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1 1  Antragstext
2 -Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst mess- und sichtbar. Die gesellschaftlichen und historischen Ursachen sind vielfach wissenschaftlich  belegt. Neben erheblichen sozialen und ökonomischen Problemen drohen durch eine weitere Erhitzung des globalen Klimas irreversible Schäden für Natur und Umwelt. Wir leben im Zeitalter des Kapitalozäns: Der Ursprung der Klimakrise liegt in kapitalistischen und kolonialen Strukturen.[i] Daher sind Länder und Menschen des Globalen Nordens^^1 ^^in besonderem Maße für die Klimakrise verantwortlich. 
3 -Historisch gesehen haben sie den Großteil der Treibhausgasemissionen ausgestoßen.[ii] Trotzdem sind Länder und Menschen des Globalen Südens^^1^^ schon seit Generationen am stärksten von den Folgen der Umweltausbeutung und der Klimakrise betroffen. Sie gründeten Widerstands- und Umweltbewegungen dagegen. Zudem spüren insbesondere junge und nachfolgende Generationen, von (Mehrfach- )Diskriminierung betroffene Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen die Auswirkungen der Klimakrise in besonderem Maße.
4 -
5 -^^1^^ Die Begriffe "Globaler Norden" und "Globaler Süden“ verweisen nicht auf geografische Kategorien. „Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im 
6 -globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine mit Vorteilen bedachte Position. Die Einteilung verweist auf die unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als vor allem Profitierende und einmal als vornehmlich Ausgebeutete“ (glokal 2013). Quelle: glokal 2013: Mit kolonialen Grüßen. Berichte und Erzählungen von 
7 -Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet. URL:https:~/~/www.glokal.org/wpcontent/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf, S. 8, aufgerufen am 23.09.2023.
8 -
9 -
10 -Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius anzustreben. Im März 2023 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen sechsten Sachstandsbericht, der die gravierende Handlungslücke zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels deutlich unterstreicht.[iii] Das Fenster, in dem die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wird sich in wenigen Jahren schließen. Die bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen der Staaten reichen nicht aus, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Jedes Zehntelgrad Erwärmung hat schwerwiegende Konsequenzen. Unter anderem werden  Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, Biodiversität geht verloren, Konflikte um natürliche Ressourcen nehmen zu, Extremwetterereignisse treten vermehrt auf und Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und Heimat. Dies ist ein unhaltbarer Zustand.
11 -\\Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen.
12 -
2 +Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst mess- und sichtbar. Die 
3 +gesellschaftlichen und historischen Ursachen sind vielfach wissenschaftlich 
4 +belegt. Neben erheblichen sozialen und ökonomischen Problemen drohen durch eine 
5 +weitere Erhitzung des globalen Klimas irreversible Schäden für Natur und Umwelt. 
6 +Wir leben im Zeitalter des Kapitalozäns: Der Ursprung der Klimakrise liegt in 
7 +kapitalistischen und kolonialen Strukturen.[i] Daher sind Länder und Menschen 
8 +des Globalen Nordens1 in besonderem Maße für die Klimakrise verantwortlich. 
9 +Historisch gesehen haben sie den Großteil der Treibhausgasemissionen 
10 +ausgestoßen.[ii] Trotzdem sind Länder und Menschen des Globalen Südens1 schon 
11 +seit Generationen am stärksten von den Folgen der Umweltausbeutung und der 
12 +Klimakrise betroffen. Sie gründeten Widerstands- und Umweltbewegungen dagegen. 
13 +Zudem spüren insbesondere junge und nachfolgende Generationen, von (Mehrfach- 
14 +)Diskriminierung betroffene Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen 
15 +die Auswirkungen der Klimakrise in besonderem Maße.
16 +1 Die Begriffe "Globaler Norden" und "Globaler Süden“ verweisen nicht auf 
17 +geografische Kategorien. „Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im 
18 +globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und 
19 +ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine 
20 +mit Vorteilen bedachte Position. Die Einteilung verweist auf die 
21 +unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als 
22 +vor allem Profitierende und einmal als vornehmlich Ausgebeutete“ (glokal 
23 +2013). 
24 +Quelle: glokal 2013: Mit kolonialen Grüßen. Berichte und Erzählungen von 
25 +Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet. URL:
26 +https:~/~/www.glokal.org/wp content/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf, 
27 +S. 8, aufgerufen am 23.09.2023.
28 +Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale 
29 +Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die 
30 +globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und 
31 +Anstrengungen zu unternehmen, eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius 
32 +anzustreben. Im März 2023 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen 
33 +sechsten Sachstandsbericht, der die gravierende Handlungslücke zur Einhaltung 
34 +des 1,5 Grad-Ziels deutlich unterstreicht.[iii] Das Fenster, in dem die 
35 +Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wird sich in wenigen Jahren 
36 +schließen. Die bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen der Staaten reichen 
37 +nicht aus, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Jedes 
38 +Zehntelgrad Erwärmung hat schwerwiegende Konsequenzen. Unter anderem werden 
39 +Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, Biodiversität geht verloren, Konflikte um 
40 +natürliche Ressourcen nehmen zu, Extremwetterereignisse treten vermehrt auf und 
41 +Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und Heimat. Dies ist ein unhaltbarer 
42 +Zustand.
43 +\\Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
44 +Seite 2
45 +Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb 
46 +fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von 
47 +Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische 
48 +Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung 
49 +der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen.
13 13  Daher fordern wir:
14 -\\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem  1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 
51 +\\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung 
52 +sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem 
53 +1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen 
54 +Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 
15 15  Deutschland auf Nettonull bis 2035 gesenkt werden.
16 -\\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen Kohleausstieg in Deutschland bis 2030.
17 -\\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040.
18 -\\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 
56 +\\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen 
57 +Kohleausstieg in Deutschland bis 2030.
58 +\\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um 
59 +mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen 
60 +der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040.
61 +\\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden 
62 +als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 
19 19  während der Globale Süden am stärksten von den Folgen betroffen ist.
20 -\\5. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 
64 +\\5.Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs 
65 +zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 
21 21  Machtstrukturen müssen konsequent abgebaut werden.
22 -\\6. Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 
23 -(mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden.
24 -\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color).
25 -\\8. Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen.
67 +\\6.Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- 
68 +Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 
69 +(mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen 
70 +und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und 
71 +Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden.
72 +\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und 
73 +Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color).
74 +\\8.Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den 
75 +Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland 
76 +eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb 
77 +der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen.
26 26  
27 -9. Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens.
28 -\\10. Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen.
29 -\\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue 
30 -Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche Erläuterung und Begründung unserer Forderungen Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste bereitstellen.
31 -\\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende Menschen.
32 -\\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als natürliche Kohlenstoffsenken.
33 -\\14.Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 
79 +9.Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im 
80 +Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens.
81 +\\10.Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der 
82 +Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen.
83 +\\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen 
84 +Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue 
85 +Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten 
86 +von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl 
87 +Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche
88 +Erläuterung und Begründung unserer Forderungen
89 +Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste 
90 +bereitstellen.
91 +\\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache 
92 +und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende 
93 +Menschen.
94 +\\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als 
95 +natürliche Kohlenstoffsenken.
96 +\\Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume 
97 +schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 
34 34  Landwirt*innen gesichert sein.
35 -\\15.Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert werden.
36 -\\16.Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 
37 -notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit.
38 -\\17.Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen.
39 -\\18. Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle Probleme löst.
40 -
41 -Erläuterung unserer Forderungen
42 -\\1. Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für Umweltfragen den Rahmen für den angemessenen und notwendigen Beitrag Deutschlands zur Einhaltung der Pariser Klimaziele vor. Bei linearer Reduktion der Emissionen (basierend auf 2019) müsste Deutschland ab 2038 klimaneutral sein.[iv] Von Fridays for Future Deutschland beauftragt, hat das Wuppertal Institut in einer Studie ermittelt, wie Klimaneutralität bereits 2035 machbar wäre.[v] Dafür notwendig sind ambitionierte Investitionen und ein gesellschaftlicher Umbau. So wird sichergestellt, dass der deutsche Anteil am verbleibenden globalen CO2-Budget für das 1,5 Grad-Ziel nicht überproportional beansprucht wird.
43 -\\2. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen ambitionierter Klimaziele. Insbesondere der Ausbau von Windkraft- und 
44 -Photovoltaikanlagen muss dazu massiv vorangetrieben werden. Eine vollständige klimaneutrale Stromversorgung mit Erneuerbaren bis 2035 ist 
45 -umsetzbar[vi]und von elementarer Bedeutung. Dazu braucht es erhebliche Investitionen in die Forschung zu erneuerbaren Energien sowie zu Leitungs und Speichertechnologien, den großflächigen Ausbau dieser und den Abbau struktureller und bürokratischer Hürden. Um Erneuerbare Energien mit Arten- und Naturschutz zu vereinen, müssen Herausforderungen deutlich adressiert und abgewogen werden, Fachpersonal befragt und regionale Lösungen umgesetzt werden.[vii] Die Einbindung der Bürger*innen vor Ort ist fundamental für die Akzeptanz der notwendigen Energiewende. Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der Ausstieg aus fossilen Energieträgern schnell eingeleitet werden. Dafür muss Deutschland bis 2030 aus der Kohleverstromung aussteigen.
46 -\\3. Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg gemacht. Mit ihrer langfristigen Klimastrategie legt sich die EU fest, bis 
47 -2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Die Erhöhung des europäischen Reduktionsziels bis 2030 auf 55 Prozent kann hier nur ein erster Schritt 
48 -sein und muss zeitnah weiter auf 65 Prozent netto (d.h. ohne Anrechnung von Senken) angehoben werden, um auch international ein wichtiges Zeichen zu setzen.[viii]
49 -\\4.Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle als Hauptverursacher*innen der Klimakrise bewusst werden, dementsprechend Verantwortung übernehmen und für Schäden und Verluste aufkommen. Sie sind historisch für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen 
99 +93 14.
100 +94
101 +95
102 +Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 
103 +die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land 
104 +berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert 
105 +werden.
106 +96 15.
107 +97
108 +98
109 +99
110 +Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 
111 +Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 
112 +notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und 
113 +außerschulischer Bildungsarbeit.
114 +100 16.
115 +101
116 +102
117 +103
118 +Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 
119 +marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen 
120 +auf allen Ebenen.
121 +104 17.
122 +105
123 +106
124 +Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 
125 +Probleme löst.
126 +107 18.
127 +108
128 +109
129 +Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für 
130 +Umweltfragen den Rahmen für den angemessenen und notwendigen Beitrag 
131 +Deutschlands zur Einhaltung der Pariser Klimaziele vor. Bei linearer 
132 +Reduktion der Emissionen (basierend auf 2019) müsste Deutschland ab 2038 
133 +klimaneutral sein.[iv] Von Fridays for Future Deutschland beauftragt, hat 
134 +das Wuppertal Institut in einer Studie ermittelt, wie Klimaneutralität 
135 +bereits 2035 machbar wäre.[v] Dafür notwendig sind ambitionierte 
136 +Investitionen und ein gesellschaftlicher Umbau. So wird sichergestellt, 
137 +dass der deutsche Anteil am verbleibenden globalen CO2-Budget für das 1,5 
138 +Grad-Ziel nicht überproportional beansprucht wird.
139 +110 1.
140 +111
141 +112
142 +113
143 +114
144 +115
145 +116
146 +117
147 +118
148 +119
149 +Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen 
150 +ambitionierter Klimaziele. Insbesondere der Ausbau von Windkraft- und 
151 +Photovoltaikanlagen muss dazu massiv vorangetrieben werden. Eine 
152 +vollständige klimaneutrale Stromversorgung mit Erneuerbaren bis 2035 ist 
153 +umsetzbar[vi]und von elementarer Bedeutung. Dazu braucht es erhebliche 
154 +Investitionen in die Forschung zu erneuerbaren Energien sowie zu Leitungs und Speichertechnologien, den großflächigen Ausbau dieser und den Abbau 
155 +struktureller und bürokratischer Hürden. Um Erneuerbare Energien mit 
156 +120 2.
157 +121
158 +122
159 +123
160 +124
161 +125
162 +126
163 +127
164 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
165 +Seite 4
166 +Arten- und Naturschutz zu vereinen, müssen Herausforderungen deutlich 
167 +adressiert und abgewogen werden, Fachpersonal befragt und regionale 
168 +Lösungen umgesetzt werden.[vii] Die Einbindung der Bürger*innen vor Ort 
169 +ist fundamental für die Akzeptanz der notwendigen Energiewende. 
170 +Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der Ausstieg aus fossilen 
171 +Energiträgern schnell eingeleitet werden. Dafür muss Deutschland bis 2030 
172 +aus der Kohleverstromung aussteigen.
173 +128
174 +129
175 +130
176 +131
177 +132
178 +133
179 +134
180 +Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg 
181 +gemacht. Mit ihrer langfristigen Klimastrategie legt sich die EU fest, bis 
182 +2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Die Erhöhung des europäischen 
183 +Reduktionsziels bis 2030 auf 55 Prozent kann hier nur ein erster Schritt 
184 +sein und muss zeitnah weiter auf 65 Prozent netto (d.h. ohne Anrechnung 
185 +von Senken) angehoben werden, um auch international ein wichtiges Zeichen 
186 +zu setzen.[viii]
187 +135 3.
188 +136
189 +137
190 +138
191 +139
192 +140
193 +141
194 +Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle 
195 +als Hauptverursacher*innen der Klimakrise bewusst werden, dementsprechend 
196 +Verantwortung übernehmen und für Schäden und Verluste aufkommen. Sie sind 
197 +historisch für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen 
50 50  verantwortlich und profitieren wirtschaftlich am meisten.[ii] Die Folgen 
51 51  der Klimakrise spüren jedoch nicht alle Länder gleichermaßen. Länder und 
52 52  Menschen des Globalen Südens sind am stärksten von der Klimakrise 
... ... @@ -54,7 +54,18 @@
54 54  forcierten Freihandelsabkommen verschärfen und verfestigen diese 
55 55  Ungleichheiten zusätzlich, indem beispielsweise Umweltprobleme in Länder 
56 56  des Globalen Südens ausgelagert werden.
57 -\\5.Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 
205 +142 4.
206 +143
207 +144
208 +145
209 +146
210 +147
211 +148
212 +149
213 +150
214 +151
215 +152
216 +Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 
58 58  verschleppt, versklavt und getötet. Dieses Unterdrückungssystem beruhte 
59 59  auf einer Rassifizierung von Menschen, das heißt auf der Erfindung von 
60 60  hierarchisch geordneten „Menschenrassen“. Dabei ordneten sich weiße
... ... @@ -75,12 +75,41 @@
75 75  dass der Mensch als biologisches Wesen Teil von der Natur ist und von 
76 76  natürlichen Ökosystemen abhängig ist. Durch die Abwertung von Natur hat 
77 77  das koloniale Denken die Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen 
237 +153 5.
238 +154
239 +155
240 +156
241 +157
242 +158
243 +159
244 +160
245 +161
246 +162
247 +163
248 +164
249 +165
250 +166
251 +167
252 +168
253 +169
254 +170
255 +171
256 +172
257 +173
258 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
259 +Seite 5
78 78  zugunsten von Profiten ermöglicht. Die Klimakrise hat ihre Wurzeln in 
79 79  diesem Denken. 
80 -\\Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 
262 +174
263 +175
264 +Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 
81 81  müssen anerkannt und beendet werden, um Klimagerechtigkeit zu 
82 82  schaffen.[ix]
83 -\\6.Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 
267 +176 1.
268 +177
269 +178
270 +179
271 +Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 
84 84  (Diskriminierung von be_hinderten Menschen) oder Ageism (Diskriminierung 
85 85  aufgrund des Alters) stellen soziale Ungleichheits- und Machtverhältnisse 
86 86  dar und wirken intersektional.[x] Sie drängen bestimmte gesellschaftliche 
... ... @@ -106,7 +106,33 @@
106 106  eine verstärkte Sichtbarkeit und Unterstützung von FLINTA*-Personen, 
107 107  (mehrfach-) diskriminierte Menschen sowie Menschen in prekären 
108 108  Lebenssituationen.
109 -\\7. Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 
297 +180 6.
298 +181
299 +182
300 +183
301 +184
302 +185
303 +186
304 +187
305 +188
306 +189
307 +190
308 +191
309 +192
310 +193
311 +194
312 +195
313 +196
314 +197
315 +198
316 +199
317 +200
318 +201
319 +202
320 +203
321 +204
322 +205
323 +Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 
110 110  öffentlichen Fokus. Bewegungen von BIPoC (Black, Indigenous and People of 
111 111  Color) werden dabei meistens außer Acht gelassen und vernachlässigt – nur 
112 112  selten wird in den Medien über sie berichtet. Jedoch kämpfen BIPoC Aktivist*innen schon seit Jahrzehnten gegen die Auswirkungen der 
... ... @@ -123,10 +123,33 @@
123 123  die ihren Ursprung in gesellschaftlichen Hierarchien und 
124 124  Ausbeutungssystemen haben. Durch die öffentliche Vernachlässigung von 
125 125  BIPoC-Protesten wird das falsche Bild geschaffen, Menschen aus dem 
340 +206 7.
341 +207
342 +208
343 +209
344 +210
345 +211
346 +212
347 +213
348 +214
349 +215
350 +216
351 +217
352 +218
353 +219
354 +220
355 +221
356 +222
357 +223
358 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
359 +Seite 6
126 126  Globalen Süden seien nicht am Umwelt- und Klimaschutz interessiert. Dies 
127 127  ist auf die Ideologie des weißen Naturschutzes zurückzuführen, die im 
128 128  Kolonialismus verwurzelt ist.[ix]
129 -\\8.Deutschland als einer der größten globalen Emittenten und als Land mit 
363 +224
364 +225
365 +226
366 +Deutschland als einer der größten globalen Emittenten und als Land mit 
130 130  starken ökonomischen und technologischen Möglichkeiten trägt eine 
131 131  besondere Verantwortung. Deshalb muss Deutschland auch innerhalb der EU 
132 132  und auf internationaler Ebene für ambitionierte Reduktionsziele und 
... ... @@ -139,7 +139,20 @@
139 139  reglementiert und eingeschränkt werden muss. Zudem müssen Doppelzählungen 
140 140  und Schlupflöcher im Regelwerk ausgeschlossen werden und eine zusätzliche 
141 141  Reduktion der CO2-Emissionen erwirkt werden.[xiii]
142 -\\9.Länder und Menschen des Globalen Nordens profitieren von der 
379 +227 8.
380 +228
381 +229
382 +230
383 +231
384 +232
385 +233
386 +234
387 +235
388 +236
389 +237
390 +238
391 +239
392 +Länder und Menschen des Globalen Nordens profitieren von der 
143 143  Ressourcenausbeutung des Globalen Südens. Dies hat seinen Ursprung in der 
144 144  Kolonialzeit und hält bis heute an. Eine große Rolle spielt außerdem das 
145 145  kapitalistische System, dass insbesondere auf Profit und Gewinn aus ist. 
... ... @@ -147,7 +147,15 @@
147 147  importiert.[ix] So kommt es zu einer Ausbeutung von Tieren, Pflanzen, 
148 148  Menschen und Ökosystemen des Globalen Südens, die die Kosten unseres 
149 149  Lebensstils tragen.[xiv]
150 -\\10. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt - 
400 +240 9.
401 +241
402 +242
403 +243
404 +244
405 +245
406 +246
407 +247
408 +10. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt - 
151 151  wenn auch in ungleichem Maße - zu spüren. Szenarien zu erstellen, um 
152 152  diese greifbar zu machen, kann nur ein erster Schritt sein. Die 
153 153  aktive und zeitnahe Einrichtung beziehungsweise Anpassung von 
... ... @@ -166,9 +166,33 @@
166 166  Zusammenlebens. Hinzu kommt: Wer jetzt proaktiv investiert und 
167 167  Anstrengungen unternimmt, die Klimakrise einzudämmen, zahlt heute 
168 168  einen geringeren finanziellen sowie gesellschaftlichen Preis, als 
427 +248 1.
428 +249
429 +250
430 +251
431 +252
432 +253
433 +254
434 +255
435 +256
436 +257
437 +258
438 +259
439 +260
440 +261
441 +262
442 +263
443 +264
444 +265
445 +266
446 +267
447 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
448 +Seite 7
169 169  wenn in einigen Jahren ad-hoc Schutz- und Anpassungsmaßnahmen 
170 170  umgesetzt werden müssen.
171 -\\11.Bereits jetzt wird deutlich, dass die größten Schäden und Verluste 
451 +268
452 +269
453 +Bereits jetzt wird deutlich, dass die größten Schäden und Verluste 
172 172  diejenigen Länder treffen, die einen sehr geringen Anteil zu den globalen 
173 173  Treibhausgasemissionen beigetragen haben und zugleich nicht über die 
174 174  notwendigen Ressourcen verfügen, sich gegen die Schäden präventiv zu 
... ... @@ -187,7 +187,26 @@
187 187  Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Staatengemeinschaft die 
188 188  internationalen Finanzströme im Sinne des Klima- und Artenschutzes 
189 189  kanalisiert und steuert.
190 -\\12.Bereits heute beeinflusst die Klimakrise und die daraus resultierende 
472 +270 11.
473 +271
474 +272
475 +273
476 +274
477 +275
478 +276
479 +277
480 +278
481 +279
482 +280
483 +281
484 +282
485 +283
486 +284
487 +285
488 +286
489 +287
490 +288
491 +Bereits heute beeinflusst die Klimakrise und die daraus resultierende 
191 191  Umweltzerstörung die Lebensumstände vieler Menschen so sehr, dass sie 
192 192  gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Sowohl nach der Genfer 
193 193  Flüchtlingskonvention als auch nach dem deutschen Asylrecht steht diesen 
... ... @@ -194,7 +194,14 @@
194 194  Menschen bislang kein Schutz zu. Die Bundesregierung muss auf 
195 195  internationaler Ebene dafür eintreten, dies zu ändern und das nationale 
196 196  Recht anzupassen.[xvii]
197 -\\13.Die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und der 
498 +289 12.
499 +290
500 +291
501 +292
502 +293
503 +294
504 +295
505 +Die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und der 
198 198  Klimakrise sind eindeutig. Untrennbar und sich gegenseitig verstärkend 
199 199  stellen beide Entwicklungen eine Krise von existenzieller Bedrohung dar. 
200 200  Der Schutz von Ökosystemen und biologischer Vielfalt muss künftig viel 
... ... @@ -208,18 +208,45 @@
208 208  Klimaschutzmaßnahmen stärker als bisher bedacht werden. Gleichzeitig 
209 209  müssen Klimaschutzmaßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf die 
210 210  Biodiversität überprüft werden.
211 -\\14.Laut IPCC-Sonderbericht 2019 ist die Landnutzung weltweit für 23 Prozent 
519 +296 13.
520 +297
521 +298
522 +299
523 +300
524 +301
525 +302
526 +303
527 +304
528 +305
529 +306
530 +307
531 +308
532 +309
533 +Laut IPCC-Sonderbericht 2019 ist die Landnutzung weltweit für 23 Prozent 
212 212  aller Emissionen verantwortlich.[xix] Die Landwirtschaft ist somit 
213 213  weltweit einer der Haupttreiber der Klimakrise und hat gleichzeitig massiv 
214 214  mit deren Folgen zu kämpfen. Die NAJU trägt die Forderungen der 
215 215  Zukunftskommission Landwirtschaft mit[xx] und setzt sich für einen 
216 216  Brückenschlag zwischen Naturschützer*innen und Landwirt*innen ein. Eine 
539 +310 14.
540 +311
541 +312
542 +313
543 +314
544 +315
545 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
546 +Seite 8
217 217  klimaresiliente Landwirtschaft sorgt nicht nur für Lebensmittelsicherheit 
218 218  weltweit und kann so die Versorgung der Weltbevölkerung zukünftig 
219 219  garantieren, sondern sichert auch Arbeitsplätze. Darüber hinaus ist der 
220 220  Umbau zu einer resilienten, fairen und naturnahen Landwirtschaft der 
221 221  Schlüssel für den Erhalt der Biodiversität.[xxi]
222 -\\15.Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, in dem die CO2-Emissionen in 
552 +316
553 +317
554 +318
555 +319
556 +320
557 +Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, in dem die CO2-Emissionen in 
223 223  Deutschland seit 1990 nicht gesunken sind.[xxii] 2019 wurden noch mehr als 
224 224  ein Fünftel der Emissionen im Verkehr verursacht. Die Wende zu einer 
225 225  postfossilen ressourcensparenden Mobilität ist nicht nur aus Sicht des 
... ... @@ -244,7 +244,32 @@
244 244  Individualverkehr zu werden. Wir verweisen auf die Positionspapiere der 
245 245  NAJU[xxiii] sowie des Deutschen Bundesjugendrings[xxiv] zur 
246 246  Mobilitätswende.
247 -\\16.Um auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, technologischen und 
582 +321 15.
583 +322
584 +323
585 +324
586 +325
587 +326
588 +327
589 +328
590 +329
591 +330
592 +331
593 +332
594 +333
595 +334
596 +335
597 +336
598 +337
599 +338
600 +339
601 +340
602 +341
603 +342
604 +343
605 +344
606 +345
607 +Um auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, technologischen und 
248 248  kulturellen Umbaus angesichts der Klimakrise angemessen reagieren zu 
249 249  können, sind Verständnis und Handlungskompetenz in der Breite der 
250 250  Gesellschaft notwendig. Bildungsarbeit im formellen sowie informellen 
... ... @@ -258,23 +258,31 @@
258 258  anzugehen, kann die Gesellschaft der Klimakrise wirkungsvoll begegnen. Das 
259 259  Konzept einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung stellt hierfür die 
260 260  Grundlage dar.[xxv]
261 -\\17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und 
621 +346 16.
622 +347
623 +348
624 +349
625 +350
626 +351
627 +352
628 +353
629 +354
630 +355
631 +356
632 +357
633 +358
634 +359
635 +17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und 
262 262  gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Neben 
263 263  anderen marginalisierten Gruppen werden die Klimafolgen insbesondere 
264 -heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte
265 -
266 -18. Unsere Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt, weshalb 
267 -grenzenloses Wachstum eine Illusion ist. Zugleich führt das Streben 
268 -nach immer größeren Profiten zu einer immer größeren 
269 -Ungleichverteilung des Wohlstandes und zerstört Natur und Umwelt. Um 
270 -Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu schaffen, braucht es 
271 -eine umfassende gesellschaftliche Transformation.[xxix] Technische 
272 -Innovationen allein können die Klimakrise nicht lösen. 
273 -Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden, sondern 
274 -müssen als soziale Phänomene verstanden werden. Ökologische und 
275 -soziale Aspekte können sich wechselseitig verstärken – im Positiven 
276 -wie im Negativen.
277 -\\Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen 
638 +heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte 
639 +360 1.
640 +361
641 +362
642 +363
643 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
644 +Seite 9
645 +Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen 
278 278  des NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V.
279 279  [i]Zum „Capitalocene”:
280 280  Moore, J. W. 2016: Anthropocene or Capitalocene? Nature, history, and the crisis 
... ... @@ -311,6 +311,67 @@
311 311  Ebenen gewährleistet sein, sei es durch Abschaffung des 
312 312  Wahlalters[xxviii] oder durch Schaffung entsprechender Gremien und 
313 313  Posten.
682 +364
683 +365
684 +366
685 +367
686 +368
687 +369
688 +370
689 +371
690 +372
691 +373
692 +374
693 +18. Unsere Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt, weshalb 
694 +grenzenloses Wachstum eine Illusion ist. Zugleich führt das Streben 
695 +nach immer größeren Profiten zu einer immer größeren 
696 +Ungleichverteilung des Wohlstandes und zerstört Natur und Umwelt. Um 
697 +Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu schaffen, braucht es 
698 +eine umfassende gesellschaftliche Transformation.[xxix] Technische 
699 +Innovationen allein können die Klimakrise nicht lösen. 
700 +Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden, sondern 
701 +müssen als soziale Phänomene verstanden werden. Ökologische und 
702 +soziale Aspekte können sich wechselseitig verstärken – im Positiven 
703 +wie im Negativen.
704 +375 1.
705 +376
706 +377
707 +378
708 +379
709 +380
710 +381
711 +382
712 +383
713 +384
714 +385
715 +386
716 +387
717 +388
718 +389
719 +390
720 +391
721 +392
722 +393
723 +394
724 +395
725 +396
726 +397
727 +398
728 +399
729 +400
730 +401
731 +402
732 +403
733 +404
734 +405
735 +406
736 +407
737 +408
738 +409
739 +410
740 +411
741 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
742 +Seite 10
314 314  [iv] Sachverständigenrat für Umweltfragen 2020: Für eine entschlossene 
315 315  Umweltpolitik in Deutschland und Europa. Kurzfassung. URL, aufgerufen am 
316 316  05.09.2023.
... ... @@ -354,6 +354,51 @@
354 354  Ecosystem Services. E. S. Brondizio, J. Settele, S. Díaz, and H. T. Ngo (eds.). 
355 355  Bonn: IPBES Sekretariat, https:~/~/doi.org/10.5281/zenodo.3831673 . URL, 
356 356  aufgerufen am 05.09.2023.
786 +412
787 +413
788 +414
789 +415
790 +416
791 +417
792 +418
793 +419
794 +420
795 +421
796 +422
797 +423
798 +424
799 +425
800 +426
801 +427
802 +428
803 +429
804 +430
805 +431
806 +432
807 +433
808 +434
809 +435
810 +436
811 +437
812 +438
813 +439
814 +440
815 +441
816 +442
817 +443
818 +444
819 +445
820 +446
821 +447
822 +448
823 +449
824 +450
825 +451
826 +452
827 +453
828 +454
829 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
830 +Seite 11
357 357  [xix] IPCC 2019: Summary for Policymakers. In: Climate Change and Land: an IPCC 
358 358  special report on climate change, desertification, land degradation, sustainable 
359 359  land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial