Changes for page [2023] Positionspapier Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
Last modified by Valentin Hügenell on 2026/02/21 16:34
From version 4.1
edited by Theresa König
on 2026/02/21 15:27
on 2026/02/21 15:27
Change comment:
There is no comment for this version
To version 3.1
edited by Theresa König
on 2026/02/21 15:25
on 2026/02/21 15:25
Change comment:
There is no comment for this version
Summary
-
Page properties (1 modified, 0 added, 0 removed)
Details
- Page properties
-
- Content
-
... ... @@ -8,35 +8,72 @@ 8 8 9 9 10 10 Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius anzustreben. Im März 2023 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen sechsten Sachstandsbericht, der die gravierende Handlungslücke zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels deutlich unterstreicht.[iii] Das Fenster, in dem die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wird sich in wenigen Jahren schließen. Die bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen der Staaten reichen nicht aus, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Jedes Zehntelgrad Erwärmung hat schwerwiegende Konsequenzen. Unter anderem werden Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, Biodiversität geht verloren, Konflikte um natürliche Ressourcen nehmen zu, Extremwetterereignisse treten vermehrt auf und Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und Heimat. Dies ist ein unhaltbarer Zustand. 11 -\\Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen. 12 - 11 +\\Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von 12 +Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische 13 +Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung 14 +der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen. 13 13 Daher fordern wir: 14 -\\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem 1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 16 +\\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung 17 +sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem 18 +1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen 19 +Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 15 15 Deutschland auf Nettonull bis 2035 gesenkt werden. 16 -\\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen Kohleausstieg in Deutschland bis 2030. 17 -\\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040. 18 -\\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 21 +\\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen 22 +Kohleausstieg in Deutschland bis 2030. 23 +\\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um 24 +mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen 25 +der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040. 26 +\\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden 27 +als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 19 19 während der Globale Süden am stärksten von den Folgen betroffen ist. 20 -\\5. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 29 +\\5.Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs 30 +zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 21 21 Machtstrukturen müssen konsequent abgebaut werden. 22 -\\6. Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 23 -(mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden. 24 -\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color). 25 -\\8. Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen. 32 +\\6.Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- 33 +Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 34 +(mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen 35 +und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und 36 +Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden. 37 +\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und 38 +Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color). 39 +\\8.Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den 40 +Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland 41 +eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb 42 +der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen. 26 26 27 -9. Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens. 28 -\\10. Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen. 29 -\\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue 30 -Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche Erläuterung und Begründung unserer Forderungen Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste bereitstellen. 31 -\\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende Menschen. 32 -\\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als natürliche Kohlenstoffsenken. 33 -\\14.Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 44 +9.Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im 45 +Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens. 46 +\\10.Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der 47 +Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen. 48 +\\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen 49 +Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue 50 +Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten 51 +von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl 52 +Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche 53 +Erläuterung und Begründung unserer Forderungen 54 +Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste 55 +bereitstellen. 56 +\\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache 57 +und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende 58 +Menschen. 59 +\\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als 60 +natürliche Kohlenstoffsenken. 61 +\\14.Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume 62 +schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 34 34 Landwirt*innen gesichert sein. 35 -\\15.Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert werden. 36 -\\16.Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 37 -notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und außerschulischer Bildungsarbeit. 38 -\\17.Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen. 39 -\\18. Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle Probleme löst. 64 +\\15.Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 65 +die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land 66 +berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert 67 +werden. 68 +\\16.Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 69 +Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 70 +notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und 71 +außerschulischer Bildungsarbeit. 72 +\\17.Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 73 +marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen 74 +auf allen Ebenen. 75 +\\18. Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 76 +Probleme löst. 40 40 41 41 Erläuterung unserer Forderungen 42 42 \\1. Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für