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1 -Antragstext
2 -Verpflegungs- und Einkaufsrichtlinie
1 +**Antragstext**
3 3  
4 4  ~1. Richtlinien für die Verpflegung
5 5  
6 6  1.1 Grundlegendes
6 +
7 7  Bei jeder Veranstaltung, bei der die NAJU Bayern Verpflegung stellt, besteht diese aus vegetarischem / veganem Essen und alkoholfreien Getränken.
8 8  Privat bezahlte oder mitgebrachte Lebensmittel sind nicht Gegenstand dieser Richtlinie.
9 9  
10 10  1.2 Essgewohnheiten und Allergien / Unverträglichkeiten
11 11  
12 -Essgewohnheiten und Allergien / Unverträglichkeiten müssen bei der Anmeldung zu Veranstaltungen abgefragt werden, um diesen im Rahmen der Veranstaltung
13 -entsprechend Rechnung tragen zu können. Sollte es in Ausnahmefällen am jeweiligen Veranstaltungsort zu Schwierigkeiten kommen, diesen gerecht zu werden, ist im Vorfeld mit der betroffenen Person Rücksprache zu halten, um eine den Umständen entsprechende Lösung zu finden.
12 +Essgewohnheiten und Allergien / Unverträglichkeiten müssen bei der Anmeldung zu Veranstaltungen abgefragt werden, um diesen im Rahmen der Veranstaltung entsprechend Rechnung tragen zu können. Sollte es in Ausnahmefällen am jeweiligen Veranstaltungsort zu Schwierigkeiten kommen, diesen gerecht zu werden, ist im Vorfeld mit der betroffenen Person Rücksprache zu halten, um eine den Umständen entsprechende Lösung zu finden.
14 14  
15 15  1.3 Selbstversorgung
16 16  
17 -Falls wir selbst kochen oder einkaufen, wird ausschließlich vegetarische und vegane Ernährung angeboten. Werden tierische Produkte angeboten, sollten dazu
18 -auch vegane Alternativen bereitgestellt werden. Die Verpflegung sollte also so gestaltet sein, dass auch für Veganer*innen eine ausgewogene Ernährung gegeben
19 -ist. Beispiel: Falls Kaffee und Kuchen angeboten werden, bietet es sich an, dabei auch vegane Milchalternativen und Kuchen bereitzustellen. Auch für diejenigen,
20 -die sich nicht vegan ernähren, bietet das eine gute Möglichkeit, Alternativen zu tierischen Produkten einmal zu probieren.
21 - Die Bevorzugung von regionalen und saisonalen Bio- bzw. Fairtrade-Produkten ist
22 -27 für uns ein Selbstverständnis. Damit wollen wir regionale und nachhaltige
23 -28 Anbieter*innen und nachhaltige Landwirtschaftsformen unterstützen.
24 -29 1.4 Gebuchte Verpflegung (im Rahmen von 30 Unterbringung, Catering, Bewirtung etc.) 31 Die Verfügbarkeit von vegetarischer und veganer Verpflegung ist ein notwendiges
25 -32 Kriterium für die Auswahl der Unterkunft / des Caterings / des
26 -33 Gastronomiebetriebs. Entsprechend ist bereits bei der Wahl des
27 -34 Veranstaltungsorts (Unterkunft, Gastronomiebetrieb etc.) frühzeitig abzuklären,
28 -35 dass eine ausgewogene vegane und vegetarische Ernährung möglich ist.
29 -Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie
30 -36 Falls die Verpflegung in einer Unterkunft zu einem Pauschalpreis ohne
31 -37 Unterscheidung zwischen vegetarischer und fleischhaltiger Kost angeboten wird,
32 -38 ist dies kein Ausschlusskriterium.
33 -39 Beispiel: Frühstücksbuffet, auf dem neben dem vegetarischen Angebot auch Fleisch
34 -40 verfügbar ist.
35 -41 1.5 Bewirtungsbeleg 42 Bei Bewirtung in einem Gastronomiebetrieb ist von der bewirtenden Person stets
36 -43 ein Bewirtungsbeleg anzufordern, in dem folgende Angaben enthalten sind: Tag und
37 -44 Ort der Bewirtung, die bewirtende Person, alle bewirteten Personen mit Namen,
38 -45 der genaue Anlass der Bewirtung, die Kosten der Bewirtung, das Trinkgeld sowie
39 -46 die Summe dieser beiden Posten. Nicht fehlen darf die Unterschrift der
40 -47 bewirtenden Person.
41 -48 2. Richtlinien für den Lebensmitteleinkauf 49 2.1 Einkauf in Bioqualität 50 Lebensmittel müssen in Bioqualität gekauft werden, da Bio die nachhaltigste
42 -51 Erzeugungsform darstellt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die
43 -52 Lebensmittel in regionaler und saisonaler Form gekauft werden um kurze
44 -53 Transportwege der Lebensmittel sicherzustellen. Die dadurch entstehenden
45 -54 Mehrkosten nimmt die NAJU gerne in Kauf.
46 -55 Falls ein Produkt nicht in Bio verfügbar ist, soll die nachhaltigste Alternative
47 -56 gewählt werden (z. B. regional, saisonal, Fairtrade, etc.).
48 -57 Bei Uneindeutigkeit von diesem Punkt der Richtlinie in der praktischen Umsetzung
49 -58 muss persönlich abgewogen werden, welche Entscheidung im Sinne der
50 -59 Nachhaltigkeit vorzuziehen ist.
51 -60 2.2 Vermeidung von Plastikabfällen 61 Dabei sind unverpackte Produkte oder Großgebinde zu bevorzugen, um Plastik- und
52 -62 Verpackungsmüll so gut es geht zu vermeiden.
53 -63 2.3 Vermeidung von Lebensmittelverschwendung 64 Unser Ziel ist es Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
54 -65 2.4 Getränke 66 Alkoholische Getränke müssen privat bezahlt werden und dürfen nur mit
55 -67 Einverständnis der Veranstaltungsleitung in verantwortungsvollem Maße konsumiert
56 -68 werden. Unbedingt müssen dabei die Jugendschutzgesetze beachtet werden.
57 -69 3. Richtlinien für die Beschaffung von Non-Food- 70 Artikeln 71 3.1 Vermeidung von Verpackungsmüll 72 Auch beim Kauf von Non-Food-Artikeln ist Plastik und Verpackungsmüll möglichst
58 -73 zu vermeiden.
59 -74 3.2 Onlineshopping 75 Die NAJU Bayern ist sich neben ihrer ökologischen auch der sozialen und
60 -76 ethischen Verantwortung bei Einkäufen bewusst. Gewisse Onlineshops fallen durch
61 -77 besonders unethische Geschäftspraktiken auf. Bei diesen darf für die NAJU Bayern
62 -78 nicht bestellt werden, und es können keine über diese Shops erworbene Artikel
63 -79 abgerechnet werden. Hierzu zählen beispielsweise: Amazon, Wish, Alibaba, Shein
64 -80 und Temu.
65 -Seite 2
66 -Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie
67 -81 Bei Unklarheiten zu alternativen Onlineshops sind Beispiele im NAJU-Wiki
68 -82 (https:~/~/wiki.naju-bayern.de/pages/viewpage.action?pageId=107347969) zu finden.
69 -83 Gerne hilft auch das Jugendbüro weiter.
70 -84 3.3 Gebrauchte Artikel 85 Die Anschaffung von Gebrauchtwaren wird bevorzugt. Insbesondere bei
71 -86 elektronischen Geräten, die in der Herstellung stets viele Ressourcen
72 -87 verbrauchen, lässt sich durch den Kauf gebrauchter Elektronik der NAJU 88 Fußabdruck erheblich reduzieren.
73 -89 Werden gebrauchte Artikel von Privatpersonen abgekauft (bspw. über
74 -90 Kleinanzeigenportale wie kleinanzeigen.de oder willhaben.at), können diese gegen
75 -91 Vorlage einer vom Verkäufer unterschriebenen Quittung für Privatverkauf
76 -92 abgerechnet werden (siehe Anhang).
77 -93 4. Ausnahmen 94 Ausnahmen von dieser Richtlinie sind vorab mit dem Jugendbüro oder mit der
78 -95 Landesjugendleitung abzustimmen.
79 -96 6. Anhang: Vorlage für eine Quittung für einen 97 Kauf aus privater Hand 98 Datum:
80 -99 Käufer (Name und Adresse):
81 -100 Verkäufer (Name und Adresse):
82 -101 Kaufgegenstand:
83 -102 Betrag:
84 -103 Betrag dankend erhalten am:
85 -104 ~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_~_
86 -105 Unterschrift des Verkäufers
87 -Begründung
88 -Besonders wir, die jungen Menschen, die wir selbst sind und die wir hier vertreten, sind von den jetzigen
89 -und kommenden Folgen des Klimawandels betroffen. Wir merken selbst, dass die Sommer immer heißer
90 -werden, die Winter wärmer und das Wetter extremer. Darunter leiden neben den Menschen auch Natur und
91 -Tiere. Wir sind überzeugt, dass sich die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam lösen lassen,
92 -wir aber mit jeder einzelnen Maßnahme einen entscheidenden Anteil dazu beitragen können.
93 -Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass zwischen 21 % bis 37 % der
94 -gesamten globalen Treibhausgasemissionen auf unsere Ernährung zurückgehen. Eine Studie des World
95 -Wide Fund for Nature zeigt, dass 69 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland
96 -auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zurückzuführen ist, wovon wiederum 44% auf Fleisch und 25
97 -% auf Lebensmittel wie Butter, Milch, Eier und Käse entfallen. Pflanzliche Lebensmittel sind demzufolge für
98 -lediglich 1/3 der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden in etwa
99 -14,3 Kilogramm CO2 freigesetzt (genau genommen CO2 Äquivalente), für ein Kilogramm Schweinefleisch
100 -3,2 kg CO2 (Bundesumweltministerium). Ein Kilogramm Mischbrot benötigt 0,75 kg CO2 und ein Kilogramm
101 -Tomaten 0,2 kg CO2. Neben CO2 entstehen in der tierischen Landwirtschaft auch die treibhauswirksamen
102 -Gase Methan und Lachgas Diese Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung wie wir uns ernähren einen
103 -großen Einfluss auf die globale Erwärmung hat.
104 -Seite 3
105 -Beschluss: Antrag Ernährungs- und Einkaufsrichtlinie
106 -Neben den Treibhausgasen ist zudem festzustellen, dass durch die Haltung von Tieren für die Produktion
107 -von tierischen Lebensmitteln erhebliche Ressourcen an Wasser und Futteranbaufläche benötigt werden.
108 -Beispielsweise braucht es zur Gewinnung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser, 4 bis 9
109 -Kilogramm Getreide und somit eine Nutzfläche von 30 bis 50 m², welche teilweise durch das Abholzen von
110 -Regenwäldern generiert wird. Die Flächen, welche derzeit für den Tierfutteranbau benutzt werden, könnten
111 -größtenteils für den Anbau menschlicher Ernährung verwendet werden und dadurch deren Effizienz
112 -vervielfacht werden. Derzeit hungern schätzungsweise 800 Millionen Menschen weltweit. Dieser Beschluss
113 -trägt einen kleinen Teil zur gerechten Ernährungsverteilung der Weltbevölkerung bei.
114 -Wir sehen in der Veränderung der Ernährungsweise auf den NAJU-Veranstaltungen einen simplen Weg, um
115 -effektiv klimafreundlicher zu werden. Da es bereits viele Menschen gibt, welche sich vegetarisch oder
116 -vegan ernähren, bieten alle Gastronomien bereits jetzt fleischlose Alternativen an, auf die zurückgegriffen
117 -werden kann.
118 -Durch den Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln stärken wir die lokalen
119 -Wertschöpfungsketten und verhindern lange Transportwege, so wie ganzjährlich beheizte und bewässerte
120 -Gewächshäuser.
121 -In Deutschland werden rund 761 Millionen Tiere jährlich geschlachtet. Dies sind 2 Millionen getötete
122 -Lebewesen täglich. Diese Zahl vermindern wir durch unsere Reduktion des Konsums von tierischen
123 -Lebensmitteln.
124 -Wir als NAJU Bayern sehen unser Handeln nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet. Daher
125 -nehmen wir die Idee der verantwortungsbewussten Ernährung ernst. Wir freuen uns, durch unser eigens
126 -verantwortetes Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten
16 +Falls wir selbst kochen oder einkaufen, wird ausschließlich vegetarische und vegane Ernährung angeboten. Werden tierische Produkte angeboten, sollten dazu auch vegane Alternativen bereitgestellt werden. Die Verpflegung sollte also so gestaltet sein, dass auch für Veganer*innen eine ausgewogene Ernährung gegeben ist. Beispiel: Falls Kaffee und Kuchen angeboten werden, bietet es sich an, dabei auch vegane Milchalternativen und Kuchen bereitzustellen. Auch für diejenigen, die sich nicht vegan ernähren, bietet das eine gute Möglichkeit, Alternativen zu tierischen Produkten einmal zu probieren. Die Bevorzugung von regionalen und saisonalen Bio- bzw. Fairtrade-Produkten ist für uns ein Selbstverständnis. Damit wollen wir regionale und nachhaltige Anbieter*innen und nachhaltige Landwirtschaftsformen unterstützen.
17 +
18 +1.4 Gebuchte Verpflegung (im Rahmen von Unterbringung, Catering, Bewirtung etc.)
19 +
20 +Die Verfügbarkeit von vegetarischer und veganer Verpflegung ist ein notwendiges Kriterium für die Auswahl der Unterkunft / des Caterings / des Gastronomiebetriebs. Entsprechend ist bereits bei der Wahl des Veranstaltungsorts (Unterkunft, Gastronomiebetrieb etc.) frühzeitig abzuklären, dass eine ausgewogene vegane und vegetarische Ernährung möglich ist. Falls die Verpflegung in einer Unterkunft zu einem Pauschalpreis ohne Unterscheidung zwischen vegetarischer und fleischhaltiger Kost angeboten wird, ist dies kein Ausschlusskriterium.
21 +
22 +Beispiel: Frühstücksbuffet, auf dem neben dem vegetarischen Angebot auch Fleisch verfügbar ist.
23 +
24 +1.5 Bewirtungsbeleg
25 +
26 +Bei Bewirtung in einem Gastronomiebetrieb ist von der bewirtenden Person stets ein Bewirtungsbeleg anzufordern, in dem folgende Angaben enthalten sind: Tag und Ort der Bewirtung, die bewirtende Person, alle bewirteten Personen mit Namen, der genaue Anlass der Bewirtung, die Kosten der Bewirtung, das Trinkgeld sowie die Summe dieser beiden Posten. Nicht fehlen darf die Unterschrift der bewirtenden Person.
27 +
28 +2. Richtlinien für den Lebensmitteleinkauf
29 +
30 +2.1 Einkauf in Bioqualität 50 Lebensmittel müssen in Bioqualität gekauft werden, da Bio die nachhaltigste Erzeugungsform darstellt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Lebensmittel in regionaler und saisonaler Form gekauft werden um kurze Transportwege der Lebensmittel sicherzustellen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten nimmt die NAJU gerne in Kauf. Falls ein Produkt nicht in Bio verfügbar ist, soll die nachhaltigste Alternative gewählt werden (z. B. regional, saisonal, Fairtrade, etc.). Bei Uneindeutigkeit von diesem Punkt der Richtlinie in der praktischen Umsetzung muss persönlich abgewogen werden, welche Entscheidung im Sinne der Nachhaltigkeit vorzuziehen ist.
31 +
32 +2.2 Vermeidung von Plastikabfällen
33 +
34 +Dabei sind unverpackte Produkte oder Großgebinde zu bevorzugen, um Plastik- und Verpackungsmüll so gut es geht zu vermeiden.
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36 +2.3 Vermeidung von Lebensmittelverschwendung
37 +
38 +Unser Ziel ist es Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
39 +
40 +2.4 Getränke
41 +
42 +Alkoholische Getränke müssen privat bezahlt werden und dürfen nur mit Einverständnis der Veranstaltungsleitung in verantwortungsvollem Maße konsumiert  werden. Unbedingt müssen dabei die Jugendschutzgesetze beachtet werden.
43 +
44 +3. Richtlinien für die Beschaffung von Non-Food- Artikeln
45 +
46 +3.1 Vermeidung von Verpackungsmüll
47 +
48 +Auch beim Kauf von Non-Food-Artikeln ist Plastik und Verpackungsmüll möglichst zu vermeiden.
49 +
50 +3.2 Onlineshopping
51 +
52 +Die NAJU Bayern ist sich neben ihrer ökologischen auch der sozialen und ethischen Verantwortung bei Einkäufen bewusst. Gewisse Onlineshops fallen durch besonders unethische Geschäftspraktiken auf. Bei diesen darf für die NAJU Bayern nicht bestellt werden, und es können keine über diese Shops erworbene Artikel abgerechnet werden. Hierzu zählen beispielsweise: Amazon, Wish, Alibaba, Shein und Temu.
53 +Bei Unklarheiten zu alternativen Onlineshops sind Beispiele im NAJU-Wiki (https:~/~/wiki.naju-bayern.de/pages/viewpage.action?pageId=107347969) zu finden. Gerne hilft auch das Jugendbüro weiter.
54 +
55 +3.3 Gebrauchte Artikel
56 +
57 +Die Anschaffung von Gebrauchtwaren wird bevorzugt. Insbesondere bei elektronischen Geräten, die in der Herstellung stets viele Ressourcen
58 +verbrauchen, lässt sich durch den Kauf gebrauchter Elektronik der NAJU - Fußabdruck erheblich reduzieren. Werden gebrauchte Artikel von Privatpersonen abgekauft (bspw. über Kleinanzeigenportale wie kleinanzeigen.de oder willhaben.at), können diese gegen Vorlage einer vom Verkäufer unterschriebenen Quittung für Privatverkauf abgerechnet werden
59 +
60 +4. Ausnahmen
61 +
62 +Ausnahmen von dieser Richtlinie sind vorab mit dem Jugendbüro oder mit der Landesjugendleitung abzustimmen.
63 +
64 +
65 +**Begründung**
66 +Besonders wir, die jungen Menschen, die wir selbst sind und die wir hier vertreten, sind von den jetzigen und kommenden Folgen des Klimawandels betroffen. Wir merken selbst, dass die Sommer immer heißer werden, die Winter wärmer und das Wetter extremer. Darunter leiden neben den Menschen auch Natur und Tiere. Wir sind überzeugt, dass sich die Herausforderungen des Klimawandels nur gemeinsam lösen lassen, wir aber mit jeder einzelnen Maßnahme einen entscheidenden Anteil dazu beitragen können. Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) geht davon aus, dass zwischen 21 % bis 37 % der gesamten globalen Treibhausgasemissionen auf unsere Ernährung zurückgehen. Eine Studie des World Wide Fund for Nature zeigt, dass 69 % der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen in Deutschland auf den Verzehr von tierischen Lebensmitteln zurückzuführen ist, wovon wiederum 44% auf Fleisch und 25 % auf Lebensmittel wie Butter, Milch, Eier und Käse entfallen. Pflanzliche Lebensmittel sind demzufolge für lediglich 1/3 der Treibhausgasemissionen zu verantworten. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden in etwa 14,3 Kilogramm CO2 freigesetzt (genau genommen CO2 Äquivalente), für ein Kilogramm Schweinefleisch 3,2 kg CO2 (Bundesumweltministerium). Ein Kilogramm Mischbrot benötigt 0,75 kg CO2 und ein Kilogramm Tomaten 0,2 kg CO2. Neben CO2 entstehen in der tierischen Landwirtschaft auch die treibhauswirksamen Gase Methan und Lachgas Diese Zahlen zeigen, dass unsere Entscheidung wie wir uns ernähren einen großen Einfluss auf die globale Erwärmung hat. Neben den Treibhausgasen ist zudem festzustellen, dass durch die Haltung von Tieren für die Produktion von tierischen Lebensmitteln erhebliche Ressourcen an Wasser und Futteranbaufläche benötigt werden. Beispielsweise braucht es zur Gewinnung von einem Kilogramm Rindfleisch ca. 15.000 Liter Wasser, 4 bis 9 Kilogramm Getreide und somit eine Nutzfläche von 30 bis 50 m², welche teilweise durch das Abholzen von Regenwäldern generiert wird. Die Flächen, welche derzeit für den Tierfutteranbau benutzt werden, könnten größtenteils für den Anbau menschlicher Ernährung verwendet werden und dadurch deren Effizienz vervielfacht werden. Derzeit hungern schätzungsweise 800 Millionen Menschen weltweit. Dieser Beschluss trägt einen kleinen Teil zur gerechten Ernährungsverteilung der Weltbevölkerung bei. Wir sehen in der Veränderung der Ernährungsweise auf den NAJU-Veranstaltungen einen simplen Weg, um effektiv klimafreundlicher zu werden. Da es bereits viele Menschen gibt, welche sich vegetarisch oder vegan ernähren, bieten alle Gastronomien bereits jetzt fleischlose Alternativen an, auf die zurückgegriffen werden kann. Durch den Verzehr von saisonalen und regionalen Lebensmitteln stärken wir die lokalen Wertschöpfungsketten und verhindern lange Transportwege, so wie ganzjährlich beheizte und bewässerte Gewächshäuser. In Deutschland werden rund 761 Millionen Tiere jährlich geschlachtet. Dies sind 2 Millionen getötete Lebewesen täglich. Diese Zahl vermindern wir durch unsere Reduktion des Konsums von tierischen Lebensmitteln. Wir als NAJU Bayern sehen unser Handeln nicht nur nach innen, sondern auch nach außen gerichtet. Daher
67 +nehmen wir die Idee der verantwortungsbewussten Ernährung ernst. Wir freuen uns, durch unser eigens verantwortetes Handeln einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.