Changes for page [2023] Positionspapier Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
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... ... @@ -8,23 +8,41 @@ 8 8 9 9 10 10 Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und Anstrengungen zu unternehmen, eine maximale Erwärmung von 1,5 Grad Celsius anzustreben. Im März 2023 veröffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen sechsten Sachstandsbericht, der die gravierende Handlungslücke zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels deutlich unterstreicht.[iii] Das Fenster, in dem die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad begrenzt werden kann, wird sich in wenigen Jahren schließen. Die bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen der Staaten reichen nicht aus, um die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Ziele einzuhalten. Jedes Zehntelgrad Erwärmung hat schwerwiegende Konsequenzen. Unter anderem werden Ökosysteme unwiederbringlich zerstört, Biodiversität geht verloren, Konflikte um natürliche Ressourcen nehmen zu, Extremwetterereignisse treten vermehrt auf und Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und Heimat. Dies ist ein unhaltbarer Zustand. 11 -\\Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen. 12 - 11 +\\Als NAJU setzen wir uns für junge und marginalisierte Gruppen ein. Deshalb fordern wir einen wirksamen und gerechten Klimaschutz. Ziel ist der Erhalt von 12 +Lebensgrundlagen und einer intakten Natur. Deshalb muss eine sozial-ökologische 13 +Transformation die globale Erwärmung schnellstmöglich bremsen und die Erfüllung 14 +der Grundbedürfnisse aller Menschen sicherstellen. 13 13 Daher fordern wir: 14 -\\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem 1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 16 +\\1. Eine ambitionierte und sozialgerechte Klimapolitik der Bundesregierung 17 +sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, die sich an dem 18 +1,5 Grad-Ziel und den dafür aus wissenschaftlicher Sicht notwendigen 19 +Maßnahmen orientiert. Dazu müssen die Treibhausgasemissionen in 15 15 Deutschland auf Nettonull bis 2035 gesenkt werden. 16 -\\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen Kohleausstieg in Deutschland bis 2030. 17 -\\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040. 18 -\\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 21 +\\2. Eine sozial- und naturverträgliche Energiewende mit einem vollständigen 22 +Kohleausstieg in Deutschland bis 2030. 23 +\\3. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf europäischer Ebene um 24 +mindestens 65 Prozent bis 2030 (im Vergleich zu 1990) sowie das Erreichen 25 +der Klimaneutralität auf EU-Ebene bis 2040. 26 +\\4. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung, dass der Globale Norden 27 +als Hauptverursacher der Klimakrise die größte Verantwortung trägt, 19 19 während der Globale Süden am stärksten von den Folgen betroffen ist. 20 -\\5. Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 29 +\\5.Die politische und gesellschaftliche Anerkennung des Zusammenhangs 30 +zwischen Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus. Anhaltende koloniale 21 21 Machtstrukturen müssen konsequent abgebaut werden. 22 -\\6. Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 23 -(mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden. 24 -\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color). 25 -\\8. Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen. 32 +\\6.Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden. Insbesondere FLINTA*- 33 +Personen (Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinär, Trans, Agender), BIPoC, 34 +(mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen 35 +und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und 36 +Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden. 37 +\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und 38 +Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color). 39 +\\8.Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den 40 +Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland 41 +eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb 42 +der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen. 26 26 27 -9. Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens. 44 +9.Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im 45 +Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens. 28 28 \\10.Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der 29 29 Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen. 30 30 \\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen