Südens1 schon | ||
| 11 | seit Generationen am stärksten von den Folgen der Umweltausbeutung und der | ||
| 12 | Klimakrise betroffen. Sie gründeten Widerstands- und Umweltbewegungen dagegen. | ||
| 13 | Zudem spüren insbesondere junge und nachfolgende Generationen, von (Mehrfach- | ||
| 14 | )Diskriminierung betroffene Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen | ||
| 15 | die Auswirkungen der Klimakrise in besonderem Maße. | ||
| 16 | 1 Die Begriffe "Globaler Norden" und "Globaler Süden“ verweisen nicht auf | ||
| 17 | geografische Kategorien. „Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im | ||
| 18 | globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und | ||
| 19 | ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine | ||
| 20 | mit Vorteilen bedachte Position. Die Einteilung verweist auf die | ||
| 21 | unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als | ||
| 22 | vor allem Profitierende und einmal als vornehmlich Ausgebeutete“ (glokal | ||
| 23 | 2013). | ||
| 24 | Quelle: glokal 2013: Mit kolonialen Grüßen. Berichte und Erzählungen von | ||
| 25 | Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet. URL: | ||
| 26 | https:~/~/www.glokal.org/wp content/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf, | ||
| 27 | S. 8, aufgerufen am 23.09.2023. | ||
| 28 | Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale | ||
| 29 | Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die | ||
| 30 | globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und | ||
| 31 | Anstrengungen zu unternehmen, eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius | ||
| 32 | anzustreben. Im März 2023 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen | ||
| 33 | sechsten Sachstandsbericht, der die gravierende Handlungslücke zur Einhaltung | ||
| 34 | des 1,5 Grad-Ziels deutlich unterstreicht.[iii] Das Fenster, in dem die | ||
| 35 | Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wird sich in wenigen Jahren | ||
| 36 | schließen. Die bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen der Staaten reichen | ||
| 37 | nicht aus, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Jedes | ||
| 38 | Zehntelgrad Erwärmung hat schwerwiegende Konsequenzen. Unter anderem werden | ||
| 39 | Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, Biodiversität geht verloren, Konflikte um | ||
| 40 | natürliche Ressourcen nehmen zu, Extremwetterereignisse treten vermehrt auf und | ||
| 41 | Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und Heimat. Dies ist ein unhaltbarer | ||
| 42 | Zustand. | ||
| 43 | \\Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 44 | Seite 2 | ||
| 45 | Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb | ||
| 46 | fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von | ||
| 47 | Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische | ||
| 48 | Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung | ||
| 49 | der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen. | ||
| 50 | Daher fordern wir: | ||
| 51 | \\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung | ||
| 52 | sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem | ||
| 53 | 1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen | ||
| 54 | Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in | ||
| 55 | Deutschland auf Nettonull bis 2035 gesenkt werden. | ||
| 56 | \\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen | ||
| 57 | Kohleausstieg in Deutschland bis 2030. | ||
| 58 | \\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um | ||
| 59 | mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen | ||
| 60 | der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040. | ||
| 61 | \\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden | ||
| 62 | als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, | ||
| 63 | während der Globale Süden am stärksten von den Folgen betroffen ist. | ||
| 64 | \\5.Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs | ||
| 65 | zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale | ||
| 66 | Machtstrukturen müssen konsequent abgebaut werden. | ||
| 67 | \\6.Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- | ||
| 68 | Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, | ||
| 69 | (mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen | ||
| 70 | und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und | ||
| 71 | Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden. | ||
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1.2 | 72 | \\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und |
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1.1 | 73 | Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color). |
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1.2 | 74 | \\8.Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den |
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1.1 | 75 | Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland |
| 76 | eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb | ||
| 77 | der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen. | ||
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1.2 | 78 | |
| 79 | 9.Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im | ||
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1.1 | 80 | Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens. |
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1.2 | 81 | \\10.Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der |
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1.1 | 82 | Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen. |
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1.2 | 83 | \\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen |
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1.1 | 84 | Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue |
| 85 | Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten | ||
| 86 | von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl | ||
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1.2 | 87 | Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche |
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1.1 | 88 | Erläuterung und Begründung unserer Forderungen |
| 89 | Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste | ||
| 90 | bereitstellen. | ||
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1.2 | 91 | \\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache |
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1.1 | 92 | und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende |
| 93 | Menschen. | ||
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1.2 | 94 | \\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als |
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1.1 | 95 | natürliche Kohlenstoffsenken. |
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1.2 | 96 | \\Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume |
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1.1 | 97 | schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für |
| 98 | Landwirt*innen gesichert sein. | ||
| 99 | 93 14. | ||
| 100 | 94 | ||
| 101 | 95 | ||
| 102 | Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei | ||
| 103 | die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land | ||
| 104 | berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert | ||
| 105 | werden. | ||
| 106 | 96 15. | ||
| 107 | 97 | ||
| 108 | 98 | ||
| 109 | 99 | ||
| 110 | Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und | ||
| 111 | Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der | ||
| 112 | notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und | ||
| 113 | außerschulischer Bildungsarbeit. | ||
| 114 | 100 16. | ||
| 115 | 101 | ||
| 116 | 102 | ||
| 117 | 103 | ||
| 118 | Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und | ||
| 119 | marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen | ||
| 120 | auf allen Ebenen. | ||
| 121 | 104 17. | ||
| 122 | 105 | ||
| 123 | 106 | ||
| 124 | Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle | ||
| 125 | Probleme löst. | ||
| 126 | 107 18. | ||
| 127 | 108 | ||
| 128 | 109 | ||
| 129 | Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für | ||
| 130 | Umweltfragen den Rahmen für den angemessenen und notwendigen Beitrag | ||
| 131 | Deutschlands zur Einhaltung der Pariser Klimaziele vor. Bei linearer | ||
| 132 | Reduktion der Emissionen (basierend auf 2019) müsste Deutschland ab 2038 | ||
| 133 | klimaneutral sein.[iv] Von Fridays for Future Deutschland beauftragt, hat | ||
| 134 | das Wuppertal Institut in einer Studie ermittelt, wie Klimaneutralität | ||
| 135 | bereits 2035 machbar wäre.[v] Dafür notwendig sind ambitionierte | ||
| 136 | Investitionen und ein gesellschaftlicher Umbau. So wird sichergestellt, | ||
| 137 | dass der deutsche Anteil am verbleibenden globalen CO2-Budget für das 1,5 | ||
| 138 | Grad-Ziel nicht überproportional beansprucht wird. | ||
| 139 | 110 1. | ||
| 140 | 111 | ||
| 141 | 112 | ||
| 142 | 113 | ||
| 143 | 114 | ||
| 144 | 115 | ||
| 145 | 116 | ||
| 146 | 117 | ||
| 147 | 118 | ||
| 148 | 119 | ||
| 149 | Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen | ||
| 150 | ambitionierter Klimaziele. Insbesondere der Ausbau von Windkraft- und | ||
| 151 | Photovoltaikanlagen muss dazu massiv vorangetrieben werden. Eine | ||
| 152 | vollständige klimaneutrale Stromversorgung mit Erneuerbaren bis 2035 ist | ||
| 153 | umsetzbar[vi]und von elementarer Bedeutung. Dazu braucht es erhebliche | ||
| 154 | Investitionen in die Forschung zu erneuerbaren Energien sowie zu Leitungs und Speichertechnologien, den großflächigen Ausbau dieser und den Abbau | ||
| 155 | struktureller und bürokratischer Hürden. Um Erneuerbare Energien mit | ||
| 156 | 120 2. | ||
| 157 | 121 | ||
| 158 | 122 | ||
| 159 | 123 | ||
| 160 | 124 | ||
| 161 | 125 | ||
| 162 | 126 | ||
| 163 | 127 | ||
| 164 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 165 | Seite 4 | ||
| 166 | Arten- und Naturschutz zu vereinen, müssen Herausforderungen deutlich | ||
| 167 | adressiert und abgewogen werden, Fachpersonal befragt und regionale | ||
| 168 | Lösungen umgesetzt werden.[vii] Die Einbindung der Bürger*innen vor Ort | ||
| 169 | ist fundamental für die Akzeptanz der notwendigen Energiewende. | ||
| 170 | Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der Ausstieg aus fossilen | ||
| 171 | Energiträgern schnell eingeleitet werden. Dafür muss Deutschland bis 2030 | ||
| 172 | aus der Kohleverstromung aussteigen. | ||
| 173 | 128 | ||
| 174 | 129 | ||
| 175 | 130 | ||
| 176 | 131 | ||
| 177 | 132 | ||
| 178 | 133 | ||
| 179 | 134 | ||
| 180 | Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg | ||
| 181 | gemacht. Mit ihrer langfristigen Klimastrategie legt sich die EU fest, bis | ||
| 182 | 2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Die Erhöhung des europäischen | ||
| 183 | Reduktionsziels bis 2030 auf 55 Prozent kann hier nur ein erster Schritt | ||
| 184 | sein und muss zeitnah weiter auf 65 Prozent netto (d.h. ohne Anrechnung | ||
| 185 | von Senken) angehoben werden, um auch international ein wichtiges Zeichen | ||
| 186 | zu setzen.[viii] | ||
| 187 | 135 3. | ||
| 188 | 136 | ||
| 189 | 137 | ||
| 190 | 138 | ||
| 191 | 139 | ||
| 192 | 140 | ||
| 193 | 141 | ||
| 194 | Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle | ||
| 195 | als Hauptverursacher*innen der Klimakrise bewusst werden, dementsprechend | ||
| 196 | Verantwortung übernehmen und für Schäden und Verluste aufkommen. Sie sind | ||
| 197 | historisch für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen | ||
| 198 | verantwortlich und profitieren wirtschaftlich am meisten.[ii] Die Folgen | ||
| 199 | der Klimakrise spüren jedoch nicht alle Länder gleichermaßen. Länder und | ||
| 200 | Menschen des Globalen Südens sind am stärksten von der Klimakrise | ||
| 201 | betroffen. Die von Ländern des Globalen Nordens (insbesondere der EU) | ||
| 202 | forcierten Freihandelsabkommen verschärfen und verfestigen diese | ||
| 203 | Ungleichheiten zusätzlich, indem beispielsweise Umweltprobleme in Länder | ||
| 204 | des Globalen Südens ausgelagert werden. | ||
| 205 | 142 4. | ||
| 206 | 143 | ||
| 207 | 144 | ||
| 208 | 145 | ||
| 209 | 146 | ||
| 210 | 147 | ||
| 211 | 148 | ||
| 212 | 149 | ||
| 213 | 150 | ||
| 214 | 151 | ||
| 215 | 152 | ||
| 216 | Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise | ||
| 217 | verschleppt, versklavt und getötet. Dieses Unterdrückungssystem beruhte | ||
| 218 | auf einer Rassifizierung von Menschen, das heißt auf der Erfindung von | ||
| 219 | hierarchisch geordneten „Menschenrassen“. Dabei ordneten sich weiße | ||
| 220 | Menschen selbst positive Eigenschaften zu, den kolonialisierten, | ||
| 221 | versklavten Menschen ordneten sie hingegen gegensätzliche negative | ||
| 222 | Eigenschaften zu. Neben der Einteilung in Schwarze und weiße Menschen | ||
| 223 | wurde die Welt in weitere hierarchisch geordnete, binäre Gegensatzpaare | ||
| 224 | geteilt, unter anderem in die Kategorien Mann und Frau, heterosexuell und | ||
| 225 | homosexuell, nicht be_hindert und be_hindert usw. Durch diese koloniale | ||
| 226 | Einteilung der Welt schufen sich die Europäer*innen eine Rechtfertigung, | ||
| 227 | um die kolonisierten Menschen auszubeuten, zu unterdrücken und | ||
| 228 | abzuwerten.[ix] | ||
| 229 | Die Bildung von Gegensatzpaaren machte auch vor der Natur keinen Halt: | ||
| 230 | weiße Menschen schrieben kolonisierten Menschen zu, primitiv und naturnah | ||
| 231 | zu sein. Zugleich waren sie der Ansicht, dass sie selbst durch ihr | ||
| 232 | rationales Denken von der Natur entkoppelt seien. Die Natur wird in diesem | ||
| 233 | Denken zu etwas Gestaltbaren und Beherrschbaren. Zugleich wird verleugnet, | ||
| 234 | dass der Mensch als biologisches Wesen Teil von der Natur ist und von | ||
| 235 | natürlichen Ökosystemen abhängig ist. Durch die Abwertung von Natur hat | ||
| 236 | das koloniale Denken die Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen | ||
| 237 | 153 5. | ||
| 238 | 154 | ||
| 239 | 155 | ||
| 240 | 156 | ||
| 241 | 157 | ||
| 242 | 158 | ||
| 243 | 159 | ||
| 244 | 160 | ||
| 245 | 161 | ||
| 246 | 162 | ||
| 247 | 163 | ||
| 248 | 164 | ||
| 249 | 165 | ||
| 250 | 166 | ||
| 251 | 167 | ||
| 252 | 168 | ||
| 253 | 169 | ||
| 254 | 170 | ||
| 255 | 171 | ||
| 256 | 172 | ||
| 257 | 173 | ||
| 258 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 259 | Seite 5 | ||
| 260 | zugunsten von Profiten ermöglicht. Die Klimakrise hat ihre Wurzeln in | ||
| 261 | diesem Denken. | ||
| 262 | 174 | ||
| 263 | 175 | ||
| 264 | Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus | ||
| 265 | müssen anerkannt und beendet werden, um Klimagerechtigkeit zu | ||
| 266 | schaffen.[ix] | ||
| 267 | 176 1. | ||
| 268 | 177 | ||
| 269 | 178 | ||
| 270 | 179 | ||
| 271 | Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus | ||
| 272 | (Diskriminierung von be_hinderten Menschen) oder Ageism (Diskriminierung | ||
| 273 | aufgrund des Alters) stellen soziale Ungleichheits- und Machtverhältnisse | ||
| 274 | dar und wirken intersektional.[x] Sie drängen bestimmte gesellschaftliche | ||
| 275 | Gruppen an die gesellschaftlichen Ränder. Von (Mehrfach-)Diskriminierung | ||
| 276 | betroffene Gruppen haben daher in der Regel weniger ökonomische Ressourcen | ||
| 277 | und gesellschaftliche Einflussmöglichkeiten. Sie können sich selbst nicht | ||
| 278 | im gleichen Maße vor Klimafolgen absichern und werden in staatlichen | ||
| 279 | Maßnahmen nicht unbedingt gleichermaßen berücksichtigt. So bekommen | ||
| 280 | marginalisierte Gruppen die Folgen der globalen Erwärmung am stärksten zu | ||
| 281 | spüren. Sie sind von der Klimakrise besonders betroffen, obwohl sie wenig | ||
| 282 | zur Erderwärmung beigetragen haben.[xi] | ||
| 283 | Gendergerechtigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für | ||
| 284 | Klimagerechtigkeit, da FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, Inter, | ||
| 285 | Nichtbinär, Trans, Agender) vor allem Personen aus dem Globalen Süden, | ||
| 286 | sehr stark von der Klimakrise betroffen sind.[xii] Insbesondere in den | ||
| 287 | Bereichen der Organisation der Erwerbs- und Sorgearbeit, des Zugangs zu | ||
| 288 | Ressourcen, Gesundheitsvorsorge und politischer Beteiligung sind diese | ||
| 289 | stark benachteiligt. Sie haben meist einen geringeren sozialen Status, | ||
| 290 | sowie weniger politische und wirtschaftliche Macht als Männer. Dies geht | ||
| 291 | insbesondere auf die historisch bedingte androzentrische | ||
| 292 | (männerzentrierte) Sichtweise in Institutionen und Politik zurück. | ||
| 293 | Deswegen fordern wir das Aufbrechen der patriarchalen Strukturen sowie | ||
| 294 | eine verstärkte Sichtbarkeit und Unterstützung von FLINTA*-Personen, | ||
| 295 | (mehrfach-) diskriminierte Menschen sowie Menschen in prekären | ||
| 296 | Lebenssituationen. | ||
| 297 | 180 6. | ||
| 298 | 181 | ||
| 299 | 182 | ||
| 300 | 183 | ||
| 301 | 184 | ||
| 302 | 185 | ||
| 303 | 186 | ||
| 304 | 187 | ||
| 305 | 188 | ||
| 306 | 189 | ||
| 307 | 190 | ||
| 308 | 191 | ||
| 309 | 192 | ||
| 310 | 193 | ||
| 311 | 194 | ||
| 312 | 195 | ||
| 313 | 196 | ||
| 314 | 197 | ||
| 315 | 198 | ||
| 316 | 199 | ||
| 317 | 200 | ||
| 318 | 201 | ||
| 319 | 202 | ||
| 320 | 203 | ||
| 321 | 204 | ||
| 322 | 205 | ||
| 323 | Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im | ||
| 324 | öffentlichen Fokus. Bewegungen von BIPoC (Black, Indigenous and People of | ||
| 325 | Color) werden dabei meistens außer Acht gelassen und vernachlässigt – nur | ||
| 326 | selten wird in den Medien über sie berichtet. Jedoch kämpfen BIPoC Aktivist*innen schon seit Jahrzehnten gegen die Auswirkungen der | ||
| 327 | Klimakrise sowie gegen strukturelle Unterdrückungsmuster. Die Arbeit und | ||
| 328 | das Engagement von insbesondere jungen BIPoC-Aktivist*innen müssen | ||
| 329 | sichtbar gemacht und anerkannt werden, da gerade sie besonders stark von | ||
| 330 | den Folgen der Klimakrise betroffen sind. (Einige Kurzvorstellungen von | ||
| 331 | BIPoC-Klimaaktivist*innen können in der kostenlosen Broschüre | ||
| 332 | „Kolonialismus und Klimakrise. Über 500 Jahre Widerstand“ nachgelesen | ||
| 333 | werden.[ix]) Auch Widerstandsbewegungen von BIPoC bekommen wenig | ||
| 334 | Aufmerksamkeit, obwohl sie sich schon früh bildeten. Widerstandsbewegungen | ||
| 335 | von BIPoC-Aktivist*innen fordern, Umweltprobleme nicht isoliert zu | ||
| 336 | betrachten. Stattdessen sollten sie als soziale Probleme behandelt werden, | ||
| 337 | die ihren Ursprung in gesellschaftlichen Hierarchien und | ||
| 338 | Ausbeutungssystemen haben. Durch die öffentliche Vernachlässigung von | ||
| 339 | BIPoC-Protesten wird das falsche Bild geschaffen, Menschen aus dem | ||
| 340 | 206 7. | ||
| 341 | 207 | ||
| 342 | 208 | ||
| 343 | 209 | ||
| 344 | 210 | ||
| 345 | 211 | ||
| 346 | 212 | ||
| 347 | 213 | ||
| 348 | 214 | ||
| 349 | 215 | ||
| 350 | 216 | ||
| 351 | 217 | ||
| 352 | 218 | ||
| 353 | 219 | ||
| 354 | 220 | ||
| 355 | 221 | ||
| 356 | 222 | ||
| 357 | 223 | ||
| 358 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 359 | Seite 6 | ||
| 360 | Globalen Süden seien nicht am Umwelt- und Klimaschutz interessiert. Dies | ||
| 361 | ist auf die Ideologie des weißen Naturschutzes zurückzuführen, die im | ||
| 362 | Kolonialismus verwurzelt ist.[ix] | ||
| 363 | 224 | ||
| 364 | 225 | ||
| 365 | 226 | ||
| 366 | Deutschland als einer der größten globalen Emittenten und als Land mit | ||
| 367 | starken ökonomischen und technologischen Möglichkeiten trägt eine | ||
| 368 | besondere Verantwortung. Deshalb muss Deutschland auch innerhalb der EU | ||
| 369 | und auf internationaler Ebene für ambitionierte Reduktionsziele und | ||
| 370 | konsequente Klimaschutzmaßnahmen eintreten. Insbesondere bei der | ||
| 371 | Ausgestaltung von internationalen Handelsmechanismen mit CO2-Emissionen | ||
| 372 | fordern wir die Bundesregierung auf, für eine robuste, faire und sichere | ||
| 373 | Ausgestaltung einzutreten, damit es, anders als unter dem Kyoto-Protokoll, | ||
| 374 | nicht zu massivem Missbrauch kommt. Dies bedeutet, dass die | ||
| 375 | Anrechenbarkeit von Zertifikaten aus dem Kyoto-Mechanismus stark | ||
| 376 | reglementiert und eingeschränkt werden muss. Zudem müssen Doppelzählungen | ||
| 377 | und Schlupflöcher im Regelwerk ausgeschlossen werden und eine zusätzliche | ||
| 378 | Reduktion der CO2-Emissionen erwirkt werden.[xiii] | ||
| 379 | 227 8. | ||
| 380 | 228 | ||
| 381 | 229 | ||
| 382 | 230 | ||
| 383 | 231 | ||
| 384 | 232 | ||
| 385 | 233 | ||
| 386 | 234 | ||
| 387 | 235 | ||
| 388 | 236 | ||
| 389 | 237 | ||
| 390 | 238 | ||
| 391 | 239 | ||
| 392 | Länder und Menschen des Globalen Nordens profitieren von der | ||
| 393 | Ressourcenausbeutung des Globalen Südens. Dies hat seinen Ursprung in der | ||
| 394 | Kolonialzeit und hält bis heute an. Eine große Rolle spielt außerdem das | ||
| 395 | kapitalistische System, dass insbesondere auf Profit und Gewinn aus ist. | ||
| 396 | Unter anderem werden zugunsten des Globalen Nordens Rohstoffe sehr günstig | ||
| 397 | importiert.[ix] So kommt es zu einer Ausbeutung von Tieren, Pflanzen, | ||
| 398 | Menschen und Ökosystemen des Globalen Südens, die die Kosten unseres | ||
| 399 | Lebensstils tragen.[xiv] | ||
| 400 | 240 9. | ||
| 401 | 241 | ||
| 402 | 242 | ||
| 403 | 243 | ||
| 404 | 244 | ||
| 405 | 245 | ||
| 406 | 246 | ||
| 407 | 247 | ||
| 408 | 10. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt - | ||
| 409 | wenn auch in ungleichem Maße - zu spüren. Szenarien zu erstellen, um | ||
| 410 | diese greifbar zu machen, kann nur ein erster Schritt sein. Die | ||
| 411 | aktive und zeitnahe Einrichtung beziehungsweise Anpassung von | ||
| 412 | Entwässerungsanlagen oder Warnsystemen kann nicht schnell genug | ||
| 413 | erfolgen. Grundsätzlich müssen Städte- und Häuserbau ebenso neu | ||
| 414 | gedacht werden, wie viele andere Wirtschaftsbereiche auch.[xv] Eine | ||
| 415 | besondere Bedeutung bei der Stadtentwicklung kommt dabei der | ||
| 416 | Entsieglung von Flächen und dem Schaffen von Blau-Grüner Infrastruktur insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen zu. Gerade | ||
| 417 | in sozioökonomisch schwächeren Stadtteilen gibt es häufig einen | ||
| 418 | hohen Anteil versiegelter Flächen, die sich im Sommer besonders | ||
| 419 | stark aufheizen und so zu einem schlechteren Mikroklima führen. | ||
| 420 | Aktiver Naturschutz sowie die Renaturierung und der Erhalt von | ||
| 421 | Ökosystemen wie (Au-)Wäldern oder Mooren tragen aktiv zur Prävention | ||
| 422 | bei. Dieser Umbau bietet durchaus Chancen: Es entstehen neue | ||
| 423 | Möglichkeiten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen | ||
| 424 | Zusammenlebens. Hinzu kommt: Wer jetzt proaktiv investiert und | ||
| 425 | Anstrengungen unternimmt, die Klimakrise einzudämmen, zahlt heute | ||
| 426 | einen geringeren finanziellen sowie gesellschaftlichen Preis, als | ||
| 427 | 248 1. | ||
| 428 | 249 | ||
| 429 | 250 | ||
| 430 | 251 | ||
| 431 | 252 | ||
| 432 | 253 | ||
| 433 | 254 | ||
| 434 | 255 | ||
| 435 | 256 | ||
| 436 | 257 | ||
| 437 | 258 | ||
| 438 | 259 | ||
| 439 | 260 | ||
| 440 | 261 | ||
| 441 | 262 | ||
| 442 | 263 | ||
| 443 | 264 | ||
| 444 | 265 | ||
| 445 | 266 | ||
| 446 | 267 | ||
| 447 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 448 | Seite 7 | ||
| 449 | wenn in einigen Jahren ad-hoc Schutz- und Anpassungsmaßnahmen | ||
| 450 | umgesetzt werden müssen. | ||
| 451 | 268 | ||
| 452 | 269 | ||
| 453 | Bereits jetzt wird deutlich, dass die größten Schäden und Verluste | ||
| 454 | diejenigen Länder treffen, die einen sehr geringen Anteil zu den globalen | ||
| 455 | Treibhausgasemissionen beigetragen haben und zugleich nicht über die | ||
| 456 | notwendigen Ressourcen verfügen, sich gegen die Schäden präventiv zu | ||
| 457 | schützen. Deutschland muss als reiche Industrienation seine Verantwortung | ||
| 458 | anerkennen und einen relevanten Beitrag zur Klimafinanzierung leisten. | ||
| 459 | Dies muss in den Bereichen Emissionsminderung, Anpassung sowie | ||
| 460 | Klimawandelschäden und -verluste erfolgen. Bislang hält die Gruppe | ||
| 461 | wohlhabender Länder ihr Versprechen nicht, von 2020 bis 2025 jährlich 100 | ||
| 462 | Milliarden US-Dollar Klimafinanzierung für Länder des Globalen Südens | ||
| 463 | bereitzustellen. Die Bundesregierung muss sich für die Erfüllung des Ziels | ||
| 464 | stark machen und den eigenen Anteil von mindestens 8 Milliarden US-Dollar | ||
| 465 | pro Jahr bis 2025 absichern. Das neue Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss | ||
| 466 | sich an den Bedarfen der am stärksten von der Klimakrise betroffenen | ||
| 467 | Länder ausrichten. Ein deutscher Anteil von 10 Prozent an der Gesamtsumme | ||
| 468 | muss sichergestellt werden.[xvi] Darüber hinaus muss sich die | ||
| 469 | Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Staatengemeinschaft die | ||
| 470 | internationalen Finanzströme im Sinne des Klima- und Artenschutzes | ||
| 471 | kanalisiert und steuert. | ||
| 472 | 270 11. | ||
| 473 | 271 | ||
| 474 | 272 | ||
| 475 | 273 | ||
| 476 | 274 | ||
| 477 | 275 | ||
| 478 | 276 | ||
| 479 | 277 | ||
| 480 | 278 | ||
| 481 | 279 | ||
| 482 | 280 | ||
| 483 | 281 | ||
| 484 | 282 | ||
| 485 | 283 | ||
| 486 | 284 | ||
| 487 | 285 | ||
| 488 | 286 | ||
| 489 | 287 | ||
| 490 | 288 | ||
| 491 | Bereits heute beeinflusst die Klimakrise und die daraus resultierende | ||
| 492 | Umweltzerstörung die Lebensumstände vieler Menschen so sehr, dass sie | ||
| 493 | gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Sowohl nach der Genfer | ||
| 494 | Flüchtlingskonvention als auch nach dem deutschen Asylrecht steht diesen | ||
| 495 | Menschen bislang kein Schutz zu. Die Bundesregierung muss auf | ||
| 496 | internationaler Ebene dafür eintreten, dies zu ändern und das nationale | ||
| 497 | Recht anzupassen.[xvii] | ||
| 498 | 289 12. | ||
| 499 | 290 | ||
| 500 | 291 | ||
| 501 | 292 | ||
| 502 | 293 | ||
| 503 | 294 | ||
| 504 | 295 | ||
| 505 | Die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und der | ||
| 506 | Klimakrise sind eindeutig. Untrennbar und sich gegenseitig verstärkend | ||
| 507 | stellen beide Entwicklungen eine Krise von existenzieller Bedrohung dar. | ||
| 508 | Der Schutz von Ökosystemen und biologischer Vielfalt muss künftig viel | ||
| 509 | mehr Raum bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen einnehmen als | ||
| 510 | bisher. Ohne konsequente Naturschutz- und Renaturierungsmaßnahmen können | ||
| 511 | die Emissionsminderungsziele nicht erreicht werden. Dies bestätigen die | ||
| 512 | Berichte des Weltbiodiversitätsrat (IPBES)[xviii] und des Weltklimarats | ||
| 513 | (IPCC)[xix]. Zudem sind intakte Ökosysteme notwendig, um die Resilienz | ||
| 514 | gegenüber dem sich ändernden Klima zu erhöhen. Natürliche Lösungen | ||
| 515 | (sogenannte NBS, Nature-based Solutions) müssen in der Debatte um | ||
| 516 | Klimaschutzmaßnahmen stärker als bisher bedacht werden. Gleichzeitig | ||
| 517 | müssen Klimaschutzmaßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf die | ||
| 518 | Biodiversität überprüft werden. | ||
| 519 | 296 13. | ||
| 520 | 297 | ||
| 521 | 298 | ||
| 522 | 299 | ||
| 523 | 300 | ||
| 524 | 301 | ||
| 525 | 302 | ||
| 526 | 303 | ||
| 527 | 304 | ||
| 528 | 305 | ||
| 529 | 306 | ||
| 530 | 307 | ||
| 531 | 308 | ||
| 532 | 309 | ||
| 533 | Laut IPCC-Sonderbericht 2019 ist die Landnutzung weltweit für 23 Prozent | ||
| 534 | aller Emissionen verantwortlich.[xix] Die Landwirtschaft ist somit | ||
| 535 | weltweit einer der Haupttreiber der Klimakrise und hat gleichzeitig massiv | ||
| 536 | mit deren Folgen zu kämpfen. Die NAJU trägt die Forderungen der | ||
| 537 | Zukunftskommission Landwirtschaft mit[xx] und setzt sich für einen | ||
| 538 | Brückenschlag zwischen Naturschützer*innen und Landwirt*innen ein. Eine | ||
| 539 | 310 14. | ||
| 540 | 311 | ||
| 541 | 312 | ||
| 542 | 313 | ||
| 543 | 314 | ||
| 544 | 315 | ||
| 545 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 546 | Seite 8 | ||
| 547 | klimaresiliente Landwirtschaft sorgt nicht nur für Lebensmittelsicherheit | ||
| 548 | weltweit und kann so die Versorgung der Weltbevölkerung zukünftig | ||
| 549 | garantieren, sondern sichert auch Arbeitsplätze. Darüber hinaus ist der | ||
| 550 | Umbau zu einer resilienten, fairen und naturnahen Landwirtschaft der | ||
| 551 | Schlüssel für den Erhalt der Biodiversität.[xxi] | ||
| 552 | 316 | ||
| 553 | 317 | ||
| 554 | 318 | ||
| 555 | 319 | ||
| 556 | 320 | ||
| 557 | Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, in dem die CO2-Emissionen in | ||
| 558 | Deutschland seit 1990 nicht gesunken sind.[xxii] 2019 wurden noch mehr als | ||
| 559 | ein Fünftel der Emissionen im Verkehr verursacht. Die Wende zu einer | ||
| 560 | postfossilen ressourcensparenden Mobilität ist nicht nur aus Sicht des | ||
| 561 | Klimaschutzes, sondern auch aus gesundheitlichen und sozialen Gründen | ||
| 562 | überfällig. Der Straßenverkehr macht in Deutschland fast 95 Prozent der | ||
| 563 | Emissionen in diesem Sektor aus,[iv] sodass hier der entscheidende Hebel | ||
| 564 | besteht. Ab 2030 sollen keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr | ||
| 565 | zugelassen werden. Allerdings kann die Lösung nicht sein, alle Fahrzeuge | ||
| 566 | durch solche mit Elektro-Antrieb zu ersetzen. Einhergehend mit einer | ||
| 567 | Preisreduzierung und dem Ausbau des ÖPNV sowie der Rad- und | ||
| 568 | Fußverkehrsinfrastruktur, muss der individuelle Automobilverkehr deutlich | ||
| 569 | reduziert werden. Um längere Distanzen zu überwinden, muss die Bahn in der | ||
| 570 | Taktung, der Preisgestaltung sowie dem Service angepasst werden. | ||
| 571 | Kurzstreckenflüge bis 1.000 Kilometer müssen zeitnah ersetzt werden. Damit | ||
| 572 | auch alle Menschen den ÖPNV tatsächlich nutzen können, muss dieser mitsamt | ||
| 573 | seiner Infrastruktur flächendeckend barrierefrei gestaltet werden und | ||
| 574 | strukturelle Benachteiligungen wie die schlechtere Anbindung von | ||
| 575 | sozioökonomisch vermeintlich schwächeren Stadtteilen und Regionen abgebaut | ||
| 576 | werden. Der ÖPNV und die entsprechende Infrastruktur wie Bahnhöfe müssen | ||
| 577 | auch sichere Orte insbesondere für von (Mehrfach-)Diskriminierung | ||
| 578 | betroffenen Menschen werden, um eine alternative zum Motorisierten | ||
| 579 | Individualverkehr zu werden. Wir verweisen auf die Positionspapiere der | ||
| 580 | NAJU[xxiii] sowie des Deutschen Bundesjugendrings[xxiv] zur | ||
| 581 | Mobilitätswende. | ||
| 582 | 321 15. | ||
| 583 | 322 | ||
| 584 | 323 | ||
| 585 | 324 | ||
| 586 | 325 | ||
| 587 | 326 | ||
| 588 | 327 | ||
| 589 | 328 | ||
| 590 | 329 | ||
| 591 | 330 | ||
| 592 | 331 | ||
| 593 | 332 | ||
| 594 | 333 | ||
| 595 | 334 | ||
| 596 | 335 | ||
| 597 | 336 | ||
| 598 | 337 | ||
| 599 | 338 | ||
| 600 | 339 | ||
| 601 | 340 | ||
| 602 | 341 | ||
| 603 | 342 | ||
| 604 | 343 | ||
| 605 | 344 | ||
| 606 | 345 | ||
| 607 | Um auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, technologischen und | ||
| 608 | kulturellen Umbaus angesichts der Klimakrise angemessen reagieren zu | ||
| 609 | können, sind Verständnis und Handlungskompetenz in der Breite der | ||
| 610 | Gesellschaft notwendig. Bildungsarbeit im formellen sowie informellen | ||
| 611 | Bereich ist von größter Bedeutung bei der Gestaltung der Gesellschaft in | ||
| 612 | Zeiten der Klimakrise. Die Klimakrise und ihre Auswirkungen müssen | ||
| 613 | zentrale Inhalte in Bildungsplänen und Rahmenlehrplänen sein. Von | ||
| 614 | besonderer Bedeutung ist dabei nicht nur der bloße Umgang mit Kennzahlen | ||
| 615 | und Fakten, sondern auch ein lösungs- und handlungsorientierter Ansatz. | ||
| 616 | Nur mit der Kompetenz, sich Herausforderungen zu stellen, diese zu | ||
| 617 | moderieren und unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven gezielt | ||
| 618 | anzugehen, kann die Gesellschaft der Klimakrise wirkungsvoll begegnen. Das | ||
| 619 | Konzept einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung stellt hierfür die | ||
| 620 | Grundlage dar.[xxv] | ||
| 621 | 346 16. | ||
| 622 | 347 | ||
| 623 | 348 | ||
| 624 | 349 | ||
| 625 | 350 | ||
| 626 | 351 | ||
| 627 | 352 | ||
| 628 | 353 | ||
| 629 | 354 | ||
| 630 | 355 | ||
| 631 | 356 | ||
| 632 | 357 | ||
| 633 | 358 | ||
| 634 | 359 | ||
| 635 | 17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und | ||
| 636 | gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Neben | ||
| 637 | anderen marginalisierten Gruppen werden die Klimafolgen insbesondere | ||
| 638 | heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte | ||
| 639 | 360 1. | ||
| 640 | 361 | ||
| 641 | 362 | ||
| 642 | 363 | ||
| 643 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 644 | Seite 9 | ||
| 645 | Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen | ||
| 646 | des NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V. | ||
| 647 | [i]Zum „Capitalocene”: | ||
| 648 | Moore, J. W. 2016: Anthropocene or Capitalocene? Nature, history, and the crisis | ||
| 649 | of capitalism. In: Moore, J. W. (ed.) 2016: Anthropocene or Capitalocene? | ||
| 650 | Nature, history, and the crisis of capitalism. Oakland: PM Press, S. 1-13. | ||
| 651 | Zum „Racial Capitalocene“: | ||
| 652 | Davis, J., A. A. Moulton, L. van Sant und B. Williams 2019: Anthropocene, | ||
| 653 | Capitalocene, ... Plantationocene?: A Manifesto for Ecological Justice in an Age | ||
| 654 | of Global Crises. Geography Compass 13 (5), doi: 10.1111/gec3.12438 . | ||
| 655 | Sharpe, C. E. 2016: In the wake. On Blackness and being. Durham: Duke University | ||
| 656 | Press. | ||
| 657 | Vergès, F. 2017: Racial capitalocene. In: Johnson, G. T. and A. Lubin (eds.): | ||
| 658 | Futures of black radicalism. London/New York : Verso, S. 72-82 | ||
| 659 | [ii] Hickel, J. 2021: The anti-colonial politics of degrowth. Political | ||
| 660 | Geography 88 https:~/~/doi.org/10.1016/j.polgeo.2021.102404 . URL, aufgerufen am | ||
| 661 | 05.09.2023. | ||
| 662 | Chancel, L., T. Piketty 2015: Carbon and inequality: from Kyoto to Paris. Trends | ||
| 663 | in the global inequality of carbon emissions (1998-2013) & prospects for an | ||
| 664 | equitable adaptation fund. Paris: Paris School of Economics. URL, aufgerufen am | ||
| 665 | 05.09.2023. | ||
| 666 | [iii] IPCC 2023: Climate Change 2023: Synthesis Report. Contribution of Working | ||
| 667 | Groups I, II and III to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental | ||
| 668 | Panel on Climate Change. Core Writing Team, H. Lee and J. Romero (eds.). Genf: | ||
| 669 | IPCC Sekretariat, doi: 10.59327/IPCC/AR6-9789291691647 . URL, aufgerufen am | ||
| 670 | 05.09.2023. | ||
| 671 | Verantwortung für die enormen Treibhausgasemissionen tragen. Sie | ||
| 672 | werden noch viele Jahre in der Welt leben, die ihnen übergeben wird | ||
| 673 | und wären bei fortschreitender Klimakrise stark in ihren | ||
| 674 | Grundrechten eingeschränkt. So hat es das Bundesverfassungsgericht | ||
| 675 | in seinem wegweisenden Urteil im Frühjahr 2021 festgestellt.[xxvi] | ||
| 676 | Nur durch umfassende Beteiligungsmöglichkeiten können sie die Welt | ||
| 677 | von morgen, in der sie leben werden, heute schon | ||
| 678 | mitgestalten.[xxvii] Diese Beteiligung muss auf allen politischen | ||
| 679 | Ebenen gewährleistet sein, sei es durch Abschaffung des | ||
| 680 | Wahlalters[xxviii] oder durch Schaffung entsprechender Gremien und | ||
| 681 | Posten. | ||
| 682 | 364 | ||
| 683 | 365 | ||
| 684 | 366 | ||
| 685 | 367 | ||
| 686 | 368 | ||
| 687 | 369 | ||
| 688 | 370 | ||
| 689 | 371 | ||
| 690 | 372 | ||
| 691 | 373 | ||
| 692 | 374 | ||
| 693 | 18. Unsere Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt, weshalb | ||
| 694 | grenzenloses Wachstum eine Illusion ist. Zugleich führt das Streben | ||
| 695 | nach immer größeren Profiten zu einer immer größeren | ||
| 696 | Ungleichverteilung des Wohlstandes und zerstört Natur und Umwelt. Um | ||
| 697 | Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu schaffen, braucht es | ||
| 698 | eine umfassende gesellschaftliche Transformation.[xxix] Technische | ||
| 699 | Innovationen allein können die Klimakrise nicht lösen. | ||
| 700 | Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden, sondern | ||
| 701 | müssen als soziale Phänomene verstanden werden. Ökologische und | ||
| 702 | soziale Aspekte können sich wechselseitig verstärken – im Positiven | ||
| 703 | wie im Negativen. | ||
| 704 | 375 1. | ||
| 705 | 376 | ||
| 706 | 377 | ||
| 707 | 378 | ||
| 708 | 379 | ||
| 709 | 380 | ||
| 710 | 381 | ||
| 711 | 382 | ||
| 712 | 383 | ||
| 713 | 384 | ||
| 714 | 385 | ||
| 715 | 386 | ||
| 716 | 387 | ||
| 717 | 388 | ||
| 718 | 389 | ||
| 719 | 390 | ||
| 720 | 391 | ||
| 721 | 392 | ||
| 722 | 393 | ||
| 723 | 394 | ||
| 724 | 395 | ||
| 725 | 396 | ||
| 726 | 397 | ||
| 727 | 398 | ||
| 728 | 399 | ||
| 729 | 400 | ||
| 730 | 401 | ||
| 731 | 402 | ||
| 732 | 403 | ||
| 733 | 404 | ||
| 734 | 405 | ||
| 735 | 406 | ||
| 736 | 407 | ||
| 737 | 408 | ||
| 738 | 409 | ||
| 739 | 410 | ||
| 740 | 411 | ||
| 741 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 742 | Seite 10 | ||
| 743 | [iv] Sachverständigenrat für Umweltfragen 2020: Für eine entschlossene | ||
| 744 | Umweltpolitik in Deutschland und Europa. Kurzfassung. URL, aufgerufen am | ||
| 745 | 05.09.2023. | ||
| 746 | [v] Wuppertal Institut 2020: CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen | ||
| 747 | Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze. Bericht. Wuppertal. URL, aufgerufen | ||
| 748 | am 05.09.2023. | ||
| 749 | [vi] Energywatchgroup 2021: Das Energiesystem der Zukunft. 100% Erneuerbare | ||
| 750 | Energien für Deutschland bis 2030. Klimaschutz – Versorgungssicherheit – | ||
| 751 | Wirtschaftlichkeit. URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 752 | [vii] NAJU 2022: NAJU-Resolution zum Ausbau Erneuerbarer Energien. Zeit für | ||
| 753 | einen Perspektivenwechsel zur Bewältigung von Klima- und Artenkrise. URL, | ||
| 754 | aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 755 | [viii] Climate Action Tracker: EU. County summary. URL, aufgerufen am | ||
| 756 | 05.09.2023. | ||
| 757 | [ix] Bechert, L., Dodo, Shayli Kartal 2021: Kolonialismus & Klimakrise. Über 500 | ||
| 758 | Jahre Widerstand. Jugend im BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. | ||
| 759 | (ed.). URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 760 | [x] Crenshaw, K. 2016: The urgency of intersectionality. URL, aufgerufen am | ||
| 761 | 05.09.2023. | ||
| 762 | [xi] Kurwan, J. 2023: Klimagerechtigkeit. Bundeszentrale für politische Bildung | ||
| 763 | (ed.). URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 764 | [xii] Alber, G., D. Hummel, U. Röhr, M. Spitzner, I. Stieß 2018: | ||
| 765 | Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik. In: Bundeszentrale für politische | ||
| 766 | Bildung (ed.): APuZ Aus Politik und Zeitgeschichte. URL, aufgerufen am | ||
| 767 | 05.09.2023. | ||
| 768 | [xiii] NABU, NAJU 2019: Klimakonferenz: Ambitionen erhöhen, Schlupflöcher | ||
| 769 | schließen. NABU/NAJU-Forderungen zur COP 25 Madrid. URL, aufgerufen am | ||
| 770 | 05.09.2023. | ||
| 771 | [xiv] Umweltbundesamt 2021: Ressourcennutzung und ihre Folgen. URL, aufgerufen | ||
| 772 | am 05.09.2023. | ||
| 773 | [xv] Umweltbundesamt 2022: Anpassung: Handlungsfeld Bevölkerungs- und | ||
| 774 | Katastrophenschutz. URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 775 | [xvi] NABU, NAJU 2022: Klimakonferenz: Für Natur, Klima und Menschen. | ||
| 776 | Gemeinsamer Standpunkt von NAJU und NABU zur Weltklimakonferenz UNFCCC COP 27. | ||
| 777 | URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 778 | [xvii] Schraven, B. 2019: Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Migration. | ||
| 779 | In: Bundeszentrale für politische Bildung (ed.): Migration und Klimawandel. URL, | ||
| 780 | aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 781 | [xviii] IPBES 2019: Global assessment report on biodiversity and ecosystem | ||
| 782 | services of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and | ||
| 783 | Ecosystem Services. E. S. Brondizio, J. Settele, S. Díaz, and H. T. Ngo (eds.). | ||
| 784 | Bonn: IPBES Sekretariat, https:~/~/doi.org/10.5281/zenodo.3831673 . URL, | ||
| 785 | aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 786 | 412 | ||
| 787 | 413 | ||
| 788 | 414 | ||
| 789 | 415 | ||
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| 825 | 451 | ||
| 826 | 452 | ||
| 827 | 453 | ||
| 828 | 454 | ||
| 829 | Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit | ||
| 830 | Seite 11 | ||
| 831 | [xix] IPCC 2019: Summary for Policymakers. In: Climate Change and Land: an IPCC | ||
| 832 | special report on climate change, desertification, land degradation, sustainable | ||
| 833 | land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial | ||
| 834 | ecosystems. P.R. Shukla, J. Skea, E. Calvo Buendia, V. Masson-Delmotte, H.- O. | ||
| 835 | Pörtner, D. C. Roberts, P. Zhai, R. Slade, S. Connors, R. van Diemen, M. Ferrat, | ||
| 836 | E. Haughey, S. Luz, S. Neogi, M. Pathak, J. Petzold, J. Portugal Pereira, P. | ||
| 837 | Vyas, E. Huntley, K. Kissick, M. Belkacemi, J. Malley, (eds.). Genf: IPCC | ||
| 838 | Sekretariat. URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 839 | [xx] Zukunftskommission Landwirtschaft 2021: Zukunft Landwirtschaft. Eine | ||
| 840 | gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Empfehlungen der Zukunftskommission | ||
| 841 | Landwirtschaft. BMUV (ed.). URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 842 | [xxi] NAJU 2013: Position zur ökologischen Landwirtschaft. URL, aufgerufen am | ||
| 843 | 05.09.2023. | ||
| 844 | [xxii] BMUV 2021: Treibhausgasemissionen sinken 2020 um 8,7 Prozent. Positiver | ||
| 845 | Trend der Vorjahre setzt sich fort / 40,8 Prozent Rückgang seit 1990. URL, | ||
| 846 | aufgerufen am 05.09.2023 | ||
| 847 | [xxiii] NAJU 2017: Position zur Verkehrspolitik. URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 848 | [xxiv] Deutscher Bundesjugendring 2020: Junge Menschen bewegen – Eine | ||
| 849 | nachhaltige Mobilitätswende für alle! URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 850 | [xxv] NAJU: Bildung für nachhaltige Entwicklung. URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 851 | [xxvi] Bundesverfassungsgericht 2021: Verfassungsbeschwerden gegen das | ||
| 852 | Klimaschutzgesetz teilweise erfolgreich. Pressemitteilung Nr. 31/2021 vom 29. | ||
| 853 | April 2021. URL, aufgerufen am 05.09.2023. | ||
| 854 | [xxvii] NAJU 2020: Position zur Jugendbeteiligung. URL, aufgerufen am | ||
| 855 | 05.09.2023. | ||
| 856 | [xxviii] NAJU 2021: Position zur Abschaffung des Wahlalters. URL, aufgerufen am | ||
| 857 | 05.09.2023. | ||
| 858 | [xxix] NAJU 2021: Position zur Sozial-Ökologischen Transformation. URL, | ||
| 859 | aufgerufen am 05.09.2023 |
