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Content
... ... @@ -69,92 +69,49 @@
69 69  (mehrfach-)diskriminierte Menschen, Menschen in prekären Lebenssituationen 
70 70  und junge Menschen müssen aus Perspektive der Gender-, Generationen- und 
71 71  Klimagerechtigkeit stärker berücksichtigt werden.
72 -66 6.
73 -67
74 -68
75 -69
76 -70
77 -Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und 
72 +\\7.Die Sichtbarmachung von Perspektiven, Umweltbewegungen und 
78 78  Widerstandskämpfen von BIPoC (Black, Indigenous and People of Color).
79 -71 7.
80 -72
81 -Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den 
74 +\\8.Als Industrieland mit einer globalen Verantwortung für die Menschen in den 
82 82  Ländern, die besonders von der Klimakrise betroffen sind, muss Deutschland 
83 83  eine internationale Vorreiterrolle einnehmen. Dies gilt sowohl innerhalb 
84 84  der Europäischen Union als auch bei den Vereinten Nationen.
85 -73 8.
86 -74
87 -75
88 -76
89 -Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im 
78 +
79 +9.Das Ende des Raubbaus und der Ressourcenausbeutung insbesondere im 
90 90  Globalen Süden zugunsten des Globalen Nordens.
91 -77 9.
92 -78
93 -Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der 
81 +\\10.Umfangreiche Anpassungen an die bereits messbaren Auswirkungen der 
94 94  Klimakrise zum Schutz der Menschen sowie der natürlichen Lebensgrundlagen.
95 -79 10.
96 -80
97 -Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen 
83 +\\11.Eine Erhöhung der von Deutschland bereitgestellten internationalen 
98 98  Klimafinanzierung auf mindestens 8 Milliarden Euro bis 2025. Das neue 
99 99  Klimafinanzierungsziel ab 2025 muss sich an den Bedarfen der am stärksten 
100 100  von der Klimakrise betroffenen Länder ausrichten. Deutschland muss sowohl 
101 -Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche 
102 -81 11.
103 -82
104 -83
105 -84
106 -85
107 -Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
108 -Seite 3
87 +Gelder für die Emissionsminderung und Anpassung als auch zusätzliche
109 109  Erläuterung und Begründung unserer Forderungen
110 110  Mittel für den vereinbarten Fond für Klimawandelschäden und -verluste 
111 111  bereitstellen.
112 -86
113 -87
114 -Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache 
91 +\\12.Die Anerkennung der gravierenden Folgen der Klimakrise als Fluchtursache 
115 115  und die Gewährleistung von Schutz für flüchtende sowie schutzsuchende 
116 116  Menschen.
117 -88 12.
118 -89
119 -90
120 -Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als 
94 +\\13.Den Schutz und die klimaresiliente Renaturierung von Ökosystemen als 
121 121  natürliche Kohlenstoffsenken.
122 -91 13.
123 -92
124 -Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume 
96 +\\14.Eine klimaverträgliche Agrarpolitik, die klimaresiliente Lebensräume 
125 125  schafft und Biodiversität fördert. Zugleich muss die Zukunft für 
126 126  Landwirt*innen gesichert sein.
127 -93 14.
128 -94
129 -95
130 -Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 
99 +\\15.Eine klimaschützende und nachhaltige Mobilität. Insbesondere müssen dabei 
131 131  die unterschiedlichen Voraussetzungen in Städten und auf dem Land 
132 132  berücksichtigt und der Verkehrssektor sozialverträglich transformiert 
133 133  werden.
134 -96 15.
135 -97
136 -98
137 -99
138 -Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 
103 +\\16.Die umfangreiche Sensibilisierung von Kindern, Jugendlichen und 
139 139  Erwachsenen gegenüber der Klimakrise, ihrer Auswirkungen und der 
140 140  notwendigen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen im Rahmen schulischer und 
141 141  außerschulischer Bildungsarbeit.
142 -100 16.
143 -101
144 -102
145 -103
146 -Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 
107 +\\17.Eine umfassende Beteiligung von Jugendlichen, jungen Erwachsenen und 
147 147  marginalisierten Gruppen bei der Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen 
148 148  auf allen Ebenen.
149 -104 17.
150 -105
151 -106
152 -Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 
110 +\\18. Eine umfassende sozial-ökologische Transformation, die strukturelle 
153 153  Probleme löst.
154 -107 18.
155 -108
156 -109
157 -Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für 
112 +
113 +Erläuterung unserer Forderungen
114 +\\1. Das zur Verfügung stehende CO2-Budget gibt laut Sachverständigenrat für 
158 158  Umweltfragen den Rahmen für den angemessenen und notwendigen Beitrag 
159 159  Deutschlands zur Einhaltung der Pariser Klimaziele vor. Bei linearer 
160 160  Reduktion der Emissionen (basierend auf 2019) müsste Deutschland ab 2038 
... ... @@ -164,17 +164,7 @@
164 164  Investitionen und ein gesellschaftlicher Umbau. So wird sichergestellt, 
165 165  dass der deutsche Anteil am verbleibenden globalen CO2-Budget für das 1,5 
166 166  Grad-Ziel nicht überproportional beansprucht wird.
167 -110 1.
168 -111
169 -112
170 -113
171 -114
172 -115
173 -116
174 -117
175 -118
176 -119
177 -Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen 
124 +\\2. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist essenziell für das Erreichen 
178 178  ambitionierter Klimaziele. Insbesondere der Ausbau von Windkraft- und 
179 179  Photovoltaikanlagen muss dazu massiv vorangetrieben werden. Eine 
180 180  vollständige klimaneutrale Stromversorgung mit Erneuerbaren bis 2035 ist 
... ... @@ -181,16 +181,6 @@
181 181  umsetzbar[vi]und von elementarer Bedeutung. Dazu braucht es erhebliche 
182 182  Investitionen in die Forschung zu erneuerbaren Energien sowie zu Leitungs und Speichertechnologien, den großflächigen Ausbau dieser und den Abbau 
183 183  struktureller und bürokratischer Hürden. Um Erneuerbare Energien mit 
184 -120 2.
185 -121
186 -122
187 -123
188 -124
189 -125
190 -126
191 -127
192 -Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
193 -Seite 4
194 194  Arten- und Naturschutz zu vereinen, müssen Herausforderungen deutlich 
195 195  adressiert und abgewogen werden, Fachpersonal befragt und regionale 
196 196  Lösungen umgesetzt werden.[vii] Die Einbindung der Bürger*innen vor Ort 
... ... @@ -198,14 +198,7 @@
198 198  Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der Ausstieg aus fossilen 
199 199  Energiträgern schnell eingeleitet werden. Dafür muss Deutschland bis 2030 
200 200  aus der Kohleverstromung aussteigen.
201 -128
202 -129
203 -130
204 -131
205 -132
206 -133
207 -134
208 -Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg 
138 +\\3. Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union auf den richtigen Weg 
209 209  gemacht. Mit ihrer langfristigen Klimastrategie legt sich die EU fest, bis 
210 210  2050 Klimaneutralität erreichen zu wollen. Die Erhöhung des europäischen 
211 211  Reduktionsziels bis 2030 auf 55 Prozent kann hier nur ein erster Schritt 
... ... @@ -212,14 +212,7 @@
212 212  sein und muss zeitnah weiter auf 65 Prozent netto (d.h. ohne Anrechnung 
213 213  von Senken) angehoben werden, um auch international ein wichtiges Zeichen 
214 214  zu setzen.[viii]
215 -135 3.
216 -136
217 -137
218 -138
219 -139
220 -140
221 -141
222 -Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle 
145 +\\4.Die Länder und Menschen des Globalen Nordens müssen sich über ihre Rolle 
223 223  als Hauptverursacher*innen der Klimakrise bewusst werden, dementsprechend 
224 224  Verantwortung übernehmen und für Schäden und Verluste aufkommen. Sie sind 
225 225  historisch für den größten Anteil der Treibhausgasemissionen 
... ... @@ -230,18 +230,7 @@
230 230  forcierten Freihandelsabkommen verschärfen und verfestigen diese 
231 231  Ungleichheiten zusätzlich, indem beispielsweise Umweltprobleme in Länder 
232 232  des Globalen Südens ausgelagert werden.
233 -142 4.
234 -143
235 -144
236 -145
237 -146
238 -147
239 -148
240 -149
241 -150
242 -151
243 -152
244 -Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 
156 +\\5.Im Zuge des Kolonialismus haben Europäer*innen andere Menschen massenweise 
245 245  verschleppt, versklavt und getötet. Dieses Unterdrückungssystem beruhte 
246 246  auf einer Rassifizierung von Menschen, das heißt auf der Erfindung von 
247 247  hierarchisch geordneten „Menschenrassen“. Dabei ordneten sich weiße
... ... @@ -262,41 +262,12 @@
262 262  dass der Mensch als biologisches Wesen Teil von der Natur ist und von 
263 263  natürlichen Ökosystemen abhängig ist. Durch die Abwertung von Natur hat 
264 264  das koloniale Denken die Ausbeutung unserer natürlichen Lebensgrundlagen 
265 -153 5.
266 -154
267 -155
268 -156
269 -157
270 -158
271 -159
272 -160
273 -161
274 -162
275 -163
276 -164
277 -165
278 -166
279 -167
280 -168
281 -169
282 -170
283 -171
284 -172
285 -173
286 -Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
287 -Seite 5
288 288  zugunsten von Profiten ermöglicht. Die Klimakrise hat ihre Wurzeln in 
289 289  diesem Denken. 
290 -174
291 -175
292 -Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 
179 +\\Diese Zusammenhänge von Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus 
293 293  müssen anerkannt und beendet werden, um Klimagerechtigkeit zu 
294 294  schaffen.[ix]
295 -176 1.
296 -177
297 -178
298 -179
299 -Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 
182 +\\6.Diskriminierungen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus 
300 300  (Diskriminierung von be_hinderten Menschen) oder Ageism (Diskriminierung 
301 301  aufgrund des Alters) stellen soziale Ungleichheits- und Machtverhältnisse 
302 302  dar und wirken intersektional.[x] Sie drängen bestimmte gesellschaftliche 
... ... @@ -322,33 +322,7 @@
322 322  eine verstärkte Sichtbarkeit und Unterstützung von FLINTA*-Personen, 
323 323  (mehrfach-) diskriminierte Menschen sowie Menschen in prekären 
324 324  Lebenssituationen.
325 -180 6.
326 -181
327 -182
328 -183
329 -184
330 -185
331 -186
332 -187
333 -188
334 -189
335 -190
336 -191
337 -192
338 -193
339 -194
340 -195
341 -196
342 -197
343 -198
344 -199
345 -200
346 -201
347 -202
348 -203
349 -204
350 -205
351 -Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 
208 +\\7. Heutzutage stehen vor allem weiße Klima- und Umweltbewegungen im 
352 352  öffentlichen Fokus. Bewegungen von BIPoC (Black, Indigenous and People of 
353 353  Color) werden dabei meistens außer Acht gelassen und vernachlässigt – nur 
354 354  selten wird in den Medien über sie berichtet. Jedoch kämpfen BIPoC Aktivist*innen schon seit Jahrzehnten gegen die Auswirkungen der 
... ... @@ -365,25 +365,7 @@
365 365  die ihren Ursprung in gesellschaftlichen Hierarchien und 
366 366  Ausbeutungssystemen haben. Durch die öffentliche Vernachlässigung von 
367 367  BIPoC-Protesten wird das falsche Bild geschaffen, Menschen aus dem 
368 -206 7.
369 -207
370 -208
371 -209
372 -210
373 -211
374 -212
375 -213
376 -214
377 -215
378 -216
379 -217
380 -218
381 -219
382 -220
383 -221
384 -222
385 -223
386 -Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
225 +\\Beschluss Positionspapier zu Klimaschutz und Klimagerechtigkeit
387 387  Seite 6
388 388  Globalen Süden seien nicht am Umwelt- und Klimaschutz interessiert. Dies 
389 389  ist auf die Ideologie des weißen Naturschutzes zurückzuführen, die im