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1 Antragstext
2 Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst mess- und sichtbar. Die 
3 gesellschaftlichen und historischen Ursachen sind vielfach wissenschaftlich 
4 belegt. Neben erheblichen sozialen und ökonomischen Problemen drohen durch eine 
5 weitere Erhitzung des globalen Klimas irreversible Schäden für Natur und Umwelt. 
6 Wir leben im Zeitalter des Kapitalozäns: Der Ursprung der Klimakrise liegt in 
7 kapitalistischen und kolonialen Strukturen.[i] Daher sind Länder und Menschen 
8 des Globalen Nordens1 in besonderem Maße für die Klimakrise verantwortlich. 
9 Historisch gesehen haben sie den Großteil der Treibhausgasemissionen 
10 ausgestoßen.[ii] Trotzdem sind Länder und Menschen des Globalen Südens1 schon 
11 seit Generationen am stärksten von den Folgen der Umweltausbeutung und der 
12 Klimakrise betroffen. Sie gründeten Widerstands- und Umweltbewegungen dagegen. 
13 Zudem spüren insbesondere junge und nachfolgende Generationen, von (Mehrfach- 
14 )Diskriminierung betroffene Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen 
15 die Auswirkungen der Klimakrise in besonderem Maße.
16 1 Die Begriffe "Globaler Norden" und "Globaler Süden“ verweisen nicht auf 
17 geografische Kategorien. „Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im 
18 globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und 
19 ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine 
20 mit Vorteilen bedachte Position. Die Einteilung verweist auf die 
21 unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als 
22 vor allem Profitierende und einmal als vornehmlich Ausgebeutete“ (glokal 
23 2013). 
24 Quelle: glokal 2013: Mit kolonialen Grüßen. Berichte und Erzählungen von 
25 Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet. URL:
26 https:~/~/www.glokal.org/wp content/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf, 
27 S. 8, aufgerufen am 23.09.2023.
28 Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale 
29 Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die 
30 globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und 
31 Anstrengungen zu unternehmen, eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius 
32 anzustreben. Im März 2023 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen 
33 sechsten Sachstandsbericht, der die gravierende Handlungslücke zur Einhaltung 
34 des 1,5 Grad-Ziels deutlich unterstreicht.[iii] Das Fenster, in dem die 
35 Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wird sich in wenigen Jahren 
36 schließen. Die bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen der Staaten reichen 
37 nicht aus, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Jedes 
38 Zehntelgrad Erwärmung hat schwerwiegende Konsequenzen. Unter anderem werden 
39 Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, Biodiversität geht verloren, Konflikte um 
40 natürliche Ressourcen nehmen zu, Extremwetterereignisse treten vermehrt auf und 
41 Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und Heimat. Dies ist ein unhaltbarer 
42 Zustand.
43 \\Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
44 Seite 2
45 Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb 
46 fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von 
47 Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische 
48 Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung 
49 der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen.
50 Daher fordern wir:
51 \\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung 
52 sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem 
53 1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen 
54 Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 
55 Deutschland auf Nettonull bis 2035 gesenkt werden.
56 \\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen 
57 Kohleausstieg in Deutschland bis 2030.
58 \\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um 
59 mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen 
60 der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040.
61 \\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden 
62 als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 
63 während der Globale Süden am stärksten von den Folgen betroffen ist.
64 \\5.Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs 
65 zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 
66 Machtstrukturen müssen konsequent abgebaut werden.
67 \\6.Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- 
68 Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 
69 (mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen 
70 und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und 
71 Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden.
72 \\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und 
73 Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color).
74 \\8.Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den 
75 Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland 
76 eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb 
77 der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen.
78
79 9.Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im 
80 Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens.
81 \\10.Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der 
82 Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen.
83 \\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen 
84 Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue 
85 Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten 
86 von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl 
87 Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche
88 Erläuterung und Begründung unserer Forderungen
89 Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste 
90 bereitstellen.
91 \\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache 
92 und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende 
93 Menschen.
94 \\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als 
95 natürliche Kohlenstoffsenken.
96 \\Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume 
97 schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 
98 Landwirt*innen gesichert sein.
99 93 14.
100 94
101 95
102 Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 
103 die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land 
104 berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert 
105 werden.
106 96 15.
107 97
108 98
109 99
110 Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 
111 Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 
112 notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und 
113 außerschulischer Bildungsarbeit.
114 100 16.
115 101
116 102
117 103
118 Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 
119 marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen 
120 auf allen Ebenen.
121 104 17.
122 105
123 106
124 Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 
125 Probleme löst.
126 107 18.
127 108
128 109
129 Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für 
130 Umweltfragen den Rahmen für den angemessenen und notwendigen Beitrag 
131 Deutschlands zur Einhaltung der Pariser Klimaziele vor. Bei linearer 
132 Reduktion der Emissionen (basierend auf 2019) müsste Deutschland ab 2038 
133 klimaneutral sein.[iv] Von Fridays for Future Deutschland beauftragt, hat 
134 das Wuppertal Institut in einer Studie ermittelt, wie Klimaneutralität 
135 bereits 2035 machbar wäre.[v] Dafür notwendig sind ambitionierte 
136 Investitionen und ein gesellschaftlicher Umbau. So wird sichergestellt, 
137 dass der deutsche Anteil am verbleibenden globalen CO2-Budget für das 1,5 
138 Grad-Ziel nicht überproportional beansprucht wird.
139 110 1.
140 111
141 112
142 113
143 114
144 115
145 116
146 117
147 118
148 119
149 Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen 
150 ambitionierter Klimaziele. Insbesondere der Ausbau von Windkraft- und 
151 Photovoltaikanlagen muss dazu massiv vorangetrieben werden. Eine 
152 vollständige klimaneutrale Stromversorgung mit Erneuerbaren bis 2035 ist 
153 umsetzbar[vi]und von elementarer Bedeutung. Dazu braucht es erhebliche 
154 Investitionen in die Forschung zu erneuerbaren Energien sowie zu Leitungs und Speichertechnologien, den großflächigen Ausbau dieser und den Abbau 
155 struktureller und bürokratischer Hürden. Um Erneuerbare Energien mit 
156 120 2.
157 121
158 122
159 123
160 124
161 125
162 126
163 127
164 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
165 Seite 4
166 Arten- und Naturschutz zu vereinen, müssen Herausforderungen deutlich 
167 adressiert und abgewogen werden, Fachpersonal befragt und regionale 
168 Lösungen umgesetzt werden.[vii] Die Einbindung der Bürger*innen vor Ort 
169 ist fundamental für die Akzeptanz der notwendigen Energiewende. 
170 Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der Ausstieg aus fossilen 
171 Energiträgern schnell eingeleitet werden. Dafür muss Deutschland bis 2030 
172 aus der Kohleverstromung aussteigen.
173 128
174 129
175 130
176 131
177 132
178 133
179 134
180 Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg 
181 gemacht. Mit ihrer langfristigen Klimastrategie legt sich die EU fest, bis 
182 2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Die Erhöhung des europäischen 
183 Reduktionsziels bis 2030 auf 55 Prozent kann hier nur ein erster Schritt 
184 sein und muss zeitnah weiter auf 65 Prozent netto (d.h. ohne Anrechnung 
185 von Senken) angehoben werden, um auch international ein wichtiges Zeichen 
186 zu setzen.[viii]
187 135 3.
188 136
189 137
190 138
191 139
192 140
193 141
194 Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle 
195 als Hauptverursacher*innen der Klimakrise bewusst werden, dementsprechend 
196 Verantwortung übernehmen und für Schäden und Verluste aufkommen. Sie sind 
197 historisch für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen 
198 verantwortlich und profitieren wirtschaftlich am meisten.[ii] Die Folgen 
199 der Klimakrise spüren jedoch nicht alle Länder gleichermaßen. Länder und 
200 Menschen des Globalen Südens sind am stärksten von der Klimakrise 
201 betroffen. Die von Ländern des Globalen Nordens (insbesondere der EU) 
202 forcierten Freihandelsabkommen verschärfen und verfestigen diese 
203 Ungleichheiten zusätzlich, indem beispielsweise Umweltprobleme in Länder 
204 des Globalen Südens ausgelagert werden.
205 142 4.
206 143
207 144
208 145
209 146
210 147
211 148
212 149
213 150
214 151
215 152
216 Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 
217 verschleppt, versklavt und getötet. Dieses Unterdrückungssystem beruhte 
218 auf einer Rassifizierung von Menschen, das heißt auf der Erfindung von 
219 hierarchisch geordneten „Menschenrassen“. Dabei ordneten sich weiße
220 Menschen selbst positive Eigenschaften zu, den kolonialisierten, 
221 versklavten Menschen ordneten sie hingegen gegensätzliche negative 
222 Eigenschaften zu. Neben der Einteilung in Schwarze und weiße Menschen 
223 wurde die Welt in weitere hierarchisch geordnete, binäre Gegensatzpaare 
224 geteilt, unter anderem in die Kategorien Mann und Frau, heterosexuell und 
225 homosexuell, nicht be_hindert und be_hindert usw. Durch diese koloniale 
226 Einteilung der Welt schufen sich die Europäer*innen eine Rechtfertigung, 
227 um die kolonisierten Menschen auszubeuten, zu unterdrücken und 
228 abzuwerten.[ix]
229 Die Bildung von Gegensatzpaaren machte auch vor der Natur keinen Halt:
230 weiße Menschen schrieben kolonisierten Menschen zu, primitiv und naturnah 
231 zu sein. Zugleich waren sie der Ansicht, dass sie selbst durch ihr 
232 rationales Denken von der Natur entkoppelt seien. Die Natur wird in diesem 
233 Denken zu etwas Gestaltbaren und Beherrschbaren. Zugleich wird verleugnet, 
234 dass der Mensch als biologisches Wesen Teil von der Natur ist und von 
235 natürlichen Ökosystemen abhängig ist. Durch die Abwertung von Natur hat 
236 das koloniale Denken die Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen 
237 153 5.
238 154
239 155
240 156
241 157
242 158
243 159
244 160
245 161
246 162
247 163
248 164
249 165
250 166
251 167
252 168
253 169
254 170
255 171
256 172
257 173
258 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
259 Seite 5
260 zugunsten von Profiten ermöglicht. Die Klimakrise hat ihre Wurzeln in 
261 diesem Denken. 
262 174
263 175
264 Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 
265 müssen anerkannt und beendet werden, um Klimagerechtigkeit zu 
266 schaffen.[ix]
267 176 1.
268 177
269 178
270 179
271 Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 
272 (Diskriminierung von be_hinderten Menschen) oder Ageism (Diskriminierung 
273 aufgrund des Alters) stellen soziale Ungleichheits- und Machtverhältnisse 
274 dar und wirken intersektional.[x] Sie drängen bestimmte gesellschaftliche 
275 Gruppen an die gesellschaftlichen Ränder. Von (Mehrfach-)Diskriminierung 
276 betroffene Gruppen haben daher in der Regel weniger ökonomische Ressourcen 
277 und gesellschaftliche Einflussmöglichkeiten. Sie können sich selbst nicht 
278 im gleichen Maße vor Klimafolgen absichern und werden in staatlichen 
279 Maßnahmen nicht unbedingt gleichermaßen berücksichtigt. So bekommen 
280 marginalisierte Gruppen die Folgen der globalen Erwärmung am stärksten zu 
281 spüren. Sie sind von der Klimakrise besonders betroffen, obwohl sie wenig 
282 zur Erderwärmung beigetragen haben.[xi]
283 Gendergerechtigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für 
284 Klimagerechtigkeit, da FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, Inter, 
285 Nichtbinär, Trans, Agender) vor allem Personen aus dem Globalen Süden, 
286 sehr stark von der Klimakrise betroffen sind.[xii] Insbesondere in den 
287 Bereichen der Organisation der Erwerbs- und Sorgearbeit, des Zugangs zu 
288 Ressourcen, Gesundheitsvorsorge und politischer Beteiligung sind diese 
289 stark benachteiligt. Sie haben meist einen geringeren sozialen Status, 
290 sowie weniger politische und wirtschaftliche Macht als Männer. Dies geht 
291 insbesondere auf die historisch bedingte androzentrische 
292 (männerzentrierte) Sichtweise in Institutionen und Politik zurück. 
293 Deswegen fordern wir das Aufbrechen der patriarchalen Strukturen sowie 
294 eine verstärkte Sichtbarkeit und Unterstützung von FLINTA*-Personen, 
295 (mehrfach-) diskriminierte Menschen sowie Menschen in prekären 
296 Lebenssituationen.
297 180 6.
298 181
299 182
300 183
301 184
302 185
303 186
304 187
305 188
306 189
307 190
308 191
309 192
310 193
311 194
312 195
313 196
314 197
315 198
316 199
317 200
318 201
319 202
320 203
321 204
322 205
323 Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 
324 öffentlichen Fokus. Bewegungen von BIPoC (Black, Indigenous and People of 
325 Color) werden dabei meistens außer Acht gelassen und vernachlässigt – nur 
326 selten wird in den Medien über sie berichtet. Jedoch kämpfen BIPoC Aktivist*innen schon seit Jahrzehnten gegen die Auswirkungen der 
327 Klimakrise sowie gegen strukturelle Unterdrückungsmuster. Die Arbeit und 
328 das Engagement von insbesondere jungen BIPoC-Aktivist*innen müssen 
329 sichtbar gemacht und anerkannt werden, da gerade sie besonders stark von 
330 den Folgen der Klimakrise betroffen sind. (Einige Kurzvorstellungen von 
331 BIPoC-Klimaaktivist*innen können in der kostenlosen Broschüre 
332 „Kolonialismus und Klimakrise. Über 500 Jahre Widerstand“ nachgelesen 
333 werden.[ix]) Auch Widerstandsbewegungen von BIPoC bekommen wenig 
334 Aufmerksamkeit, obwohl sie sich schon früh bildeten. Widerstandsbewegungen 
335 von BIPoC-Aktivist*innen fordern, Umweltprobleme nicht isoliert zu 
336 betrachten. Stattdessen sollten sie als soziale Probleme behandelt werden, 
337 die ihren Ursprung in gesellschaftlichen Hierarchien und 
338 Ausbeutungssystemen haben. Durch die öffentliche Vernachlässigung von 
339 BIPoC-Protesten wird das falsche Bild geschaffen, Menschen aus dem 
340 206 7.
341 207
342 208
343 209
344 210
345 211
346 212
347 213
348 214
349 215
350 216
351 217
352 218
353 219
354 220
355 221
356 222
357 223
358 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
359 Seite 6
360 Globalen Süden seien nicht am Umwelt- und Klimaschutz interessiert. Dies 
361 ist auf die Ideologie des weißen Naturschutzes zurückzuführen, die im 
362 Kolonialismus verwurzelt ist.[ix]
363 224
364 225
365 226
366 Deutschland als einer der größten globalen Emittenten und als Land mit 
367 starken ökonomischen und technologischen Möglichkeiten trägt eine 
368 besondere Verantwortung. Deshalb muss Deutschland auch innerhalb der EU 
369 und auf internationaler Ebene für ambitionierte Reduktionsziele und 
370 konsequente Klimaschutzmaßnahmen eintreten. Insbesondere bei der 
371 Ausgestaltung von internationalen Handelsmechanismen mit CO2-Emissionen 
372 fordern wir die Bundesregierung auf, für eine robuste, faire und sichere 
373 Ausgestaltung einzutreten, damit es, anders als unter dem Kyoto-Protokoll, 
374 nicht zu massivem Missbrauch kommt. Dies bedeutet, dass die 
375 Anrechenbarkeit von Zertifikaten aus dem Kyoto-Mechanismus stark 
376 reglementiert und eingeschränkt werden muss. Zudem müssen Doppelzählungen 
377 und Schlupflöcher im Regelwerk ausgeschlossen werden und eine zusätzliche 
378 Reduktion der CO2-Emissionen erwirkt werden.[xiii]
379 227 8.
380 228
381 229
382 230
383 231
384 232
385 233
386 234
387 235
388 236
389 237
390 238
391 239
392 Länder und Menschen des Globalen Nordens profitieren von der 
393 Ressourcenausbeutung des Globalen Südens. Dies hat seinen Ursprung in der 
394 Kolonialzeit und hält bis heute an. Eine große Rolle spielt außerdem das 
395 kapitalistische System, dass insbesondere auf Profit und Gewinn aus ist. 
396 Unter anderem werden zugunsten des Globalen Nordens Rohstoffe sehr günstig 
397 importiert.[ix] So kommt es zu einer Ausbeutung von Tieren, Pflanzen, 
398 Menschen und Ökosystemen des Globalen Südens, die die Kosten unseres 
399 Lebensstils tragen.[xiv]
400 240 9.
401 241
402 242
403 243
404 244
405 245
406 246
407 247
408 10. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt - 
409 wenn auch in ungleichem Maße - zu spüren. Szenarien zu erstellen, um 
410 diese greifbar zu machen, kann nur ein erster Schritt sein. Die 
411 aktive und zeitnahe Einrichtung beziehungsweise Anpassung von 
412 Entwässerungsanlagen oder Warnsystemen kann nicht schnell genug 
413 erfolgen. Grundsätzlich müssen Städte- und Häuserbau ebenso neu 
414 gedacht werden, wie viele andere Wirtschaftsbereiche auch.[xv] Eine 
415 besondere Bedeutung bei der Stadtentwicklung kommt dabei der 
416 Entsieglung von Flächen und dem Schaffen von Blau-Grüner Infrastruktur insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen zu. Gerade 
417 in sozioökonomisch schwächeren Stadtteilen gibt es häufig einen 
418 hohen Anteil versiegelter Flächen, die sich im Sommer besonders 
419 stark aufheizen und so zu einem schlechteren Mikroklima führen. 
420 Aktiver Naturschutz sowie die Renaturierung und der Erhalt von 
421 Ökosystemen wie (Au-)Wäldern oder Mooren tragen aktiv zur Prävention 
422 bei. Dieser Umbau bietet durchaus Chancen: Es entstehen neue 
423 Möglichkeiten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen 
424 Zusammenlebens. Hinzu kommt: Wer jetzt proaktiv investiert und 
425 Anstrengungen unternimmt, die Klimakrise einzudämmen, zahlt heute 
426 einen geringeren finanziellen sowie gesellschaftlichen Preis, als 
427 248 1.
428 249
429 250
430 251
431 252
432 253
433 254
434 255
435 256
436 257
437 258
438 259
439 260
440 261
441 262
442 263
443 264
444 265
445 266
446 267
447 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
448 Seite 7
449 wenn in einigen Jahren ad-hoc Schutz- und Anpassungsmaßnahmen 
450 umgesetzt werden müssen.
451 268
452 269
453 Bereits jetzt wird deutlich, dass die größten Schäden und Verluste 
454 diejenigen Länder treffen, die einen sehr geringen Anteil zu den globalen 
455 Treibhausgasemissionen beigetragen haben und zugleich nicht über die 
456 notwendigen Ressourcen verfügen, sich gegen die Schäden präventiv zu 
457 schützen. Deutschland muss als reiche Industrienation seine Verantwortung 
458 anerkennen und einen relevanten Beitrag zur Klimafinanzierung leisten. 
459 Dies muss in den Bereichen Emissionsminderung, Anpassung sowie 
460 Klimawandelschäden und -verluste erfolgen. Bislang hält die Gruppe 
461 wohlhabender Länder ihr Versprechen nicht, von 2020 bis 2025 jährlich 100 
462 Milliarden US-Dollar Klimafinanzierung für Länder des Globalen Südens 
463 bereitzustellen. Die Bundesregierung muss sich für die Erfüllung des Ziels 
464 stark machen und den eigenen Anteil von mindestens 8 Milliarden US-Dollar 
465 pro Jahr bis 2025 absichern. Das neue Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss 
466 sich an den Bedarfen der am stärksten von der Klimakrise betroffenen 
467 Länder ausrichten. Ein deutscher Anteil von 10 Prozent an der Gesamtsumme 
468 muss sichergestellt werden.[xvi] Darüber hinaus muss sich die 
469 Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Staatengemeinschaft die 
470 internationalen Finanzströme im Sinne des Klima- und Artenschutzes 
471 kanalisiert und steuert.
472 270 11.
473 271
474 272
475 273
476 274
477 275
478 276
479 277
480 278
481 279
482 280
483 281
484 282
485 283
486 284
487 285
488 286
489 287
490 288
491 Bereits heute beeinflusst die Klimakrise und die daraus resultierende 
492 Umweltzerstörung die Lebensumstände vieler Menschen so sehr, dass sie 
493 gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Sowohl nach der Genfer 
494 Flüchtlingskonvention als auch nach dem deutschen Asylrecht steht diesen 
495 Menschen bislang kein Schutz zu. Die Bundesregierung muss auf 
496 internationaler Ebene dafür eintreten, dies zu ändern und das nationale 
497 Recht anzupassen.[xvii]
498 289 12.
499 290
500 291
501 292
502 293
503 294
504 295
505 Die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und der 
506 Klimakrise sind eindeutig. Untrennbar und sich gegenseitig verstärkend 
507 stellen beide Entwicklungen eine Krise von existenzieller Bedrohung dar. 
508 Der Schutz von Ökosystemen und biologischer Vielfalt muss künftig viel 
509 mehr Raum bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen einnehmen als 
510 bisher. Ohne konsequente Naturschutz- und Renaturierungsmaßnahmen können 
511 die Emissionsminderungsziele nicht erreicht werden. Dies bestätigen die 
512 Berichte des Weltbiodiversitätsrat (IPBES)[xviii] und des Weltklimarats 
513 (IPCC)[xix]. Zudem sind intakte Ökosysteme notwendig, um die Resilienz 
514 gegenüber dem sich ändernden Klima zu erhöhen. Natürliche Lösungen 
515 (sogenannte NBS, Nature-based Solutions) müssen in der Debatte um 
516 Klimaschutzmaßnahmen stärker als bisher bedacht werden. Gleichzeitig 
517 müssen Klimaschutzmaßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf die 
518 Biodiversität überprüft werden.
519 296 13.
520 297
521 298
522 299
523 300
524 301
525 302
526 303
527 304
528 305
529 306
530 307
531 308
532 309
533 Laut IPCC-Sonderbericht 2019 ist die Landnutzung weltweit für 23 Prozent 
534 aller Emissionen verantwortlich.[xix] Die Landwirtschaft ist somit 
535 weltweit einer der Haupttreiber der Klimakrise und hat gleichzeitig massiv 
536 mit deren Folgen zu kämpfen. Die NAJU trägt die Forderungen der 
537 Zukunftskommission Landwirtschaft mit[xx] und setzt sich für einen 
538 Brückenschlag zwischen Naturschützer*innen und Landwirt*innen ein. Eine 
539 310 14.
540 311
541 312
542 313
543 314
544 315
545 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
546 Seite 8
547 klimaresiliente Landwirtschaft sorgt nicht nur für Lebensmittelsicherheit 
548 weltweit und kann so die Versorgung der Weltbevölkerung zukünftig 
549 garantieren, sondern sichert auch Arbeitsplätze. Darüber hinaus ist der 
550 Umbau zu einer resilienten, fairen und naturnahen Landwirtschaft der 
551 Schlüssel für den Erhalt der Biodiversität.[xxi]
552 316
553 317
554 318
555 319
556 320
557 Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, in dem die CO2-Emissionen in 
558 Deutschland seit 1990 nicht gesunken sind.[xxii] 2019 wurden noch mehr als 
559 ein Fünftel der Emissionen im Verkehr verursacht. Die Wende zu einer 
560 postfossilen ressourcensparenden Mobilität ist nicht nur aus Sicht des 
561 Klimaschutzes, sondern auch aus gesundheitlichen und sozialen Gründen 
562 überfällig. Der Straßenverkehr macht in Deutschland fast 95 Prozent der 
563 Emissionen in diesem Sektor aus,[iv] sodass hier der entscheidende Hebel 
564 besteht. Ab 2030 sollen keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr 
565 zugelassen werden. Allerdings kann die Lösung nicht sein, alle Fahrzeuge 
566 durch solche mit Elektro-Antrieb zu ersetzen. Einhergehend mit einer 
567 Preisreduzierung und dem Ausbau des ÖPNV sowie der Rad- und 
568 Fußverkehrsinfrastruktur, muss der individuelle Automobilverkehr deutlich 
569 reduziert werden. Um längere Distanzen zu überwinden, muss die Bahn in der 
570 Taktung, der Preisgestaltung sowie dem Service angepasst werden. 
571 Kurzstreckenflüge bis 1.000 Kilometer müssen zeitnah ersetzt werden. Damit 
572 auch alle Menschen den ÖPNV tatsächlich nutzen können, muss dieser mitsamt 
573 seiner Infrastruktur flächendeckend barrierefrei gestaltet werden und 
574 strukturelle Benachteiligungen wie die schlechtere Anbindung von 
575 sozioökonomisch vermeintlich schwächeren Stadtteilen und Regionen abgebaut 
576 werden. Der ÖPNV und die entsprechende Infrastruktur wie Bahnhöfe müssen 
577 auch sichere Orte insbesondere für von (Mehrfach-)Diskriminierung 
578 betroffenen Menschen werden, um eine alternative zum Motorisierten 
579 Individualverkehr zu werden. Wir verweisen auf die Positionspapiere der 
580 NAJU[xxiii] sowie des Deutschen Bundesjugendrings[xxiv] zur 
581 Mobilitätswende.
582 321 15.
583 322
584 323
585 324
586 325
587 326
588 327
589 328
590 329
591 330
592 331
593 332
594 333
595 334
596 335
597 336
598 337
599 338
600 339
601 340
602 341
603 342
604 343
605 344
606 345
607 Um auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, technologischen und 
608 kulturellen Umbaus angesichts der Klimakrise angemessen reagieren zu 
609 können, sind Verständnis und Handlungskompetenz in der Breite der 
610 Gesellschaft notwendig. Bildungsarbeit im formellen sowie informellen 
611 Bereich ist von größter Bedeutung bei der Gestaltung der Gesellschaft in 
612 Zeiten der Klimakrise. Die Klimakrise und ihre Auswirkungen müssen 
613 zentrale Inhalte in Bildungsplänen und Rahmenlehrplänen sein. Von 
614 besonderer Bedeutung ist dabei nicht nur der bloße Umgang mit Kennzahlen 
615 und Fakten, sondern auch ein lösungs- und handlungsorientierter Ansatz. 
616 Nur mit der Kompetenz, sich Herausforderungen zu stellen, diese zu 
617 moderieren und unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven gezielt 
618 anzugehen, kann die Gesellschaft der Klimakrise wirkungsvoll begegnen. Das 
619 Konzept einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung stellt hierfür die 
620 Grundlage dar.[xxv]
621 346 16.
622 347
623 348
624 349
625 350
626 351
627 352
628 353
629 354
630 355
631 356
632 357
633 358
634 359
635 17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und 
636 gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Neben 
637 anderen marginalisierten Gruppen werden die Klimafolgen insbesondere 
638 heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte 
639 360 1.
640 361
641 362
642 363
643 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
644 Seite 9
645 Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen 
646 des NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
647 [i]Zum „Capitalocene”:
648 Moore, J. W. 2016: Anthropocene or Capitalocene? Nature, history, and the crisis 
649 of capitalism. In: Moore, J. W. (ed.) 2016: Anthropocene or Capitalocene? 
650 Nature, history, and the crisis of capitalism. Oakland: PM Press, S. 1-13.
651 Zum „Racial Capitalocene“:
652 Davis, J., A. A. Moulton, L. van Sant und B. Williams 2019: Anthropocene, 
653 Capitalocene, ... Plantationocene?: A Manifesto for Ecological Justice in an Age 
654 of Global Crises. Geography Compass 13 (5), doi: 10.1111/gec3.12438 . 
655 Sharpe, C. E. 2016: In the wake. On Blackness and being. Durham: Duke University 
656 Press. 
657 Vergès, F. 2017: Racial capitalocene. In: Johnson, G. T. and A. Lubin (eds.): 
658 Futures of black radicalism. London/New York : Verso, S. 72-82
659 [ii] Hickel, J. 2021: The anti-colonial politics of degrowth. Political 
660 Geography 88 https:~/~/doi.org/10.1016/j.polgeo.2021.102404 . URL, aufgerufen am 
661 05.09.2023. 
662 Chancel, L., T. Piketty 2015: Carbon and inequality: from Kyoto to Paris. Trends 
663 in the global inequality of carbon emissions (1998-2013) & prospects for an 
664 equitable adaptation fund. Paris: Paris School of Economics. URL, aufgerufen am 
665 05.09.2023.
666 [iii] IPCC 2023: Climate Change 2023: Synthesis Report. Contribution of Working 
667 Groups I, II and III to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental 
668 Panel on Climate Change. Core Writing Team, H. Lee and J. Romero (eds.). Genf: 
669 IPCC Sekretariat, doi: 10.59327/IPCC/AR6-9789291691647 . URL, aufgerufen am 
670 05.09.2023.
671 Verantwortung für die enormen Treibhausgasemissionen tragen. Sie 
672 werden noch viele Jahre in der Welt leben, die ihnen übergeben wird 
673 und wären bei fortschreitender Klimakrise stark in ihren 
674 Grundrechten eingeschränkt. So hat es das Bundesverfassungsgericht 
675 in seinem wegweisenden Urteil im Frühjahr 2021 festgestellt.[xxvi]
676 Nur durch umfassende Beteiligungsmöglichkeiten können sie die Welt 
677 von morgen, in der sie leben werden, heute schon 
678 mitgestalten.[xxvii] Diese Beteiligung muss auf allen politischen 
679 Ebenen gewährleistet sein, sei es durch Abschaffung des 
680 Wahlalters[xxviii] oder durch Schaffung entsprechender Gremien und 
681 Posten.
682 364
683 365
684 366
685 367
686 368
687 369
688 370
689 371
690 372
691 373
692 374
693 18. Unsere Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt, weshalb 
694 grenzenloses Wachstum eine Illusion ist. Zugleich führt das Streben 
695 nach immer größeren Profiten zu einer immer größeren 
696 Ungleichverteilung des Wohlstandes und zerstört Natur und Umwelt. Um 
697 Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu schaffen, braucht es 
698 eine umfassende gesellschaftliche Transformation.[xxix] Technische 
699 Innovationen allein können die Klimakrise nicht lösen. 
700 Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden, sondern 
701 müssen als soziale Phänomene verstanden werden. Ökologische und 
702 soziale Aspekte können sich wechselseitig verstärken – im Positiven 
703 wie im Negativen.
704 375 1.
705 376
706 377
707 378
708 379
709 380
710 381
711 382
712 383
713 384
714 385
715 386
716 387
717 388
718 389
719 390
720 391
721 392
722 393
723 394
724 395
725 396
726 397
727 398
728 399
729 400
730 401
731 402
732 403
733 404
734 405
735 406
736 407
737 408
738 409
739 410
740 411
741 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
742 Seite 10
743 [iv] Sachverständigenrat für Umweltfragen 2020: Für eine entschlossene 
744 Umweltpolitik in Deutschland und Europa. Kurzfassung. URL, aufgerufen am 
745 05.09.2023.
746 [v] Wuppertal Institut 2020: CO2-neutral bis 2035: Eckpunkte eines deutschen 
747 Beitrags zur Einhaltung der 1,5-°C-Grenze. Bericht. Wuppertal. URL, aufgerufen 
748 am 05.09.2023.
749 [vi] Energywatchgroup 2021: Das Energiesystem der Zukunft. 100% Erneuerbare 
750 Energien für Deutschland bis 2030. Klimaschutz – Versorgungssicherheit – 
751 Wirtschaftlichkeit. URL, aufgerufen am 05.09.2023.
752 [vii] NAJU 2022: NAJU-Resolution zum Ausbau Erneuerbarer Energien. Zeit für 
753 einen Perspektivenwechsel zur Bewältigung von Klima- und Artenkrise. URL, 
754 aufgerufen am 05.09.2023.
755 [viii] Climate Action Tracker: EU. County summary. URL, aufgerufen am 
756 05.09.2023.
757 [ix] Bechert, L., Dodo, Shayli Kartal 2021: Kolonialismus & Klimakrise. Über 500 
758 Jahre Widerstand. Jugend im BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. 
759 (ed.). URL, aufgerufen am 05.09.2023.
760 [x] Crenshaw, K. 2016: The urgency of intersectionality. URL, aufgerufen am 
761 05.09.2023.
762 [xi] Kurwan, J. 2023: Klimagerechtigkeit. Bundeszentrale für politische Bildung 
763 (ed.). URL, aufgerufen am 05.09.2023.
764 [xii] Alber, G., D. Hummel, U. Röhr, M. Spitzner, I. Stieß 2018: 
765 Geschlechtergerechtigkeit und Klimapolitik. In: Bundeszentrale für politische 
766 Bildung (ed.): APuZ Aus Politik und Zeitgeschichte. URL, aufgerufen am 
767 05.09.2023.
768 [xiii] NABU, NAJU 2019: Klimakonferenz: Ambitionen erhöhen, Schlupflöcher 
769 schließen. NABU/NAJU-Forderungen zur COP 25 Madrid. URL, aufgerufen am 
770 05.09.2023.
771 [xiv] Umweltbundesamt 2021: Ressourcennutzung und ihre Folgen. URL, aufgerufen 
772 am 05.09.2023.
773 [xv] Umweltbundesamt 2022: Anpassung: Handlungsfeld Bevölkerungs- und 
774 Katastrophenschutz. URL, aufgerufen am 05.09.2023.
775 [xvi] NABU, NAJU 2022: Klimakonferenz: Für Natur, Klima und Menschen. 
776 Gemeinsamer Standpunkt von NAJU und NABU zur Weltklimakonferenz UNFCCC COP 27.
777 URL, aufgerufen am 05.09.2023.
778 [xvii] Schraven, B. 2019: Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Migration. 
779 In: Bundeszentrale für politische Bildung (ed.): Migration und Klimawandel. URL, 
780 aufgerufen am 05.09.2023.
781 [xviii] IPBES 2019: Global assessment report on biodiversity and ecosystem 
782 services of the Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and 
783 Ecosystem Services. E. S. Brondizio, J. Settele, S. Díaz, and H. T. Ngo (eds.). 
784 Bonn: IPBES Sekretariat, https:~/~/doi.org/10.5281/zenodo.3831673 . URL, 
785 aufgerufen am 05.09.2023.
786 412
787 413
788 414
789 415
790 416
791 417
792 418
793 419
794 420
795 421
796 422
797 423
798 424
799 425
800 426
801 427
802 428
803 429
804 430
805 431
806 432
807 433
808 434
809 435
810 436
811 437
812 438
813 439
814 440
815 441
816 442
817 443
818 444
819 445
820 446
821 447
822 448
823 449
824 450
825 451
826 452
827 453
828 454
829 Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
830 Seite 11
831 [xix] IPCC 2019: Summary for Policymakers. In: Climate Change and Land: an IPCC 
832 special report on climate change, desertification, land degradation, sustainable 
833 land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial 
834 ecosystems. P.R. Shukla, J. Skea, E. Calvo Buendia, V. Masson-Delmotte, H.- O. 
835 Pörtner, D. C. Roberts, P. Zhai, R. Slade, S. Connors, R. van Diemen, M. Ferrat, 
836 E. Haughey, S. Luz, S. Neogi, M. Pathak, J. Petzold, J. Portugal Pereira, P. 
837 Vyas, E. Huntley, K. Kissick, M. Belkacemi, J. Malley, (eds.). Genf: IPCC 
838 Sekretariat. URL, aufgerufen am 05.09.2023.
839 [xx] Zukunftskommission Landwirtschaft 2021: Zukunft Landwirtschaft. Eine 
840 gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Empfehlungen der Zukunftskommission 
841 Landwirtschaft. BMUV (ed.). URL, aufgerufen am 05.09.2023.
842 [xxi] NAJU 2013: Position zur ökologischen Landwirtschaft. URL, aufgerufen am 
843 05.09.2023.
844 [xxii] BMUV 2021: Treibhausgasemissionen sinken 2020 um 8,7 Prozent. Positiver 
845 Trend der Vorjahre setzt sich fort / 40,8 Prozent Rückgang seit 1990. URL, 
846 aufgerufen am 05.09.2023
847 [xxiii] NAJU 2017: Position zur Verkehrspolitik. URL, aufgerufen am 05.09.2023.
848 [xxiv] Deutscher Bundesjugendring 2020: Junge Menschen bewegen – Eine 
849 nachhaltige Mobilitätswende für alle! URL, aufgerufen am 05.09.2023.
850 [xxv] NAJU: Bildung für nachhaltige Entwicklung. URL, aufgerufen am 05.09.2023.
851 [xxvi] Bundesverfassungsgericht 2021: Verfassungsbeschwerden gegen das 
852 Klimaschutzgesetz teilweise erfolgreich. Pressemitteilung Nr. 31/2021 vom 29. 
853 April 2021. URL, aufgerufen am 05.09.2023.
854 [xxvii] NAJU 2020: Position zur Jugendbeteiligung. URL, aufgerufen am 
855 05.09.2023.
856 [xxviii] NAJU 2021: Position zur Abschaffung des Wahlalters. URL, aufgerufen am 
857 05.09.2023.
858 [xxix] NAJU 2021: Position zur Sozial-Ökologischen Transformation. URL, 
859 aufgerufen am 05.09.2023