Changes for page [2023] Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie
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... ... @@ -1,10 +1,9 @@ 1 -**Antragstext** 1 +Antragstext 2 +Verpflegungs- und Einkaufsrichtlinie 2 2 3 3 ~1. Richtlinien für die Verpflegung 4 4 5 5 1.1 Grundlegendes 6 - 7 - 8 8 Bei jeder Veranstaltung, bei der die NAJU Bayern Verpflegung stellt, besteht diese aus vegetarischem / veganem Essen und alkoholfreien Getränken. 9 9 Privat bezahlte oder mitgebrachte Lebensmittel sind nicht Gegenstand dieser Richtlinie. 10 10 ... ... @@ -36,52 +36,85 @@ 36 36 2. Richtlinien für den Lebensmitteleinkauf 37 37 38 38 2.1 Einkauf in Bioqualität 50 Lebensmittel müssen in Bioqualität gekauft werden, da Bio die nachhaltigste Erzeugungsform darstellt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die 39 -Lebensmittel in regionaler und saisonaler Form gekauft werden um kurze Transportwege der Lebensmittel sicherzustellen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten nimmt die NAJU gerne in Kauf. Falls ein Produkt nicht in Bio verfügbar ist, soll die nachhaltigste Alternative gewählt werden (z. B. regional, saisonal, Fairtrade, etc.). Bei Uneindeutigkeit von diesem Punkt der Richtlinie in der praktischen Umsetzung muss persönlich abgewogen werden, welche Entscheidung im Sinne der Nachhaltigkeit vorzuziehen ist. 40 - 41 -2.2 Vermeidung von Plastikabfällen 42 - 43 -Dabei sind unverpackte Produkte oder Großgebinde zu bevorzugen, um Plastik- und Verpackungsmüll so gut es geht zu vermeiden. 44 - 45 -2.3 Vermeidung von Lebensmittelverschwendung 46 - 47 -Unser Ziel ist es Lebensmittelabfälle zu vermeiden. 48 - 49 -2.4 Getränke 50 - 51 -Alkoholische Getränke müssen privat bezahlt werden und dürfen nur mit Einverständnis der Veranstaltungsleitung in verantwortungsvollem Maße konsumiert werden. Unbedingt müssen dabei die Jugendschutzgesetze beachtet werden. 52 - 53 -3. Richtlinien für die Beschaffung von Non-Food- Artikeln 54 - 55 -3.1 Vermeidung von Verpackungsmüll 56 - 57 -Auch beim Kauf von Non-Food-Artikeln ist Plastik und Verpackungsmüll möglichst zu vermeiden. 58 - 59 -3.2 Onlineshopping 60 - 61 -Die NAJU Bayern ist sich neben ihrer ökologischen auch der sozialen und ethischen Verantwortung bei Einkäufen bewusst. Gewisse Onlineshops fallen durch 62 -besonders unethische Geschäftspraktiken auf. Bei diesen darf für die NAJU Bayern nicht bestellt werden, und es können keine über diese Shops erworbene Artikel 63 -abgerechnet werden. Hierzu zählen beispielsweise: Amazon, Wish, Alibaba, Shein und Temu. 64 -Bei Unklarheiten zu alternativen Onlineshops sind Beispiele im NAJU-Wiki (https:~/~/wiki.naju-bayern.de/pages/viewpage.action?pageId=107347969) zu finden. 65 -Gerne hilft auch das Jugendbüro weiter. 66 - 67 -3.3 Gebrauchte Artikel 68 - 69 -Die Anschaffung von Gebrauchtwaren wird bevorzugt. Insbesondere bei elektronischen Geräten, die in der Herstellung stets viele Ressourcen 70 -verbrauchen, lässt sich durch den Kauf gebrauchter Elektronik der NAJU - Fußabdruck erheblich reduzieren. Werden gebrauchte Artikel von Privatpersonen abgekauft (bspw. über 71 -Kleinanzeigenportale wie kleinanzeigen.de oder willhaben.at), können diese gegen Vorlage einer vom Verkäufer unterschriebenen Quittung für Privatverkauf abgerechnet werden 72 - 73 -4. Ausnahmen 74 - 75 -Ausnahmen von dieser Richtlinie sind vorab mit dem Jugendbüro oder mit der Landesjugendleitung abzustimmen. 76 - 77 - 78 -**Begründung** 79 -Besonders wir, die jungen Menschen, die wir selbst sind und die wir hier vertreten, sind von den jetzigen und kommenden Folgen des Klimawandels betroffen. Wir merken selbst, dass die Sommer immer heißer werden, die Winter wärmer und das Wetter extremer. Darunter leiden neben den Menschen auch Natur und Tiere. Wir sind überzeugt, dass sich die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam lösen lassen, wir aber mit jeder einzelnen Maßnahme einen entscheidenden Anteil dazu beitragen können. 80 -Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass zwischen 21 % bis 37 % der gesamten globalen Treibhausgasemissionen auf unsere Ernährung zurückgehen. Eine Studie des World Wide Fund for Nature zeigt, dass 69 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland 81 -auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zurückzuführen ist, wovon wiederum 44% auf Fleisch und 25 % auf Lebensmittel wie Butter, Milch, Eier und Käse entfallen. Pflanzliche Lebensmittel sind demzufolge für lediglich 1/3 der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden in etwa 14,3 Kilogramm CO2 freigesetzt (genau genommen CO2 Äquivalente), für ein Kilogramm Schweinefleisch 3,2 kg CO2 (Bundesumweltministerium). Ein Kilogramm Mischbrot benötigt 0,75 kg CO2 und ein Kilogramm 82 -Tomaten 0,2 kg CO2. Neben CO2 entstehen in der tierischen Landwirtschaft auch die treibhauswirksamen Gase Methan und Lachgas Diese Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung wie wir uns ernähren einen großen Einfluss auf die globale Erwärmung hat. 83 -Neben den Treibhausgasen ist zudem festzustellen, dass durch die Haltung von Tieren für die Produktion von tierischen Lebensmitteln erhebliche Ressourcen an Wasser und Futteranbaufläche benötigt werden. Beispielsweise braucht es zur Gewinnung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser, 4 bis 9 Kilogramm Getreide und somit eine Nutzfläche von 30 bis 50 m², welche teilweise durch das Abholzen von Regenwäldern generiert wird. Die Flächen, welche derzeit für den Tierfutteranbau benutzt werden, könnten 84 -größtenteils für den Anbau menschlicher Ernährung verwendet werden und dadurch deren Effizienz vervielfacht werden. Derzeit hungern schätzungsweise 800 Millionen Menschen weltweit. Dieser Beschluss trägt einen kleinen Teil zur gerechten Ernährungsverteilung der Weltbevölkerung bei. Wir sehen in der Veränderung der Ernährungsweise auf den NAJU-Veranstaltungen einen simplen Weg, um effektiv klimafreundlicher zu werden. Da es bereits viele Menschen gibt, welche sich vegetarisch oder 85 -vegan ernähren, bieten alle Gastronomien bereits jetzt fleischlose Alternativen an, auf die zurückgegriffen werden kann. Durch den Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln stärken wir die lokalen Wertschöpfungsketten und verhindern lange Transportwege, so wie ganzjährlich beheizte und bewässerte 86 -Gewächshäuser. In Deutschland werden rund 761 Millionen Tiere jährlich geschlachtet. Dies sind 2 Millionen getötete Lebewesen täglich. Diese Zahl vermindern wir durch unsere Reduktion des Konsums von tierischen Lebensmitteln. Wir als NAJU Bayern sehen unser Handeln nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet. Daher 87 -nehmen wir die Idee der verantwortungsbewussten Ernährung ernst. Wir freuen uns, durch unser eigens verantwortetes Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. 38 +Lebensmittel in regionaler und saisonaler Form gekauft werden um kurze Transportwege der Lebensmittel sicherzustellen. Die dadurch entstehendenMehrkosten nimmt die NAJU gerne in Kauf. 39 +55 Falls ein Produkt nicht in Bio verfügbar ist, soll die nachhaltigste Alternative 40 +56 gewählt werden (z. B. regional, saisonal, Fairtrade, etc.). 41 +57 Bei Uneindeutigkeit von diesem Punkt der Richtlinie in der praktischen Umsetzung 42 +58 muss persönlich abgewogen werden, welche Entscheidung im Sinne der 43 +59 Nachhaltigkeit vorzuziehen ist. 44 +60 2.2 Vermeidung von Plastikabfällen 61 Dabei sind unverpackte Produkte oder Großgebinde zu bevorzugen, um Plastik- und 45 +62 Verpackungsmüll so gut es geht zu vermeiden. 46 +63 2.3 Vermeidung von Lebensmittelverschwendung 64 Unser Ziel ist es Lebensmittelabfälle zu vermeiden. 47 +65 2.4 Getränke 66 Alkoholische Getränke müssen privat bezahlt werden und dürfen nur mit 48 +67 Einverständnis der Veranstaltungsleitung in verantwortungsvollem Maße konsumiert 49 +68 werden. Unbedingt müssen dabei die Jugendschutzgesetze beachtet werden. 50 +69 3. Richtlinien für die Beschaffung von Non-Food- 70 Artikeln 71 3.1 Vermeidung von Verpackungsmüll 72 Auch beim Kauf von Non-Food-Artikeln ist Plastik und Verpackungsmüll möglichst 51 +73 zu vermeiden. 52 +74 3.2 Onlineshopping 75 Die NAJU Bayern ist sich neben ihrer ökologischen auch der sozialen und 53 +76 ethischen Verantwortung bei Einkäufen bewusst. Gewisse Onlineshops fallen durch 54 +77 besonders unethische Geschäftspraktiken auf. Bei diesen darf für die NAJU Bayern 55 +78 nicht bestellt werden, und es können keine über diese Shops erworbene Artikel 56 +79 abgerechnet werden. Hierzu zählen beispielsweise: Amazon, Wish, Alibaba, Shein 57 +80 und Temu. 58 +Seite 2 59 +Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie 60 +81 Bei Unklarheiten zu alternativen Onlineshops sind Beispiele im NAJU-Wiki 61 +82 (https:~/~/wiki.naju-bayern.de/pages/viewpage.action?pageId=107347969) zu finden. 62 +83 Gerne hilft auch das Jugendbüro weiter. 63 +84 3.3 Gebrauchte Artikel 85 Die Anschaffung von Gebrauchtwaren wird bevorzugt. Insbesondere bei 64 +86 elektronischen Geräten, die in der Herstellung stets viele Ressourcen 65 +87 verbrauchen, lässt sich durch den Kauf gebrauchter Elektronik der NAJU 88 Fußabdruck erheblich reduzieren. 66 +89 Werden gebrauchte Artikel von Privatpersonen abgekauft (bspw. über 67 +90 Kleinanzeigenportale wie kleinanzeigen.de oder willhaben.at), können diese gegen 68 +91 Vorlage einer vom Verkäufer unterschriebenen Quittung für Privatverkauf 69 +92 abgerechnet werden (siehe Anhang). 70 +93 4. Ausnahmen 94 Ausnahmen von dieser Richtlinie sind vorab mit dem Jugendbüro oder mit der 71 +95 Landesjugendleitung abzustimmen. 72 +96 6. Anhang: Vorlage für eine Quittung für einen 97 Kauf aus privater Hand 98 Datum: 73 +99 Käufer (Name und Adresse): 74 +100 Verkäufer (Name und Adresse): 75 +101 Kaufgegenstand: 76 +102 Betrag: 77 +103 Betrag dankend erhalten am: 78 +104 ~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_ 79 +105 Unterschrift des Verkäufers 80 +Begründung 81 +Besonders wir, die jungen Menschen, die wir selbst sind und die wir hier vertreten, sind von den jetzigen 82 +und kommenden Folgen des Klimawandels betroffen. Wir merken selbst, dass die Sommer immer heißer 83 +werden, die Winter wärmer und das Wetter extremer. Darunter leiden neben den Menschen auch Natur und 84 +Tiere. Wir sind überzeugt, dass sich die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam lösen lassen, 85 +wir aber mit jeder einzelnen Maßnahme einen entscheidenden Anteil dazu beitragen können. 86 +Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass zwischen 21 % bis 37 % der 87 +gesamten globalen Treibhausgasemissionen auf unsere Ernährung zurückgehen. Eine Studie des World 88 +Wide Fund for Nature zeigt, dass 69 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland 89 +auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zurückzuführen ist, wovon wiederum 44% auf Fleisch und 25 90 +% auf Lebensmittel wie Butter, Milch, Eier und Käse entfallen. Pflanzliche Lebensmittel sind demzufolge für 91 +lediglich 1/3 der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden in etwa 92 +14,3 Kilogramm CO2 freigesetzt (genau genommen CO2 Äquivalente), für ein Kilogramm Schweinefleisch 93 +3,2 kg CO2 (Bundesumweltministerium). Ein Kilogramm Mischbrot benötigt 0,75 kg CO2 und ein Kilogramm 94 +Tomaten 0,2 kg CO2. Neben CO2 entstehen in der tierischen Landwirtschaft auch die treibhauswirksamen 95 +Gase Methan und Lachgas Diese Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung wie wir uns ernähren einen 96 +großen Einfluss auf die globale Erwärmung hat. 97 +Seite 3 98 +Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie 99 +Neben den Treibhausgasen ist zudem festzustellen, dass durch die Haltung von Tieren für die Produktion 100 +von tierischen Lebensmitteln erhebliche Ressourcen an Wasser und Futteranbaufläche benötigt werden. 101 +Beispielsweise braucht es zur Gewinnung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser, 4 bis 9 102 +Kilogramm Getreide und somit eine Nutzfläche von 30 bis 50 m², welche teilweise durch das Abholzen von 103 +Regenwäldern generiert wird. Die Flächen, welche derzeit für den Tierfutteranbau benutzt werden, könnten 104 +größtenteils für den Anbau menschlicher Ernährung verwendet werden und dadurch deren Effizienz 105 +vervielfacht werden. Derzeit hungern schätzungsweise 800 Millionen Menschen weltweit. Dieser Beschluss 106 +trägt einen kleinen Teil zur gerechten Ernährungsverteilung der Weltbevölkerung bei. 107 +Wir sehen in der Veränderung der Ernährungsweise auf den NAJU-Veranstaltungen einen simplen Weg, um 108 +effektiv klimafreundlicher zu werden. Da es bereits viele Menschen gibt, welche sich vegetarisch oder 109 +vegan ernähren, bieten alle Gastronomien bereits jetzt fleischlose Alternativen an, auf die zurückgegriffen 110 +werden kann. 111 +Durch den Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln stärken wir die lokalen 112 +Wertschöpfungsketten und verhindern lange Transportwege, so wie ganzjährlich beheizte und bewässerte 113 +Gewächshäuser. 114 +In Deutschland werden rund 761 Millionen Tiere jährlich geschlachtet. Dies sind 2 Millionen getötete 115 +Lebewesen täglich. Diese Zahl vermindern wir durch unsere Reduktion des Konsums von tierischen 116 +Lebensmitteln. 117 +Wir als NAJU Bayern sehen unser Handeln nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet. Daher 118 +nehmen wir die Idee der verantwortungsbewussten Ernährung ernst. Wir freuen uns, durch unser eigens 119 +verantwortetes Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten