Changes for page [2023] Positionspapier Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
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... ... @@ -93,25 +93,40 @@ 93 93 Menschen. 94 94 \\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als 95 95 natürliche Kohlenstoffsenken. 96 -\\ 14.Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume96 +\\Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume 97 97 schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 98 98 Landwirt*innen gesichert sein. 99 -\\15.Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 99 +93 14. 100 +94 101 +95 102 +Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 100 100 die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land 101 101 berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert 102 102 werden. 103 -\\16.Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 106 +96 15. 107 +97 108 +98 109 +99 110 +Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 104 104 Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 105 105 notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und 106 106 außerschulischer Bildungsarbeit. 107 -\\17.Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 114 +100 16. 115 +101 116 +102 117 +103 118 +Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 108 108 marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen 109 109 auf allen Ebenen. 110 -\\18. Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 121 +104 17. 122 +105 123 +106 124 +Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 111 111 Probleme löst. 112 - 113 -Erläuterung unserer Forderungen 114 -\\1. Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für 126 +107 18. 127 +108 128 +109 129 +Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für 115 115 Umweltfragen den Rahmen für den angemessenen und notwendigen Beitrag 116 116 Deutschlands zur Einhaltung der Pariser Klimaziele vor. Bei linearer 117 117 Reduktion der Emissionen (basierend auf 2019) müsste Deutschland ab 2038 ... ... @@ -121,7 +121,17 @@ 121 121 Investitionen und ein gesellschaftlicher Umbau. So wird sichergestellt, 122 122 dass der deutsche Anteil am verbleibenden globalen CO2-Budget für das 1,5 123 123 Grad-Ziel nicht überproportional beansprucht wird. 124 -\\2. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen 139 +110 1. 140 +111 141 +112 142 +113 143 +114 144 +115 145 +116 146 +117 147 +118 148 +119 149 +Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen 125 125 ambitionierter Klimaziele. Insbesondere der Ausbau von Windkraft- und 126 126 Photovoltaikanlagen muss dazu massiv vorangetrieben werden. Eine 127 127 vollständige klimaneutrale Stromversorgung mit Erneuerbaren bis 2035 ist ... ... @@ -128,6 +128,16 @@ 128 128 umsetzbar[vi]und von elementarer Bedeutung. Dazu braucht es erhebliche 129 129 Investitionen in die Forschung zu erneuerbaren Energien sowie zu Leitungs und Speichertechnologien, den großflächigen Ausbau dieser und den Abbau 130 130 struktureller und bürokratischer Hürden. Um Erneuerbare Energien mit 156 +120 2. 157 +121 158 +122 159 +123 160 +124 161 +125 162 +126 163 +127 164 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 165 +Seite 4 131 131 Arten- und Naturschutz zu vereinen, müssen Herausforderungen deutlich 132 132 adressiert und abgewogen werden, Fachpersonal befragt und regionale 133 133 Lösungen umgesetzt werden.[vii] Die Einbindung der Bürger*innen vor Ort ... ... @@ -135,7 +135,14 @@ 135 135 Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der Ausstieg aus fossilen 136 136 Energiträgern schnell eingeleitet werden. Dafür muss Deutschland bis 2030 137 137 aus der Kohleverstromung aussteigen. 138 -\\3. Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg 173 +128 174 +129 175 +130 176 +131 177 +132 178 +133 179 +134 180 +Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg 139 139 gemacht. Mit ihrer langfristigen Klimastrategie legt sich die EU fest, bis 140 140 2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Die Erhöhung des europäischen 141 141 Reduktionsziels bis 2030 auf 55 Prozent kann hier nur ein erster Schritt ... ... @@ -142,7 +142,14 @@ 142 142 sein und muss zeitnah weiter auf 65 Prozent netto (d.h. ohne Anrechnung 143 143 von Senken) angehoben werden, um auch international ein wichtiges Zeichen 144 144 zu setzen.[viii] 145 -\\4.Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle 187 +135 3. 188 +136 189 +137 190 +138 191 +139 192 +140 193 +141 194 +Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle 146 146 als Hauptverursacher*innen der Klimakrise bewusst werden, dementsprechend 147 147 Verantwortung übernehmen und für Schäden und Verluste aufkommen. Sie sind 148 148 historisch für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen ... ... @@ -153,7 +153,18 @@ 153 153 forcierten Freihandelsabkommen verschärfen und verfestigen diese 154 154 Ungleichheiten zusätzlich, indem beispielsweise Umweltprobleme in Länder 155 155 des Globalen Südens ausgelagert werden. 156 -\\5.Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 205 +142 4. 206 +143 207 +144 208 +145 209 +146 210 +147 211 +148 212 +149 213 +150 214 +151 215 +152 216 +Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 157 157 verschleppt, versklavt und getötet. Dieses Unterdrückungssystem beruhte 158 158 auf einer Rassifizierung von Menschen, das heißt auf der Erfindung von 159 159 hierarchisch geordneten „Menschenrassen“. Dabei ordneten sich weiße ... ... @@ -174,12 +174,41 @@ 174 174 dass der Mensch als biologisches Wesen Teil von der Natur ist und von 175 175 natürlichen Ökosystemen abhängig ist. Durch die Abwertung von Natur hat 176 176 das koloniale Denken die Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen 237 +153 5. 238 +154 239 +155 240 +156 241 +157 242 +158 243 +159 244 +160 245 +161 246 +162 247 +163 248 +164 249 +165 250 +166 251 +167 252 +168 253 +169 254 +170 255 +171 256 +172 257 +173 258 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 259 +Seite 5 177 177 zugunsten von Profiten ermöglicht. Die Klimakrise hat ihre Wurzeln in 178 178 diesem Denken. 179 -\\Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 262 +174 263 +175 264 +Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 180 180 müssen anerkannt und beendet werden, um Klimagerechtigkeit zu 181 181 schaffen.[ix] 182 -\\6.Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 267 +176 1. 268 +177 269 +178 270 +179 271 +Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 183 183 (Diskriminierung von be_hinderten Menschen) oder Ageism (Diskriminierung 184 184 aufgrund des Alters) stellen soziale Ungleichheits- und Machtverhältnisse 185 185 dar und wirken intersektional.[x] Sie drängen bestimmte gesellschaftliche ... ... @@ -205,7 +205,33 @@ 205 205 eine verstärkte Sichtbarkeit und Unterstützung von FLINTA*-Personen, 206 206 (mehrfach-) diskriminierte Menschen sowie Menschen in prekären 207 207 Lebenssituationen. 208 -\\7. Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 297 +180 6. 298 +181 299 +182 300 +183 301 +184 302 +185 303 +186 304 +187 305 +188 306 +189 307 +190 308 +191 309 +192 310 +193 311 +194 312 +195 313 +196 314 +197 315 +198 316 +199 317 +200 318 +201 319 +202 320 +203 321 +204 322 +205 323 +Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 209 209 öffentlichen Fokus. Bewegungen von BIPoC (Black, Indigenous and People of 210 210 Color) werden dabei meistens außer Acht gelassen und vernachlässigt – nur 211 211 selten wird in den Medien über sie berichtet. Jedoch kämpfen BIPoC Aktivist*innen schon seit Jahrzehnten gegen die Auswirkungen der ... ... @@ -222,10 +222,33 @@ 222 222 die ihren Ursprung in gesellschaftlichen Hierarchien und 223 223 Ausbeutungssystemen haben. Durch die öffentliche Vernachlässigung von 224 224 BIPoC-Protesten wird das falsche Bild geschaffen, Menschen aus dem 340 +206 7. 341 +207 342 +208 343 +209 344 +210 345 +211 346 +212 347 +213 348 +214 349 +215 350 +216 351 +217 352 +218 353 +219 354 +220 355 +221 356 +222 357 +223 358 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 359 +Seite 6 225 225 Globalen Süden seien nicht am Umwelt- und Klimaschutz interessiert. Dies 226 226 ist auf die Ideologie des weißen Naturschutzes zurückzuführen, die im 227 227 Kolonialismus verwurzelt ist.[ix] 228 -\\8.Deutschland als einer der größten globalen Emittenten und als Land mit 363 +224 364 +225 365 +226 366 +Deutschland als einer der größten globalen Emittenten und als Land mit 229 229 starken ökonomischen und technologischen Möglichkeiten trägt eine 230 230 besondere Verantwortung. Deshalb muss Deutschland auch innerhalb der EU 231 231 und auf internationaler Ebene für ambitionierte Reduktionsziele und ... ... @@ -238,7 +238,20 @@ 238 238 reglementiert und eingeschränkt werden muss. Zudem müssen Doppelzählungen 239 239 und Schlupflöcher im Regelwerk ausgeschlossen werden und eine zusätzliche 240 240 Reduktion der CO2-Emissionen erwirkt werden.[xiii] 241 -\\9.Länder und Menschen des Globalen Nordens profitieren von der 379 +227 8. 380 +228 381 +229 382 +230 383 +231 384 +232 385 +233 386 +234 387 +235 388 +236 389 +237 390 +238 391 +239 392 +Länder und Menschen des Globalen Nordens profitieren von der 242 242 Ressourcenausbeutung des Globalen Südens. Dies hat seinen Ursprung in der 243 243 Kolonialzeit und hält bis heute an. Eine große Rolle spielt außerdem das 244 244 kapitalistische System, dass insbesondere auf Profit und Gewinn aus ist. ... ... @@ -246,7 +246,15 @@ 246 246 importiert.[ix] So kommt es zu einer Ausbeutung von Tieren, Pflanzen, 247 247 Menschen und Ökosystemen des Globalen Südens, die die Kosten unseres 248 248 Lebensstils tragen.[xiv] 249 -\\10. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt - 400 +240 9. 401 +241 402 +242 403 +243 404 +244 405 +245 406 +246 407 +247 408 +10. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits überall auf der Welt - 250 250 wenn auch in ungleichem Maße - zu spüren. Szenarien zu erstellen, um 251 251 diese greifbar zu machen, kann nur ein erster Schritt sein. Die 252 252 aktive und zeitnahe Einrichtung beziehungsweise Anpassung von ... ... @@ -265,9 +265,33 @@ 265 265 Zusammenlebens. Hinzu kommt: Wer jetzt proaktiv investiert und 266 266 Anstrengungen unternimmt, die Klimakrise einzudämmen, zahlt heute 267 267 einen geringeren finanziellen sowie gesellschaftlichen Preis, als 427 +248 1. 428 +249 429 +250 430 +251 431 +252 432 +253 433 +254 434 +255 435 +256 436 +257 437 +258 438 +259 439 +260 440 +261 441 +262 442 +263 443 +264 444 +265 445 +266 446 +267 447 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 448 +Seite 7 268 268 wenn in einigen Jahren ad-hoc Schutz- und Anpassungsmaßnahmen 269 269 umgesetzt werden müssen. 270 -\\11.Bereits jetzt wird deutlich, dass die größten Schäden und Verluste 451 +268 452 +269 453 +Bereits jetzt wird deutlich, dass die größten Schäden und Verluste 271 271 diejenigen Länder treffen, die einen sehr geringen Anteil zu den globalen 272 272 Treibhausgasemissionen beigetragen haben und zugleich nicht über die 273 273 notwendigen Ressourcen verfügen, sich gegen die Schäden präventiv zu ... ... @@ -286,7 +286,26 @@ 286 286 Bundesregierung dafür einsetzen, dass die Staatengemeinschaft die 287 287 internationalen Finanzströme im Sinne des Klima- und Artenschutzes 288 288 kanalisiert und steuert. 289 -\\12.Bereits heute beeinflusst die Klimakrise und die daraus resultierende 472 +270 11. 473 +271 474 +272 475 +273 476 +274 477 +275 478 +276 479 +277 480 +278 481 +279 482 +280 483 +281 484 +282 485 +283 486 +284 487 +285 488 +286 489 +287 490 +288 491 +Bereits heute beeinflusst die Klimakrise und die daraus resultierende 290 290 Umweltzerstörung die Lebensumstände vieler Menschen so sehr, dass sie 291 291 gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Sowohl nach der Genfer 292 292 Flüchtlingskonvention als auch nach dem deutschen Asylrecht steht diesen ... ... @@ -293,7 +293,14 @@ 293 293 Menschen bislang kein Schutz zu. Die Bundesregierung muss auf 294 294 internationaler Ebene dafür eintreten, dies zu ändern und das nationale 295 295 Recht anzupassen.[xvii] 296 -\\13.Die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und der 498 +289 12. 499 +290 500 +291 501 +292 502 +293 503 +294 504 +295 505 +Die Zusammenhänge zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und der 297 297 Klimakrise sind eindeutig. Untrennbar und sich gegenseitig verstärkend 298 298 stellen beide Entwicklungen eine Krise von existenzieller Bedrohung dar. 299 299 Der Schutz von Ökosystemen und biologischer Vielfalt muss künftig viel ... ... @@ -307,18 +307,45 @@ 307 307 Klimaschutzmaßnahmen stärker als bisher bedacht werden. Gleichzeitig 308 308 müssen Klimaschutzmaßnahmen hinsichtlich ihres Einflusses auf die 309 309 Biodiversität überprüft werden. 310 -\\14.Laut IPCC-Sonderbericht 2019 ist die Landnutzung weltweit für 23 Prozent 519 +296 13. 520 +297 521 +298 522 +299 523 +300 524 +301 525 +302 526 +303 527 +304 528 +305 529 +306 530 +307 531 +308 532 +309 533 +Laut IPCC-Sonderbericht 2019 ist die Landnutzung weltweit für 23 Prozent 311 311 aller Emissionen verantwortlich.[xix] Die Landwirtschaft ist somit 312 312 weltweit einer der Haupttreiber der Klimakrise und hat gleichzeitig massiv 313 313 mit deren Folgen zu kämpfen. Die NAJU trägt die Forderungen der 314 314 Zukunftskommission Landwirtschaft mit[xx] und setzt sich für einen 315 315 Brückenschlag zwischen Naturschützer*innen und Landwirt*innen ein. Eine 539 +310 14. 540 +311 541 +312 542 +313 543 +314 544 +315 545 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 546 +Seite 8 316 316 klimaresiliente Landwirtschaft sorgt nicht nur für Lebensmittelsicherheit 317 317 weltweit und kann so die Versorgung der Weltbevölkerung zukünftig 318 318 garantieren, sondern sichert auch Arbeitsplätze. Darüber hinaus ist der 319 319 Umbau zu einer resilienten, fairen und naturnahen Landwirtschaft der 320 320 Schlüssel für den Erhalt der Biodiversität.[xxi] 321 -\\15.Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, in dem die CO2-Emissionen in 552 +316 553 +317 554 +318 555 +319 556 +320 557 +Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, in dem die CO2-Emissionen in 322 322 Deutschland seit 1990 nicht gesunken sind.[xxii] 2019 wurden noch mehr als 323 323 ein Fünftel der Emissionen im Verkehr verursacht. Die Wende zu einer 324 324 postfossilen ressourcensparenden Mobilität ist nicht nur aus Sicht des ... ... @@ -343,7 +343,32 @@ 343 343 Individualverkehr zu werden. Wir verweisen auf die Positionspapiere der 344 344 NAJU[xxiii] sowie des Deutschen Bundesjugendrings[xxiv] zur 345 345 Mobilitätswende. 346 -\\16.Um auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, technologischen und 582 +321 15. 583 +322 584 +323 585 +324 586 +325 587 +326 588 +327 589 +328 590 +329 591 +330 592 +331 593 +332 594 +333 595 +334 596 +335 597 +336 598 +337 599 +338 600 +339 601 +340 602 +341 603 +342 604 +343 605 +344 606 +345 607 +Um auf die Herausforderungen des gesellschaftlichen, technologischen und 347 347 kulturellen Umbaus angesichts der Klimakrise angemessen reagieren zu 348 348 können, sind Verständnis und Handlungskompetenz in der Breite der 349 349 Gesellschaft notwendig. Bildungsarbeit im formellen sowie informellen ... ... @@ -357,11 +357,31 @@ 357 357 anzugehen, kann die Gesellschaft der Klimakrise wirkungsvoll begegnen. Das 358 358 Konzept einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung stellt hierfür die 359 359 Grundlage dar.[xxv] 360 -\\17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und 621 +346 16. 622 +347 623 +348 624 +349 625 +350 626 +351 627 +352 628 +353 629 +354 630 +355 631 +356 632 +357 633 +358 634 +359 635 +17. Besonders vulnerable Gruppen müssen umfassend an politischen und 361 361 gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Neben 362 362 anderen marginalisierten Gruppen werden die Klimafolgen insbesondere 363 363 heutige junge und zukünftige Generationen treffen, die keine direkte 364 -\\Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen 639 +360 1. 640 +361 641 +362 642 +363 643 +Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit 644 +Seite 9 645 +Wir verweisen auf die anderen Positionspapiere der NAJU sowie auf die Positionen 365 365 des NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V. 366 366 [i]Zum „Capitalocene”: 367 367 Moore, J. W. 2016: Anthropocene or Capitalocene? Nature, history, and the crisis ... ... @@ -398,7 +398,29 @@ 398 398 Ebenen gewährleistet sein, sei es durch Abschaffung des 399 399 Wahlalters[xxviii] oder durch Schaffung entsprechender Gremien und 400 400 Posten. 401 -\\\\375 1. 682 +364 683 +365 684 +366 685 +367 686 +368 687 +369 688 +370 689 +371 690 +372 691 +373 692 +374 693 +18. Unsere Ressourcen auf dem Planeten sind begrenzt, weshalb 694 +grenzenloses Wachstum eine Illusion ist. Zugleich führt das Streben 695 +nach immer größeren Profiten zu einer immer größeren 696 +Ungleichverteilung des Wohlstandes und zerstört Natur und Umwelt. Um 697 +Klimagerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu schaffen, braucht es 698 +eine umfassende gesellschaftliche Transformation.[xxix] Technische 699 +Innovationen allein können die Klimakrise nicht lösen. 700 +Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden, sondern 701 +müssen als soziale Phänomene verstanden werden. Ökologische und 702 +soziale Aspekte können sich wechselseitig verstärken – im Positiven 703 +wie im Negativen. 704 +375 1. 402 402 376 403 403 377 404 404 378