Changes for page [2023] Positionspapier Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
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... ... @@ -1,30 +1,13 @@ 1 1 Antragstext 2 -Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst mess- und sichtbar. Die 3 -gesellschaftlichen und historischen Ursachen sind vielfach wissenschaftlich 4 -belegt. Neben erheblichen sozialen und ökonomischen Problemen drohen durch eine 5 -weitere Erhitzung des globalen Klimas irreversible Schäden für Natur und Umwelt. 6 -Wir leben im Zeitalter des Kapitalozäns: Der Ursprung der Klimakrise liegt in 7 -kapitalistischen und kolonialen Strukturen.[i] Daher sind Länder und Menschen 8 -des Globalen Nordens1 in besonderem Maße für die Klimakrise verantwortlich. 9 -Historisch gesehen haben sie den Großteil der Treibhausgasemissionen 10 -ausgestoßen.[ii] Trotzdem sind Länder und Menschen des Globalen Südens1 schon 11 -seit Generationen am stärksten von den Folgen der Umweltausbeutung und der 12 -Klimakrise betroffen. Sie gründeten Widerstands- und Umweltbewegungen dagegen. 13 -Zudem spüren insbesondere junge und nachfolgende Generationen, von (Mehrfach- 14 -)Diskriminierung betroffene Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen 15 -die Auswirkungen der Klimakrise in besonderem Maße. 16 -1 Die Begriffe "Globaler Norden" und "Globaler Süden“ verweisen nicht auf 17 -geografische Kategorien. „Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im 18 -globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und 19 -ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine 20 -mit Vorteilen bedachte Position. Die Einteilung verweist auf die 21 -unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als 22 -vor allem Profitierende und einmal als vornehmlich Ausgebeutete“ (glokal 23 -2013). 24 -Quelle: glokal 2013: Mit kolonialen Grüßen. Berichte und Erzählungen von 25 -Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet. URL: 26 -https:~/~/www.glokal.org/wp content/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf, 2 +Die Auswirkungen der Klimakrise sind längst mess- und sichtbar. Die gesellschaftlichen und historischen Ursachen sind vielfach wissenschaftlich belegt. Neben erheblichen sozialen und ökonomischen Problemen drohen durch eine weitere Erhitzung des globalen Klimas irreversible Schäden für Natur und Umwelt. Wir leben im Zeitalter des Kapitalozäns: Der Ursprung der Klimakrise liegt in kapitalistischen und kolonialen Strukturen.[i] Daher sind Länder und Menschen des Globalen Nordens^^1 ^^in besonderem Maße für die Klimakrise verantwortlich. 3 +Historisch gesehen haben sie den Großteil der Treibhausgasemissionen ausgestoßen.[ii] Trotzdem sind Länder und Menschen des Globalen Südens^^1^^ schon seit Generationen am stärksten von den Folgen der Umweltausbeutung und der Klimakrise betroffen. Sie gründeten Widerstands- und Umweltbewegungen dagegen. Zudem spüren insbesondere junge und nachfolgende Generationen, von (Mehrfach- )Diskriminierung betroffene Menschen und Menschen in prekären Lebenssituationen die Auswirkungen der Klimakrise in besonderem Maße. 4 + 5 +^^1^^ Die Begriffe "Globaler Norden" und "Globaler Süden“ verweisen nicht auf geografische Kategorien. „Mit dem Begriff Globaler Süden wird eine im 6 +globalen System benachteiligte gesellschaftliche, politische und ökonomische Position beschrieben. Globaler Norden hingegen bestimmt eine mit Vorteilen bedachte Position. Die Einteilung verweist auf die unterschiedliche Erfahrung mit Kolonialismus und Ausbeutung, einmal als vor allem Profitierende und einmal als vornehmlich Ausgebeutete“ (glokal 2013). Quelle: glokal 2013: Mit kolonialen Grüßen. Berichte und Erzählungen von 7 +Auslandsaufenthalten rassismuskritisch betrachtet. URL:https:~/~/www.glokal.org/wp content/uploads/2013/09/BroschuereMitkolonialenGruessen2013.pdf, 27 27 S. 8, aufgerufen am 23.09.2023. 9 + 10 + 28 28 Um die Folgen der Klimakrise einzudämmen, hat sich die internationale 29 29 Staatengemeinschaft 2015 mit dem Pariser Abkommen darauf verständigt, die 30 30 globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und ... ... @@ -360,7 +360,19 @@ 360 360 \\17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und 361 361 gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Neben 362 362 anderen marginalisierten Gruppen werden die Klimafolgen insbesondere 363 -heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte 346 +heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte 347 + 348 +18. Unsere Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt, weshalb 349 +grenzenloses Wachstum eine Illusion ist. Zugleich führt das Streben 350 +nach immer größeren Profiten zu einer immer größeren 351 +Ungleichverteilung des Wohlstandes und zerstört Natur und Umwelt. Um 352 +Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu schaffen, braucht es 353 +eine umfassende gesellschaftliche Transformation.[xxix] Technische 354 +Innovationen allein können die Klimakrise nicht lösen. 355 +Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden, sondern 356 +müssen als soziale Phänomene verstanden werden. Ökologische und 357 +soziale Aspekte können sich wechselseitig verstärken – im Positiven 358 +wie im Negativen. 364 364 \\Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen 365 365 des NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V. 366 366 [i]Zum „Capitalocene”: ... ... @@ -398,45 +398,6 @@ 398 398 Ebenen gewährleistet sein, sei es durch Abschaffung des 399 399 Wahlalters[xxviii] oder durch Schaffung entsprechender Gremien und 400 400 Posten. 401 -\\\\375 1. 402 -376 403 -377 404 -378 405 -379 406 -380 407 -381 408 -382 409 -383 410 -384 411 -385 412 -386 413 -387 414 -388 415 -389 416 -390 417 -391 418 -392 419 -393 420 -394 421 -395 422 -396 423 -397 424 -398 425 -399 426 -400 427 -401 428 -402 429 -403 430 -404 431 -405 432 -406 433 -407 434 -408 435 -409 436 -410 437 -411 438 -Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 439 -Seite 10 440 440 [iv] Sachverständigenrat für Umweltfragen 2020: Für eine entschlossene 441 441 Umweltpolitik in Deutschland und Europa. Kurzfassung. URL, aufgerufen am 442 442 05.09.2023. ... ... @@ -480,51 +480,6 @@ 480 480 Ecosystem Services. E. S. Brondizio, J. Settele, S. Díaz, and H. T. Ngo (eds.). 481 481 Bonn: IPBES Sekretariat, https:~/~/doi.org/10.5281/zenodo.3831673 . URL, 482 482 aufgerufen am 05.09.2023. 483 -412 484 -413 485 -414 486 -415 487 -416 488 -417 489 -418 490 -419 491 -420 492 -421 493 -422 494 -423 495 -424 496 -425 497 -426 498 -427 499 -428 500 -429 501 -430 502 -431 503 -432 504 -433 505 -434 506 -435 507 -436 508 -437 509 -438 510 -439 511 -440 512 -441 513 -442 514 -443 515 -444 516 -445 517 -446 518 -447 519 -448 520 -449 521 -450 522 -451 523 -452 524 -453 525 -454 526 -Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 527 -Seite 11 528 528 [xix] IPCC 2019: Summary for Policymakers. In: Climate Change and Land: an IPCC 529 529 special report on climate change, desertification, land degradation, sustainable 530 530 land management, food security, and greenhouse gas fluxes in terrestrial